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WatchPro Deutschland – August-Ausgabe 2020

August

Besser geht immer: Wenn man etwas betrachtet, sieht man eigentlich immer einen Optimierungsbedarf. Das sagt Lothar Schmidt, Geschäftsführer und Inhaber von Sinn Spezialuhren. Und er hat recht, besser geht immer.

Geht es um technische Aspekte wie bei der Optimierung eines Uhrwerkes, kann man sich an eindeutigen Maßstäben und Gesetzmäßigkeiten orientieren. Sobald aber der Mensch ins Spiel kommt, reichen Schieblehre, Waage und andere Messinstrumente nicht mehr aus. Juweliere wissen das. König Konsument ist wenig berechenbar und mutiert gern zur Diva mit unvorhersehbaren Wünschen. Da heißt es, mit offenen Augen und Ohren seine Kunden wahrzunehmen, um schnell und flexibel reagieren zu können.

Eine Tugend, die sich viele Aussteller auch von den Machern der Baselworld lange wünschten. Deren Unmut war kein offenes Geheimnis, sondern ein offen geäußerter Optimierungsbedarf. Es wäre also eigentlich ein Leichtes gewesen, nachzubessern – auch, um die eigene Zukunft zu sichern. Das Streben nach Optimierung ist leider ausgeblieben beziehungsweise mit Michel Loris-Melikoff zu spät gekommen. Da war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Das Ende vom Lied: eine Baselworld gibt es nicht mehr.

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Die Hoffnung, dass es dennoch den einen globalen Uhren-Event in der Schweiz bald wieder geben würde, wurde genährt durch die Abwanderung einiger Top-Marken nach Genf zur Watches & Wonders oder den Geneva Watch Days. Doch Genf wird nicht zum einzigen Uhren-Hotspot der Schweiz werden.

Für das kommende Jahr ist die Hoffnung auf das eine Schweizer Top-Event oder zumindest zeitlich und räumlich kooridnierte Events eigentlich schon gestorben. Zwar hat die MCH Group ein neues Format angekündigt, das so wie die Watches & Wonders im April stattfinden soll. Allerdings in Basel.

Hinzu kommt ein weiterer Event in Genf oder Lausanne, die „Imagination – One World One Vision“, angekündigt vom Swiss Creative Lab – für Anfang Februar. Und wer weiß, was die Swatch Group plant. Deren Hausmesse, die Time to Move, hätte in diesem Jahr eigentlich im März stattfinden sollen. Sollte dies auch in 2021 so kommen, ständen mindestens vier Schweizer Uhren-Events in drei Monaten an.

Der Optimierungsbedarf ist offensichtlich. Das geht besser!

Die August-Ausgabe kann als Printausgabe kostenfrei bestellt werden. Hier geht es zur digitalen Ausgabe.

 


Die Themen der August-Ausgabe:

  • Das Große Interview mit Lothar Schmidt: „Wir bauen keinen Verkaufsdruck auf.“
  • Uhrenmarkt: Frauen haben mehr Markenbewusstsein
  • Uli Glaser: „Es gibt Zeitmesser, und es gibt Uhren.“
  • Parmigiani Fleurier: Jenseits der „üblichen verdächtigen“ Marken
  • Technologie: Alle Breitling-Uhren bekommen einen digitalen Pass
  • Wolf: Maßgeschneidert für eine herausfordernde Zeit
  • Red Dot: Die Punkte sind vergeben

 

Tags : augustbreitlingparmigianiRed DotSinn SpezialuhrenUli Glaserwolf
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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