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WatchPro Deutschland – September-Ausgabe 2020

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Mit Ja und Aber: Die Geneva Watch Days Ende August waren so wie die meisten ihrer Protagonisten eine runde Sache. Sie stehen für das hoffentliche Ende einer Durststrecke ohne Multi-Marken-Neuheiten-Präsentationen mit entsprechenden sozialen Kontakten.

Ja: Sie waren das dringend notwendige positive Signal, das der Branche neuen Elan geben kann.

Und selbst, wenn die Genfer Uhrentage infolge der Reisebeschränkungen beziehungsweise Quarantäneauflagen doch nicht ganz so international ausfielen, wie es sich viele gewünscht hatten, herrschte bei prächtigem Wetter mondäne Urlaubsstimmung am Ufer des Genfer Sees. Und die Gesichter der Markenverantwortlichen sahen – da wo erforderlich natürlich mit Mund-Nasenschutz bedeckt – ebenso entspannt wie die ihrer Gäste aus. Dazu trug sicher auch das stilvolle, zum Teil gediegene Ambiente der Hotels bei, in denen sich die meisten Marken eingemietet hatten.

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Bei einem Aperol Spritz und kleinen schweizerischen Leckereien lässt es sich eben doch besser über Uhrenneuheiten und Neuigkeiten der Branchen plaudern als bei einer Video-Konferenz. Und das kam an. Allein schon aufgrund der Abwesenheit von Separees beziehungsweise anonymen Messekabinen zeigten sich die Luxusbrands nahbar wie nie. Da mischten sich auch die Führungspersönlichkeiten gut gelaunt unters „Volk“.

Und das ist eine Tugend, die in Zukunft ausschlaggebend sein könnte. Denn die jungen Erwachsenen von Heute, die die zahlungskräftigen Kunden von morgen werden können, wollen wissen, wer hinter eine Marke steckt, welche Menschen und welche Philosophie – Stichwort Glaubwürdigkeit. Ob und wie sich das Ganze am Ende rechnet, das wird sich zeigen. Vielleicht spielt es im monetären Sinne auch gar nicht die erste Rolle, sondern die Geneva Watch Days werden von den Marken eher als Marketing-, denn als Verkaufsevent verstanden.

Aber: Eine Messe wie die Baselworld ersetzen die Geneva Watch Days nicht. Auch wenn die Hotels und Boutiquen durchaus eine authentischere Atmosphäre bieten als eigens für einen temporären Messeeinsatz gebaute Stände – mir fehlte doch Entscheidendes: Der Trubel auf den Gängen, das oft mehrfache Treffen von netten Menschen und Kollegen in Halle A, B und C, die man immer nur auf dieser einen Messe trifft, das Stolpern über Neuheiten, die man gar nicht auf dem Schirm hatte, die unerwartete Netzwerkerweiterung, der Messeklatsch und so weiter. All das bietet eigentlich nur eine große zentrale Veranstaltung.

Die September-Ausgabe von WatchPro Deutschland bietet Ihnen die spannendsten Uhren-Neuheiten aus Genf und weitere spannedne Branchen-Geschichten.

Die September-Ausgabe kann als Printausgabe kostenfrei bestellt werden. Hier geht es zur digitalen Ausgabe.


Die Themen der September-Ausgabe:

  • Das Große Interview mit Stefanie Mändlein: „Wir sehen die Inhorgenta Munich an Europas Spitze.“
  • Vom Spirit einer Vintage-Uhr (4): „Jumbo“ von Omega
  • Story: Erster Pop-up-Store „Deutsche Uhren“
  • Goldammer: „Wir wollen der weltweit größte Anbieter für klassische Vintage-Uhren werden.“
  • Wolf: „2020 wird besser als 2019!“
  • Grand Seiko: 60 Jahre und kein bisschen leise
  • Pointtec: Bauhaus-Zeitmesser aus einem Bauhaus-Gebäude
  • WMHB: E-Magazines

Tags : augustGoldammerinhorgentaomegapointtecSeikoWMHBwolf
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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