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Watchfinder & Co. kommentiert: Kreative Zeitmesser

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Hessel Ruijgh, Country Manager Germany bei Watchfinder & Co., gibt Antwort darauf, was eine Uhr können muss und wo der Reiz von Uhren liegt, die das Gewohnte auf den Kopf stellen und ihre Träger herausfordern.

„Auf die Frage: ‚Was muss eine Uhr können?‘, wissen Sie sicherlich die unausweichliche Antwort: ‚Die Zeit zeigen‘. Wäre sie sonst auch nichts weiter als ein sehr kompliziertes Armband?

Zahlreiche Uhren jedoch können viel mehr als nur das und strotzen mit Funktionen wie Druckmessern oder Gangreserve-Anzeigen. Diese Komplikationen können unheimlich aufwändig und teuer sein.

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Hessel Ruijgh, Country Manager Germany bei Watchfinder & Co.

Andere Uhren sind ebenso kostspielig, aus den gleichen Materialien gefertigt, ebenso komplex in der Herstellung und bieten an zusätzlichen Funktionen…nichts. Keine Kalender, keine Zeitzonenfunktion, nicht einmal eine kleine Datumsanzeige.

Warum sollte ein Fan mechanischer Uhren mit gesundem Verstand nun also für diese Zeitmesser die gleichen hohen Beträge bezahlen und auf die zusätzlichen Funktionen verzichten?

Nun, warum schauen Tausende gebannt auf die Laufstege in New York, Paris oder Berlin? Ein alter Wollpullover von Oma hätte die Models doch auch vor dem Frieren bewahrt. Die Modeschöpfer haben hier auch keine neue Funktion geschaffen, sie haben jedoch ihre ganze Kreativität gebündelt, um das, was es schon gibt, komplett neu zu denken, mit frischen Ideen zu spielen und alles Gewohnte auf den Kopf zu stellen. Kurz eben das, was ein Schöpfer macht: Neues Schaffen.

SevenFriday V1-01

Nur wer dies nachvollziehen kann, kann vielleicht den Reiz einer Uhr wie der SevenFriday V1-01′ verstehen. Aber Vorsicht: So wie das Laufen in den Haute-Couture-High-Heels möglicherweise nicht ganz so einfach ist, wie in den alten Lieblingsturnschuhen, so muss auch hier der Umgang gelernt sein:

Der einzige Zeiger der Uhr zeigt nicht – wie die klassischen Einzeiger-Uhren – etwa die Stunden an, sondern nur die Minute. Die Stunden werden durch die Zentralscheibe angezeigt, bei der die darauf angegebenen Zahlen, zum Beispiel +4, auf die Stunden des 1/3-Zifferblattes hinzugerechnet werden.

Auch die schwarze, dezentrale Sekundenscheibe funktioniert in gleichem Maße. Wo der Träger also die Zeit vor sich hat, stehen Andere vor einem Rätsel – perfekt für Feiern. Nun werden diese wohl noch einige Zeit nicht stattfinden können, mit der SevenFriday’ wird aber tatsächlich jeder Wochentag ein bisschen zum Freitag.

Corum Bubble L390/03337

Etwas weniger kurzweilig stellt sich die Corum Bubble L390/03337′ dar und erinnert die zartbesaiteten Gemüter unter uns an die eigene Vergänglichkeit, währenddessen die mutigen Rebellen mit dem Totenkopf auf dem Zifferblatt die Parallelen ihrer Wesenszüge zu den Blackbeards und Störtebekers dieser Welt hervorheben können.

Mutig ist aber hier nicht nur der Träger, sondern auch die Art und Weise, wie auf das klassische Zeigerdesign komplett verzichtet wird: Um die Zeit zu zeigen, bietet die Uhr einen kleinen Kreis für die Minuten, beziehungsweise einen großen Kreis für die Stunden, welche – ähnlich einer Seifenblase – um die Indizes wandern.

Wer die Uhr im Profil betrachtet, weiß jedoch, dass der Name Bubble von anderer Natur ist: Das extrem gewölbte Saphirglas ist das Markenzeichen dieses Experiments – ganz abseits von immergleichen Seifenopern.

Chaykin Carpe Diem

Wer bis jetzt die Beine noch nicht in die Hand genommen hat, kommt in den Genuss von weiteren Gebeinen: Die Carpe Diem’ ist ein Kunstwerk des russischen Uhrmachers Konstantin Chaykin, dem ungekrönten König der alternativen mechanischen Zeitanzeige.

Das über einem Totenschädel thronende Abbild von Kronos, dem griechischen Gott der Zeit, mahnt hier unmissverständlich, die Zeit voll auszukosten, das Leben zu feiern und immer wieder Neues zu probieren. Chaykin selbst macht es hier vor: Die Minuten werden durch die Indizes auf der Sanduhr angezeigt, die durch raffinierte Mechanik den Anschein hat, als würde tatsächlich der Sand in ihr verrinnen – wie die Minuten, die uns noch bleiben.

Die Symboliken aus der klassischen Mythologie, inklusive astrologischen Zeichen für den Wochentag, sollen nicht nur die Zeit, sondern auch die Mystik aus tausend Jahren Geschichte und Geschichten abbilden.

A. Lange & Söhne Zeitwerk

Mit weniger klassischer Mythologie, als doch klassischer Uhrmacherkunst mahnt sich die Ingenieursleistung an, welche sich A. Lange & Söhne Zeitwerk’ nennt. Doch Ingenieursleistung allein würde eine Uhr nicht auf eine solche Liste bringen, wie wir sie hier gerade behandeln.

Jedoch hat sich das Maison auf eine besondere Herausforderung eingelassen: Die erste mechanische Digitaluhr zu erschaffen. Digital? Die meisten Uhren-Fans sind doch hauptsächlich den mechanischen Zeitmessern verschrieben. Richtig!

Manch einer hegt jedoch, sei es aus Design-Vorlieben, Kindheitserinnerungen oder Pragmatismus ein besonderes Faible für Digitaluhren. A. Lange & Söhne will diese beiden Welten vereinen – und wenn sie sich einer Herausforderung annehmen, ist dies nicht selten die Meisterung ebendieser: So ist für manche die Zeitwerk’ auch ein Meisterwerk.

Dass ihr Uhrwerk (denn aller guten Werke sind drei) in manchen Modellen auch mit einem ebenso komplexen Schlagwerk (denn Ausnahmen bestätigen die Regel) ausgestattet wurde, sei mal nur am Rande erwähnt.”


Watchfinder & Co. wurde 2002 gegründet und ist spezialisiert auf den Kauf, Verkauf und Austausch von gebrauchten Luxusuhren. Rund 4.000 Uhren von mehr als 70 Marken werden aktuell angeboten, die alle online und über das Netzwerk von Boutiquen und Showrooms erhältlich sind.

Alle Uhren werden von einem Team erfahrener Uhrmacher in Europas größtem unabhängigen Service-Center sorgfältig geprüft, authentifiziert und vorbereitet. Jede Uhr hat außerdem eine 24-monatige Watchfinder-Garantie.

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