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Verhaltene erste Shopping-Tage nach der Corona-Pause

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Seit einer Woche dürfen viele Läden wieder öffnen. Die erhoffte große Anfrage blieb aber aus, die Umsätze blieben hinter denen des Vorjahres weit zurück.

„Man konnte deutlich beobachten, dass nach der langen Phase der Schließung viele Kunden Bedarfskäufe getätigt haben. Der modische Aspekt stand im Hintergrund“, sagte etwa ein Sprecher von Deutschlands größtem Schuhhändler Deichmann, der rund 90 Prozent seiner etwa 1.200 Filialen in Deutschland wieder geöffnet hat. Es würden überproportional viele Kinderschuhe gekauft. „Hier gab es offenbar den größten Nachholbedarf.“

Auch eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) ergab, dass die Kauflaune der Verbraucher noch nicht zurückgekehrt ist. Lediglich 40 Prozent des normalen Geschäftsvolumens sei erreicht worden, hatte der HDE berichtet: „Die Umsatzverluste werden vielfach nicht aufzuholen sein“.

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Ein Grund für die Zurückhaltung der Kunden könnten die unübersichtlichen Regelungen sein, vermutet Marco Atzberger vom Kölner Handelsforschungsinstitut EHI.

„Die Verbraucher sind verwirrt, welcher der größeren Shopping-Magnete überhaupt offen hat oder mit welchen Einschränkungen bei Sortiment und Fläche.“ Auch könnten die notwendigen Hygienemaßnahmen dazu führen, dass „die Kunden den Trip in die Einkaufsstraße lieber ausfallen“ lassen und sich „die Zeit beim Online-Shoppen auf dem Sofa“ vertreiben.

Die ab heute fast überall in Deutschland geltende Masken-Pflicht verbessert die Shopping-Atmosphäre nicht.

Tags : CoronaEHIEinzelhandelHDELockdownLockerungShutdown
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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