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Watches & Wonders – Teil 3: Carl F. Bucherer, Chronoswiss, Maurice Lacroix, Moser & Cie., Oris und Zenith

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Der zweite Tag des Marathons Watches & Wonders Geneva ist vorüber und zahlreiche Neuheiten sind in den Online-Präsentationen über die Bildschirme der weltweiten Uhren-Community geflimmert.

Eine Auswahl der spannendsten Uhrenvorstellung zeigen wir Ihnen hier:

Watches & Wonders – Teil 1: Bulgari, Hermès, Hublot, IWC, Jaeger-LeCoultre, Montblanc

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Watches & Wonders – Teil 2: Panerai, Piaget, Rolex, TAG Heuer, Tudor und Vacheron Constantin

Carl F. Bucherer – „Manero Minute Repeater Symphony“

Gleich drei peripher gelagerte, patentierte Bewegungselemente zeichnen den neuen COSC-zertifizierten Chronometer aus: die Schwungmasse des Automatikaufzugs, der Regulator sowie das scheinbar frei schwebende Tourbillon.

Das Manufakturwerk MR3000 der „Manero Minute Repeater Symphony“ verfügt also nicht nur über einen peripheren Aufzug und ein schwebendes Tourbillon, sondern wartet jetzt auch mit einer Minutenrepetition mit peripher gelagertem Regulator auf.

Premiere feierte dieses Designkonzept mit der Patentierung des peripheren Rotors im Jahr 2008. Damals wurde ein vom Hersteller selbst entwickeltes Manufakturkaliber zum ersten Uhrwerk weltweit, das dieses Prinzip erfolgreich in Serie brachte. Mit dem 2018 eingeführten Kaliber T3000 gesellte sich zum peripheren Aufzug ein peripher gelagertes Tourbillon.

Die auf 88 Exemplare limitierte „Manero Minute Repeater Symphony“ wird jedoch vom neuen COSC-zertifizierten Manufakturwerk MR3000 mit 65 Stunden Gangreserve angetrieben, das zudem eine Minutenrepetition mit peripher gelagertem Regulator aufweist.

Der Mechanismus lässt zwei verschiedene Tonfedern erklingen, die zusammen mit dem entsprechenden Schlagwerk durch Aussparungen am Rande des Zifferblatts zu sehen sind. Ein weiteres Fenster über 6 Uhr zeigt den Regulator der Uhr, der den Takt für das Schlagwerk angibt und mittels dreier reibungsarmer Keramikkugellager peripher angebracht ist.

Die Minutenrepetition von Carl F. Bucherer beweist dabei echte Alltagstauglichkeit, denn ein ins Uhrwerk integrierter Mechanismus schützt vor unbeabsichtigtem Fehlgebrauch: Über eine separate Anzeige bei 9 Uhr lässt sich der aktuelle Status der Uhr ablesen – ein blauer Punkt zeigt, dass die Krone herausgezogen ist und stellt sicher das die Minutenrepetition nicht aktiviert werden kann. Außerdem kann die Krone nicht herausgezogen werden, solange die Minutenrepetition läuft – sie wird arretiert, während im Fenster bei 9 Uhr eine Musiknote erscheint.

Das MR3000 hüllt sich in ein Gehäuse aus 18-karätigem Roségold mit 43,8 Millimetern Durchmesser und offen gestalteten Bandanstöße. Diese speichenförmigen „Hörner“ verringern die Masse des Gehäuses und verstärken so den melodiösen Klang der Uhr. Das Zifferblatt aus 18 Karat Weißgold ist von Hand galvanisiert und weist eine fein gekörnte Struktur auf. Zeiger und Stundenindizes bestehen ebenfalls aus 18 Karat Roségold.

Chronoswiss – “Flying Regulator Open Gear Pink Panther”

Mit dem „Flying Regulator Open Gear Pink Panther“ folgt Chronoswiss konsequent der eingeschlagenen Linie der letzten Jahre, die den Regulator mit dreidimensionalen Hybrid-Zifferblättern und mit in traditioneller Handwerkskunst gefertigtem Guilloche kombiniert.

Und der neue Zeitmesser macht seinem Namen alle Ehre. Mit seinem bis zehn Bar wasserdichten Edelstahlgehäuse mit schwarzem DLC-Coating und dem mit rosé-farbigem CVD beschichteten Zifferblatt ist er aber nicht nur ein echte Statement am Handegelenk.

