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WatchPro Deutschland – Mai-Ausgabe 2021

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Zweidimensional: Die digitale Watches & Wonders Geneva war gut und in weiten Teilen auch sehr professionell gemacht. Das ändert nichts daran, dass das, was da über die Bildschirme der internationalen Uhren-Community flimmerte, zweidimensional war.

Was fehlte, war die dritte Dimension, die Tiefe. Und damit meine ich nicht nur die physikalische, räumliche und sinnliche Tiefe, die es einem erlaubt hätte, die Zeitmesser der neuesten Generation optisch und haptisch in ihrer Gesamtheit zu erfassen.

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Es fehlte auch die Tiefe bei der Kommunikation von Mensch zu Mensch: der vertraute Dialog abseits von Gruppen-Präsentation, die spontane Eingebung und Idee, das zufällige Kennenlernen spannender Persönlichkeiten, das Wiedertreffen von alten Bekannten und das fröhliche Beisammensein am Abend.

Dies ging offensichtlich nicht nur mir so. Fast jede digitale Präsentation endete mit dem Satz: „Ich hoffe, Sie bald wieder persönlich zu treffen.“

Das wünschen sich auch die Juweliere, wenn sie an das erste Quartal 2021 denken. Deren Umsätze liegen nach Hochrechnungen des Handelsverband Juweliere (BVJ) in den ersten drei Monaten dieses Jahres örtlich zwischen 65 und 80 Prozent unter dem Schnitt der letzten Jahre.

„Wir verkaufen Emotionen und Glücksgefühle – die lassen sich über den Bildschirm nur bedingt vermitteln“, so BVJ-Präsident-Stephan Lindner.

Von der Corona-Krise hingegen völlig unbeeindruckt zeigt sich nach wie vor das Geschäft mit gebrauchten Luxusuhren. Das wird auch daran deutlich, dass aktuell scheinbar die Einstellung be[1]stimmter Modelle für mehr Aufsehen in der Branche und unter Sammlern sorgt als die Vorstellung neuer Uhren. Anbieter – seien es Privatpersonen oder die entsprechenden Plattformen und Händler – freuen sich angesichts explodierender Angebotspreise natürlich über den Hype. Ob die Preise dann aber auch gezahlt werden, muss sich noch erweisen.

Ob sich die Anbieter der neuen Kollektionen, sprich Juweliere, über diese Entwicklung freuen können, ebenso. Springt der – zumindest mediale – Hype um die Auslaufmodelle von Patek & Co. auf die neuen Zeitmesser über?

Oder wird es irgendwann gar nicht mehr um die Schönheit und Raffinesse von Uhren gehen, sondern nur um deren Potenzial als Investitionsobjekt? Angesichts der großen Vielfalt, die die Uhrenkreateure – sei es von großen Marken oder kleinen Nischenanbietern – immer wieder erschaffen, wäre es ausgesprochen schade. Und noch nicht einmal mehr zweidimensional …


Die Themen der Mai-Ausgabe

Zeitzeichen III: Hamilton Electric Ventura – von der ersten Knopf-Zelle zu Elvis

Branche: Strukturveränderungen im Handel mit Uhren und Schmuck

Watchfinder & Co.: Die Frauen hinter den Uhren

Zenith steigt in den Pre-owned-Handel mit den eigenen Uhren ein

Watches & Wonders: Virtuelle Neuheiten-Parade

Rolex: Auf die Größe kommt es an

Chrono24: Auslaufmodelle beflügeln den Pre-owned-Uhrenmarkt

Baume & Mercier: Ein Original im aktuellen Zeitgeist

Patek Philippe: Die „Nautilus ist jetzt Grün“

Citizen-Botschafter: Goldene Zeit und kluge Begleiter

Ernst & Friends: Von Standard bis maßgeschneidert

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