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Wird Marc Hayek der Nachfolger seines Onkels Nick Hayek?

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Nachdem Mitte Juni die personelle Re-Organisation in der Konzernleitung, der Erweiterten Konzernleitung und in der Geschäftsleitung von sechs Marken der Swatch Group bekannt gegeben wurde, spricht CEO Nick Hayek nun auch über seine mögliche Nachfolge.

Offenbar hat der 65-Jährige, der seit 1992 bei der Swatch Group ist, dafür seinen Neffen Marc ins Auge gefasst, der aktuell Konzernleitungsmitglied ist. Gegenüber der Onlineplattform handelszeitung.ch sagte Hayek: „Marc macht einen super Job. Er hat sicher, ohne Zweifel, das Potenzial, die Swatch Group erfolgreich zu führen.“ Eine Verpflichtung dazu gebe es aber nicht: „Vielleicht möchte er etwas ganz anderes machen. Er soll sich nicht gezwungen fühlen.“

Nick Hayek hat seit 2003 in seiner Funktion als CEO der Swatch Group schon viele Aufs und Abs der Wirtschaft erlebt. „Das hier ist absolut die größte Krise“, sagt er über die globale Corona-Pandemie. Tatenlos schaut er der Krise jedoch nicht zu, sondern nutzt das Krisenjahr, um seine Swatch Group zu reorganisieren.

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Wichtig für ihn: „Wir entlassen keine Leute wegen einer kurzfristigen Krise.“

Hinsichtlich der Spitzenpositionen hat es jedoch viel Bewegung gegegen und ein Drittel der Markenschefs wurde ausgetauscht und eine jüngere Generation kommt nun ans Ruder. Das hat auch seinen Grund in der Krise beziehungsweise der Zeit nach der Krise.

„Das zweite Halbjahr bietet uns große Chancen, Marktanteile zu gewinnen, weil viele andere Firmen opportunistisch einfach nur sparen“, erläutert Nick Hayek den Zeitpunkt der Verjüngungskur gegenüber handelszeitung.ch: „Dafür brauchen wir die volle Energie der Markenchefs.“

Und auch sonst zeigte sich Hayek entscheidungsfreudig. Für 70 Prozent der Produktionseinheiten und die Schweizer Shops wurde Kurzarbeit angemeldet, das betraf oder betrifft 12.000 Mitarbeiter. Die Lohneinbußen gleicht der Konzern aus. Hayek streicht auch keine Marketingbudgets dort, wo die Läden offen sind, wie die handelszeitung.ch berichtet, aber er verschiebt nicht dringliche Investitionen und die Lancierung von Neuheiten.

Investiert haben seine Familie und er jedoch in die eigenen Aktien. Im März erwarben sie nach deutlichem Wertverlust Aktien der Swatch Group für 167 Millionen CHF. „Eine bessere Investition gibts doch nicht!“

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