Die Farbe Pink lässt wohl niemanden kalt, aber die meisten irren sich über ihre Geschichte. Denn in etwa bis zum Zweiten Weltkrieg war es üblich, kleine Mädchen in Blau und Jungen in Rosa zu kleiden.

In jüngerer Vergangenheit stand sie dann für nonkonformistischen kulturellen Fortschritt, wie man an der Pop-Art der 1960er- und 1970er-Jahre, den Pink Panther-Cartoons, die 1969 auf Sendung gingen, den pinkfarbenen Mohikaner-Frisuren britischer Punk-Bands der späten 1970er- oder in der Computerkunst der 1990er-Jahre erkennen kann.

Und als konformistisch lässt sich die Konstruktion des pinkfarbenen Hybrid-Zifferblattes ebenfalls nicht bezeichnen. Insgesamt besteht es aus mehreren Ebenen und 42 Teilen.

Auf der Rückseite entdeckt man das automatischen Kalibers C.299 mit Sekundenstopp und 42 Stunden Gangreserve. Hauptprotagonist ist der skelettierte Rotor, der nicht nur mit Côtes de Genève und Spiralschliff verziert wurde, sondern ganz konsequent auch eine rosa CVD-Beschichtung im gleichen Farbton wie das Zifferblatt trät.

„Wer auf Mainstream steht, wird bei uns nicht glücklich. Wir stellen mechanische Zeitmesser in unangepasstem Design her – meistens in kleinen Serien mit einer Auflage von 35 oder 50 Stück“, erklärt Chronoswiss Designer und Guilloche-Meister Maik Panziera.

Maurice Lacroix – „Aikon Master Grand Date”

Das ikonische Modell der Marke hat einen neues Uhrwerk und eine neues Design erhalten. Der tickende Neuling ist das Manufakturkaliber ML331 mit dezentrierter Anzeige und Großdatum. Es ist eine Weiterentwicklung des automatischen Manufakturwerks von Maurice Lacroix und gewährt den Blick auf die Unruh durch eine große skelettierte Öffnung im Zifferblatt.

Die große abgerundete und skelettierte Unruhbrücke, die bei 8 Uhr zwischen dem Glas und dem Saphirglasboden zu schweben scheint, gibt den Blick auf das Regulierorgan frei.

Direkt darüber hat Maurice Lacroix bei 10 Uhr ein neues Großdatumsmodul mit doppeltem Fenster angeordnet. Dieses ist nicht etwa aufgesetzt, was eine zusätzliche Dicke bedeutet hätte, sondern in die bestehende Bauhöhe des Kalibers integriert. Auch die dezentrierte kleine Sekunde bei 4 Uhr ist offen gestaltet. Ihr Zeiger ist über einer Vertiefung angebracht, die das Kaliber ML331 offenbart.

Moser & Cie. – „Endeavour Tourbillon Concept Tiger’s Eye”

Moser & Cie. nutzt den besonderen Schimmer des Natursteins Tigerauge für das Zifferblatt diesen neuen Modells, das in zwei Referenzen erhältlich ist.

Wie nicht ungewöhnlich bei Moser & Cie trägt das Zifferblatt der „Endeavour Tourbillon Concept Tiger’s Eye“ weder Logo noch Indizes. Dafür hat es aber ein Fenster bei 6 Uhr, das das fliegende Minutentourbillon in den Blick rückt.

Tigerauge ist ein Edelstein, eine mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz. Es wird aus Amosit gebildet, dessen Fasern durch einen natürlichen Umwandlungsprozess, der sogenannten „Pseudomorphose“, teilweise durch Kieselsäure ersetzt werden. Diese Fasern, die sich in feinen Schichten ablagern, erzeugen die schillernden Effekte, die den Stein so lebendig erscheinen lassen. Tigerauge existiert in vielen verschiedenen Varianten mit einer Farbpalette von Graublau über Goldbraun bis hin zu Rötlichbraun. Die blaue Varietät, deren Farbe durch Einlagerung von parallelfaserigem Krokydolith und Kieselsäure erzeugt wird, ist als Falkenauge bekannt. Nimmt der Naturstein eine rote Färbung an, wird er als Ochsenauge bezeichnet.

