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Wenn man die „Royal Oak” vor lauter Edelsteinen nicht sieht

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Irgendwie trifft diese abgewandelte Redewendung auf die neuen „Royal Oak“-Sets von Audemars Piguet sehr gut zu. Denn als Erstes sieht man nur Funkelei in den Farben des Regenbogens.

Zum 50-jährigen Jubiläum des Kultmodells hat die Manufaktur tief in die Farbtöpfe gegriffen. Zwei Sets mit 37 und 41 Millimetern Durchmesser wurden in über und über funkelnde Gewänder gehüllt. Beide Sets umfassen jeweils zehn Zeitmesser aus Weißgold mit Automatikaufzug.

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Jede Uhr ist komplett mit einer anderen Edelstein-Sorte im Baguetteschliff besetzt. Legt man alle Uhren nebeneinander, bilden sie einen Regenbogen. Jedes Modell ist mit 790 beziehungsweise 861 farblich genau identischen Edelsteinen verziert.

Der Edelsteinbesatz wurde von unserem langjährigen Partner Salanitro ausgeführt, einem Unternehmen, das sich auf Uhrenherstellung und Edelsteinfassungen spezialisiert und an dem interessanterweise gerade erst Patek Philippe eine Beteiligung in unbekannter Höhe erworben hat.

Die drei „Königinnen“ der Edelsteine – Rubin, Smaragd und blauer Saphir – geben den Ton für die Farbabstufung an. Um diese intensiven Farben zu ergänzen, wählten die Gemmologen und das Designteam der Manufaktur Tansanite, gelbe Chrysoberylle, rosafarbene Turmaline, Amethyste, blaue Topase, orangefarbene Spessartite und Tsavorite aufgrund ihrer lebhaften Farben aus.

Gleichzeitig sollten die formalen Merkmale der Kollektion und die Wasserdichtigkeit, Zuverlässigkeit, Widerstandskraft und Reparierbarkeit der Uhren erhalten bleiben. Da jeder Edelstein einzigartig ist, mussten Design, Entwicklung, Herstellung und der in Handarbeit ausgeführte Besatz jedes einzelnen Zeitmessers der beiden Sets an Typ, Härte und besondere Eigenschaften des jeweiligen Edelsteins angepasst werden.

Um der Architektur von Gehäuse, Armband und Zifferblatt der Royal Oak Rechnung zu tragen, mussten die Edelsteine für die 41-Millimeter-Modelle einzeln in 179 beziehungsweise für die 37-Millimeter-Modelle in 153 verschiedene Baguette-Größen geschliffen werden. Damit die Edelsteine ihre Pracht voll entfalten können und möglichst wenig Material zwischen ihnen steht, wählte die Manufaktur für das Zifferblatt und die Glieder des Armbands die Technik des unsichtbaren Edelsteinbesatzes.

„Das unsichtbare Einlassen der Edelsteine in die Fassung hat den gesamten Herstellungsprozess des Zifferblatts und der Armbandglieder beeinflusst, von ihrer Konstruktion und überaus präzisen Herstellung bis hin zu ihrer Endbearbeitung. Aus designerischer Sicht bietet der unsichtbare Edelsteinbesatz den Vorteil, dass das Trägermaterial der maßgeschliffenen Edelsteine nicht sichtbar ist, da diese mithilfe von Metallschienen von unten fixiert werden“, erläutert Pierre Salanitro, Gründer von Salanitro.

Angetrieben werden die Modelle der beiden Sets von zwei Uhrwerken mit Automatikaufzug sowie Stunden-, Minuten- und Sekundenanzeige, jedoch ohne Datumsanzeige, um den Edelsteinbesatz auf dem Zifferblatt nicht zu unterbrechen.

Die 37-Millimeter-Referenzen sind mit dem Kaliber 5909 mit mindestens 60 Stunden Gangreserve ausgestattet, die 41-Millimeter-Referenzen mit dem Kaliber 4309 mit mindestens 70 Stunden Gangreserve. Zur Feier des 50-jährigen Jubiläums der Kollektion sind die beiden Kaliber mit der „50-years“-Schwungmasse aus rhodiumfarbenem 22 Karat Roségold ausgestattet. Beide Uhrwerke können durch den Saphirglasboden der Zeitmesser begutachtet werden.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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