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WatchPro Deutschland – April-Ausgabe 2021

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Vorbild Wasser: Wasser ist gleichzeitig geordnet und flexibel: Es behält seine Identität, doch es passt sich den Umständen um sich herum an. Das besagt eine japanische Weisheit.

Flexibel sein und sich den Umständen anzupassen, das gehört in Corona-Zeiten wohl zu den größten Herausforderungen, auch für die Protagonisten der Uhrenwelt. Angefangen beim Handel, der nicht nur mit den sich rasant ändernden Konsumgewohnheiten umgehen muss, sondern zudem schnell auf die sich gefühlt täglich verändernden Regelungen im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung reagieren muss.

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Und dabei soll der Juwelier nicht nur immer auf dem neuesten Stand des gültigen Regelwerks sein, sondern auch noch als Persönlichkeit positive Stimmung und angenehmes Ambiente für die (Online-)Einkaufslaune verbreiten – und natürlich immer die aktuellen Modelle parat haben.

Und da wären wir bei den Marken, Herstellern und Lieferanten. Denen kann man derzeit wahrlich nicht vorwerfen, dass sie mit Neuheiten geizen. Viele davon werden in limitierter Anzahl auf den Markt gebracht. Geschuldet ist dies auch der unsicheren Perspektive beim stationären Handel und dem entsprechend stockenden Durchverkauf. Parallel dazu lässt der Hunger von Uhrensammlern und -liebhabern nach Neuheiten für ihre Schatullen und Safes jedoch nicht nach.

„Sammler sind für uns ein planbareres Fundament als jene Kunden, die vielleicht nur einmal im Le[1]ben eine Uhr von Lange kaufen – auch wenn die von uns natürlich mit der gleichen Freundlichkeit bedient werden“, sagte Wilhelm Schmid, CEO von A. Lange & Söhne, Ende Januar dem Handelsblatt.

Geschlossene Juweliere, Boutiquen und Flughafenstores auf der einen Seite, Nachfrage nach exklusiven Zeitmessern auf der anderen Seite. Wohin führt das? E-Commerce. Allein die Swatch Group konnte im vergangenen Jahr den Umsatz der eigenen Onlineshops um 70 Prozent steigern.

Und der Juwelier? Auch der muss sich nach dem Vorbild des Wassers in der japanischen Lebensweisheit anpassen. „Es bleibt für stationäre Händler eine große Herausforderung, Exzellenz im Onlinegeschäft aufzubauen. Wenn es zum Onlinekauf kommt, schaffen es daher viele stationäre Händler nicht, auch hier die erste Wahl bei den Kund:innen zu sein“, meint zum Beispiel Professor Dr. Werner Reinartz, Universität zu Köln und Direktor der IFH Förderer.

Es bleibt also viel zu tun, auch wenn Corona hoffentlich bald nur noch eine kontrollierte Randerscheinung unseres Lebens sein wird. Es kann sich lohnen, denn Wasser hat die Kraft, Steine zu zerreiben. Auch das besagt ein japanisches Sprichwort.


Die Themen der April-Ausgabe

Schweizer Uhrenindustrie: Ein Viertel des Umsatzes macht Rolex

Laco: Ausgezeichnet – Zwei auf einen Blick

Zeitzeichen II: Omega „Constellation Megaquartz 2.4 MHZ“

Hessel Ruijgh, Watchfinder: Kreative Zeitmesser mit ganz eigenen Komplikationen

Guido Abeler, Engelkemper: Corona rechtfertigt keine Pause

Edifice und Scuderia AlphaTauri sind startklar

Citizen und die Nachhaltigkeit: Licht, Ananas und PET

Grand Seiko: Auf Kurs mit neuer Energie

G-SHOCK-Uhren ertragen fast alles …

Pointtec: Was tickt den da?

Drei testen, eine kaufen – Breitling startet Abo-Service für Uhren

Frederique Constant: Schnell, schneller, Monolithic

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