Dazu CEO Edouard Meylan:

„Mit der ‚Endeavour Tourbillon Concept Tiger’s Eye‘ möchten wir die Strahlkraft des Tigerauges auf ausgesprochen moderne Weise ins Licht rücken. Dabei waren die 1970er-Jahre im Hinblick auf die Designsprache und die ästhetischen Trends eine große Inspirationsquelle für uns. Tigerauge war zu dieser Zeit sehr populär und wurde bei einer Reihe von Uhren präsentiert, mit einem Look, der an das Barock oder Rokoko erinnerte. Wir haben uns für eine entgegengesetzte Interpretation entschieden: minimalistisch und zurückhaltend, mit einem Tigerauge-Zifferblatt ohne Logo oder Indizes, das nur mit dem fliegenden Tourbillon bei 6 Uhr geschmückt ist.“

Der Zeitmesser ist in zwei Variationen erhältlich: Weißgold mit Falkenauge und Rotgold mit Ochsenauge. Von jeder Version werden nur 50 Stück produziert, da es sehr schwierig ist, Steine mit den regelmäßigen parallelen Linien und der Komplexität zu beschaffen.

Angetrieben werden die Uhren vom automatischen Manufakturkaliber HMC 804, das mit einer unternehmensintern entwickelten und hergestellten, flachen Doppelspirale ausgestattet ist.

Oris – „Divers Sixty-Five Cotton Candy“

Mit dem Frühling kommt neue Hoffnung und damit (mehr denn je in diesem Jahr) Licht am Ende eines langen, dunklen Tunnels. Einen solchen Effekt beabsichtig Oris auch mit den neuen „Divers Sixty-Five Cotton Candy“-Modellen, die in fröhlichen Farben designt wurden, um jedem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Die für die „Hölstein Edition 2020“ entwickelte Kombination aus Gehäuse, Lünette, Krone und Armband aus Bronze wurde aufgegriffen und mit einer peppigen Farbpalette ergänzt. Die 38-Millimeter-Modelle gibt es in Sky Blue, Wild Green und Lipstick Pink.

Jedes Modell wird von dem mechanischen Swiss-Made-Automatikuhrwerk Oris 733 mit 38 Stunden Gangreserve angetrieben, ist mit einem gewölbten Saphirglas sowie mit Zeigern und Indizes mit Superluminova ausgestattet sowie bis zehn Bar wasserdicht.

Getragen wird die “Cotton Candy” an einem bronzefarbenen Lederband oder an einem Bronze-Gliederband.

Zenith „DEFY 21 Spectrum“

Funkeln, Farbe und Frequenz – das sind die Hauptthemen der neuen Kollektion „DEFY 21 Spectrum“. Dabei findet die Farbe nicht nur auf dem Zifferblatt statt. Stattdessen hat Zenith alle anderen Elemente der Uhren mit kräftigen Farbtönen versehen. Ob Chronographenwerk, bei dem ein innovatives Pigmentationsverfahren angewandt wurde, oder edelsteinbesetzte Lünette – das Bekenntnis zur Farbe ist unübersehbar. Illustrieren soll es die eigentliche Meisterleistung der neuen Uhr, die Hochfrequenz.

Denn das Herzstück, das El Primero 21, schlägt mit 50 Hz (360.000 Halbschwingungen pro Stunde). Damit ist die „DEFY 21“ der schnellste Chronograph in Produktion und einziger, der eine Hundertstelsekunde präzise messen und lesbar anzeigen kann.

Benannt nach dem Farbbereich, der durch die verschiedenen Wellenlängen des sichtbaren Lichts erzeugt wird, besteht die Kollektion aus fünf Modellen, die verschiedene Frequenzen des Lichts widerspiegeln.

Das gemeinsame Element der fünf Modelle ist das 44-Millimeter-Gehäuse aus Edelstahl, das mit 288 weißen Diamanten im Brillantschliff verziert wurde.

Jede Version verfügt über eine Lünette mit 44 Edelsteinen im Baguetteschliff, farblich passende Uhrwerke und dazu abgestimmte Kautschukarmbänder:

grüne Tsavorite für die grüne Version, orangefarbene Saphire für die orangefarbene Variante, blaue Saphire für das blaue Modell, Amethyste für die violette Edition und schwarze Spinelle für die Version in Schwarz.

Jede Farbvariante ist auf zehn Exemplare limitiert.

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