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Zeit für Nachhaltigkeit

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Nachhaltigkeit und der Schutz der Umwelt haben auch im Bereich Fashion und Accessoires ihr Nischendesign verlassen und sind zu wichtigen Marketinginstrument avanciert.

Auch die Uhrenbranche hat das Thema für sich entdeckt und setzt es auf verschiedene Art und Weise um. Ist es bei der einen Marke eine Frage des Materials, der Produktion, Technologie oder Verpackung, verlegen sich die anderen auf die Unterstützung von Naturschutz-Organisationen. Hier stellen wir Ihnen einige Beispiele vor.

 

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Blancpain – Partnerschaft mit Oceana

Die Schweizer Uhrenmarke unterstützt die Bemühungen der internationalen Interessengemeinschaft zum Schutz der Ozeane. Zur dreijährigen Partnerschaft gehört auch eine Expedition im Sommer 2021 zum mexikanischen Skorpionriff, einem UNESCO-Biosphärenreservat.

„Die Rückendeckung durch Blancpain wird unseren Kampagnenteams helfen, den Kampf für ein wissenschaftlich fundiertes Management der Meere zu gewinnen, die Überfischung zu stoppen, der Verschmutzung durch Plastik und dem Verlust der Artenvielfalt Einhalt zu gebieten“, erläutert Oceana-CEO Andrew Sharpless.

„Blancpain ist begeistert, mit Oceana zusammenzuarbeiten, denn die Arbeit dieser Organisation für den Schutz und die Sanierung der Ozeane ist bemerkenswert“, sagte Marc A. Hayek, Präsident und CEO von Blancpain.

Oceana gab die Partnerschaft mit Blancpain anlässlich der jährlichen New Yorker Oceana-Gala bekannt, bei der mehr als 1,2 Millionen US-Dollar für den Schutz der Ozeane gesammelt wurden. Als Sponsor bei dieser Veranstaltung spendete Blancpain die Uhr „Fifty Fathoms Ocean Commitment III“ für eine private Auktion.

Breitling – Uhrenboxen aus PET-Flaschen

„Menschen wollen Marken, die erschwinglich sind und die für bedeutsame Werte stehen. Deshalb ist Nachhaltigkeit für uns sehr wichtig. Wir wissen, das wir alleine die Welt nicht retten können, aber wir können ein Teil der Lösung sein“ kommentiert Breitling-CEO Georges Kern das neue Verpackungskonzept der Marke.

Dabei handelt es sich um eine faltbare, wiederverwendbare Uhrenbox, die vollständig aus recycelten Kunststoffflaschen hergestellt wird. Nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip kann die Box, sobald sie nicht mehr benötigt wird, in einer speziellen Anlage recycelt werden, wo sie wieder in den PET-Kreislauf zurückgeführt wird. Zudem lässt sich das Kissen im Inneren der Box als Reiseetui verwenden.

Parallel dazu hat Breitling die Anzahl der in der Verpackung verwendeten Komponenten von durchschnittlich zwölf auf nur noch drei reduziert: die Box, das Kissen und die Schnellstartanleitung. Mit dem überarbeiteten Verpackungskonzept ist Breitling nun in der Lage, die neuen Boxen direkt in die Zielmärkte zu versenden, wodurch die durchschnittliche Wegstrecke, die eine Box zurücklegt, um fast 30 Prozent reduziert wird. Die neuen Verpackungen werden ab Anfang 2021 erhältlich sein.

Citizen L – „Ambiluna“

Die drei neuen Modelle der Linie verfügen nicht nur über den umweltfreundlichen Solarantrieb Eco-Drive, mit dem ein Großteil der Uhren des japanischen Konzerns ausgestattet sind. „Ambiluna“ ist als Hommage an die Schönheit des Planeten Erde konzipiert.

