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Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmessetechnik informiert über Hilfspaket des Bundes – auch Nicht-Mitglieder

ZV

Beim Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmessetechnik stehen die Telefone nicht still. „Jeder will verständlicherweise wissen, ob und wieweit er seinen Geschäftsbetrieb aufrechterhalten kann. Wir haben dementsprechend versucht, sämtliche Informationen diesbezüglich zu bündeln und an unsere Kolleginnnen und Kollegen weiterzugeben … in Rundschreiben, Mails, auf unserer Homepage, unserer Facebook-Seite und in den Foren/Netzwerken“, berichtet ZV-Präsident Albert Fischer.

Die entsprechenden Informationen können als PDF auf der Webseite des Verbandes heruntergeladen werden.

Uhrmacherwerkstätten dürfen weiter arbeiten

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„Wie sich herausgestellt hat, gab und gibt es kein einheitliches Bild in der Umsetzung der Schließungsanordnungen, denn trotz der vereinbarten Richtlinien zwischen Bund und Ländern unterliegt es letztendlich der Hoheit der einzelnen Bundesländer, diese Vereinbarung im Detail umzusetzen. Deshalb kommt es teilweise zu gravierenden Unterschieden. Einheitlich ist es nach derzeitiger Informationslage immer noch so, dass Handwerksbetriebe und somit auch Uhrmacherwerkstätten von dieser generellen Schließungsanordnung nicht betroffen sind.“

Gehört zur Werkstatt auch ein Einzelhandelsbetrieb, muss dieser jedoch geschlossen werden. Die Lieferung bestellter Ware – ob per Versand oder persönlich – ist im Grunde weiterhin gestattet

„Doch bereits die Frage, ob und in welcher Art und Weise die Abgabe beziehungsweise Abholung von Reparaturen durch Kunden gestattet ist, wird nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Bezirk zu Bezirk und teilweise sogar in einzelnen Orten sehr unterschiedlich gehandhabt“, erläutert Fischer. „Deshalb empfehlen wir unseren Kolleginnen und Kollegen, sich bei dieser grundlegenden Frage an die zuständige Behörde beziehunsgweise das Ordnungsamt zu wenden oder im Zweifelsfall jeglichen Kundenkontakt einzustellen.“

Der Mittelstand hat für volle Kassen gesorgt

Albert Fischer ist übrigens der Ansicht, dass die vollen Kassen des Bundes, aus dem dieser jetzt schöpfen kann, um einen gigantischen Rettungsschirm aufzuspannen, vor allem auch den Leistungen des Mittelstandes zu verdanken ist, „ohne dass im Gegenzug große oder zumindest merkliche Steuererleichterungen für eben diesen Mittelstand geschaffen wurden. Jetzt kann und muss die Regierung dieses Geld und unter Umständen auch noch deutlich mehr dafür einsetzen – wiederum im Interesse aller –, um den Mittelstand in Deutschland zu retten. Es gibt keine andere Option!!!“

Vorsichtiger Optimismus

Bezüglich seiner Uhrmacher-Kollegen ist Albert Fischer vorsichtig optimistisch: „Ein typischer Uhrmacher – und so kenne ich meine Kolleginnen und Kollegen – lässt sich nicht so schnell entmutigen und gibt eben auch nicht schnell auf. Und diese Einstellung spüre ich gerade auch wieder in vielen Reaktionen, sei es am Telefon, in Mails oder in den Netzwerken. Die anfängliche Verzweiflung und teilweise regelrechte Ohnmacht gegenüber den rasanten Entwicklungen weicht wieder dem Kampfgeist und der Entschlossenheit, das alles durchzustehen!“

„Nach vorne schauen und anpacken!“

Jetzt zahlt es sich auch aus, dass die Uhrmacher „über viele Jahre zu einer sehr eingeschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen sind. Es gibt – fast ausnahmslos – schon längst keine Konkurrenten mehr, sondern nur noch Kolleginnen und Kollegen, die sich gegenseitig unterstützen, egal ob lokal, in den Innungen beziehunsgweise im Zentralverband oder in den Foren und Netzwerken. Auch wir als Bundesinnungsverband des Uhrmacherhanderks stellen unsere informelle Unterstützung und unsere Beratung in dieser schwierigen Zeit nicht nur Mitgliedern sondern ausnahmslos allen Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung. Und so werden wir uns alle gegenseitig und alle gemeinsam durch diese Krise manövrieren. Diese ganzen derzeit gültigen restriktiven Maßnahmen werden auch irgendwann wieder gelockert beziehunsgweise aufgehoben und dann heißt es für uns alle: nach vorne schauen und vor allem anpacken! Aber das können wir ja sehr gut, schließlich sind wir Handwerk!“

 

Tags : CoronaFischerUhrmacherVerbandZentralverband
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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