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Union Glashütte und der doppelte Brückenschlag

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Die 1893 von Johannes Dürrstein gegründet Marke Union Glashütte, die seit dem Jahr 2000 zur Schweizer Swatch Group gehört, beherrscht bekanntermaßen nicht nur die hohe Kunst der Uhrmacherei, sondern auch den Brückenschlag zwischen zwei Welten – und das sogar in zweierlei Hinsicht.

Bestens gelaunt gibt sich Franz Linder, seit Mitte letztens Jahres CEO von Union Glashütte ist, bei der Neuheiten-Präsentation im Hamburger Hotel Fontenay Anfang September. Und er bestätigt meinen Eindruck, dass sich die Marke in den letzten Jahren verändert hat, moderner und mutiger bei den Designs geworden ist.

„Hinsichtlich der Farb- und Zifferblattgestaltung hat sich tatsächlich einiges getan. Und das ist gut für die Marke. Wir bemerken sehr deutlich, dass die Uhren gut beim Endkunden ankommen.“

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Dabei geht man allerdings sehr behutsam vor, denn schließlich gilt es auch, die eigene DNA zu wahren, die auch auf der langen Historie und Tradition der Marke beruht.

Brückenschlag Nummer 1

„Die große Herausforderung für Marken wie Union Glashütte, die über ein echtes uhrmacherisches Erbe verfügen, besteht darin, mit der Zeit zu gehen und gleichzeitig sich und der eigenen Geschichte treu zu bleiben“ erläutert Franz Linder Brückenschlag Nummer 1, also den zwischen Vergangenenheit und Gegenwart.

„Wir arbeiten dafür viel mit den Themen Größe, Farbe, Armbandvarianten aus Textil, Stichings und so weiter. Das sind auf den ersten Blick kleine Veränderungen beziehungsweise Interpretationen, sodass der Kunde die Uhr immer noch als eine ‚Noramis‘ oder ‚Belisar‘ erkennt. Zugleich entsteht aber ein frischer und moderner Eindruck. Und so erreichen wir auch eine neue, jüngere Zielgruppe, die nach einer Uhr sucht, die zum Anzug genauso gut passt wie zum Freizeitoutfit.“

Und mit typisch schweizerischem Understatement ergänzt der CEO:

„Ich glaube, das machen wir nicht allzu schlecht.“

Das bescheinigt er der Marke auch für das Preis-Leistungs-Verhältnis. „Unser Anspruch ist es, in einem festgelegten Rahmen zu bleiben und nicht weiter mit dem Preis nach oben zu gehen. Uns geht es um tolle Qualität zu bezahlbaren Preisen. Dabei ist Union Glashütte technisch immer auf dem neusten Stand, zum Beispiel mit dem Einsatz von Siliziumspiralen. Bei uns bekommen Sie wirklich viel Uhr für Ihr Geld“, betont Linder – und ist damit bei Brückenschlag Nummer 2 angelangt.

Brückenschlag Nummer 2

Denn das der hohe technische Anspruch mit einer attraktiven Preisgestaltung einhergehen kann, ist natürlich auch der Zugehörigkeit zu einem Konzern wie der Swatch Group geschuldet – und der hat seinen Sitz in der Schweiz und nicht in der sächsischen Uhrenstadt Glashütte. Das bedeutet, dass in einer Union Glashütte auch immer ein Stück Schweiz steckt.

Für Franz Linder ist das kein Problem, im Gegenteil. „Es gibt bestimmte Komponenten, die bekommen Sie nur in der Schweiz, zum Beispiel die Siliziumspiralen. Um aber für Klarheit zu sorgen, gibt es ja die Norm für Made in Glashütte und diese halten wir selbstverständlich streng ein.“

Neuheiten

Für die Neuheiten gilt natürlich auch, dass sie Brückenschlag 1 und 2 gekonnt umsetzen. Am klassischsten fällt dies bei den drei Chronographen-Varianten der „Noramis“ aus, die sich in einem neuen Design präsentieren – und trotzdem allesamt echte „Noramis“-Vertreter sind.

Die zeitlosen Klassiker im Retro-Stil zeigen sich mit einem gewölbten Saphirglas, das freien Blick auf das Zifferblatt bietet – ganz ohne Lünette. Das lackierte Zifferblatt erscheint insgesamt offener und aufgeräumter und die neuen Pilzdrücker im Stil der 1950er- und 1960er-Jahre-Bauweise heben den Vintage-Charakter der Uhr noch weiter hervor.

Die Dress-Watch-Chronographen passen sich mit ihren bis zehn Bar wasserdichten 42-Millimeter-Edelstahlgehäuse dem aktuellen Downsizing-Trend an. Im Inneren sorgt das Automatikwerk UNG-27.S2 mit Siliziumspirale für Präzision, und zwar mit einer Gangreserve von 60 Stunden.

Den „Noramis“-Chronographen gibt es in drei Ausführungen: schwarzes Zifferblatt mit Milanaisearmband, weißes Zifferblatt mit schwarzem Kalbslederarmband und silbernes Zifferblatt mit rosé-goldenen Ziffern und braunem Kalbslederarmband.

Die von Franz Linder angesprochene Farbe kommt bei der neue Noramis Datum Sport“ ins Spiel. Sie ist die erste Taucheruhr dieser Linie, und so umgibt das gewölbte Saphirglas eine einseitig drehbare Lünette, gefertigt aus schwarzer Keramik, und das 42-Millimeter-Gehäuse gewährt einen Wasserdichtigkeit bis 20 Bar.

Das wirklich Augenfällige an der Uhr ist aber das Dégradé-Zifferblatt: Die Farbe verläuft changierend von strahlend-hell in der Mitte zu dunkel am äußeren Rand. Bei diesem Farbspiel hat man die Wahl zwischen Blau, Anthrazit und Turquoise. Dahinter tickt das Automatikwerk UNG-07. SI, ebenfalls ausgestattet mit Siliziumspirale und 60 Stunden Gangreserve.

Dieses treibt auch die „Seris Datum“ an und übernimmt so bei den beiden neuen Modellen mit 33-Millimeter-Edelstahl-Gehäuse den traditionellen, technischen Part. Dieser wird mit dem Hier und Jetzt verbunden, und zwar in Form angesagter, femininer Designs mit strukturiertem Zifferblatt in Champagner oder mit schimmerndem Perlmutt.

Genau ein Dutzend funkelnde Akzente unter dem gewölbten Saphirglas setzten die Diamant-Indizes. Hinzu kommen jeweils zwei Wechselarmbänder. So hat die Trägerin stets die Wahl zwischen Leder in Schwarz oder Weiß sowie grauem Satin.

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