Daher werden nachhaltige Materialien wie Piñatex und Eco-Pet verwendet. Erstmals bei Citizen kommen außerdem synthetische Diamanten von Swarovski auf dem Zifferblatt zum Einsatz. Die Armbänder bestehen aus Piñatex, einem Material aus aufbereiteten Ananasblättern, oder Eco-Pet, einer Polyesterfaser aus wiederverwertetem Polyethylen von PET-Flaschen. Dieses neue Material zeichnet sich durch eine verbesserte Textur und mehr Tragekomfort aus.

Das Gehäuse besteht aus Super Titanium, das leicht, schonend zur Haut und äußerst kratzerbeständig ist.

Swatch – Bio Reloaded 1983

Der Name spielt auf zwei Aspekte dieser neuen Linie an. Zum einen auf die Materialien biologischen Ursprungs, die herkommliche Materialien ersetzen. Maßgeblich daran beteiligt ist die Rizinuspflanze, aus deren Samen das Material in der Hauptsache gewonnen wird.

Zum anderen geht es um den Ursprung der Marke, denn die Kollektion „1983“ verweist auf das Geburtsjahr der ersten Swatch – welches die neuen Modelle kaum verbergen können. Sie interpretieren ihre Inspirationsquelle aus ihrem Geburtsjahr 1983 zwar neu, Kenner der Marke fühlen sich jedoch unmittelbar in die 1980er-Jahre versetzt. Das gilt vor alle für die Modelle mit dem Original-34-Millimeter-Durchmesser von damals. Neues äußeres Erkennungsmerkmal der Bio-Qualitäten ist das grüne Logo auf dem Zifferblatt.

Auch bei der Verpackung setzt Swatch auf Mutter Natur. Das aus Papierschaum bestehende Material ist eine Mischung auf Basis von Kartoffel- und Tapiokastärke. Dadurch ist die im Spritzgussverfahren hergestellte Verpackung vollständig biologisch abbaubar und kann mit dem Altpapier entsorgt oder sogar zu Hause kompostiert werden.

Ice-Watch – ICE Solar Power

Dass sich Fashion und Umweltbewusstsein nicht einander ausschließen, zeigt Ice-Watch mit den neuen Modellen der „ICE solar power“. Die Solararmbanduhr der belgischen Uhrenmarke gibt sich mal sportlich mit Farbverläufen, aber auch glamourös mit metallischen Akzenten. Hingucker ist die Version „white gold“ mit weißem Gehäuse und Silikonband, kombiniert mit goldfarbenen Zeigern und Indexen.

Dabei ist die neue ´“ICE solar power“ mit 36-Millimeter-Durchmesser kleiner und graziler als ihre Vorgänger. Dem Antrieb durch Licht tut dies keinen Abbruch. Miniatur-Solarmodule, die sich üblicherweise auf dem Zifferblatt befinden, werden durch dünne, halbkreisförmige Sensoren ersetzt, die in den Innenring eingebaut sind. Die Technologie stammt von Citizen, ebenso das Miyota-Quarzwerk.

Bering Time – Polar Bears International

Seit zehn Jahren gibt es Bering Time. Auslöser für die Gründung war ein Fallschirmsprung des dänischen Abenteurers und Geschäftsmann René Kaerskov im Jahr 2008 in der Arktis. Die schlichte, kühle Schönheit und die unendlichen weißen Weiten des Eises faszinierten ihn nachhaltig und er zog auch seine beiden Geschäftspartner Michael Witt Johansen und Lars Gram-Skjønnemann in den Bann.

Daraus entstand die Vision einer Uhrenmarke, die so pur und klar wie die Arktis selbst sein sollte: Bering Time. Von Beginn an setzte man sich auch für den Schutz der Arktis ein und hat seit 2010 über 250.000 US-Dollar an die Naturschutzorganisation Polar Bears International zum Erhalt des Lebensraumes der Eisbären gespendet.

Zum zehnjährigen Jubiläum hat Bering eine Geburtstagkollektion mit Sunray-Zifferblättern in den neuen Farbwelten „Purple Lights“, „Green Lights“ und „Ocean Blue“ präsentiert.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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