Home Hintergründe

Umsätze an Black Friday und Singles’ Day übertreffen das Weihnachtsgeschäft

0

In Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen und Brasilien übertreffen die Umsätze, die in der Black-Friday-Woche generiert werden, bereits die des Weihnachtsgeschäfts. Das ist ein Ergebnis des aktuellen GfK-Handelspanels.

In diesem Jahr fällt der Black Friday auf den 29. November. An diesem Tag erhalten viele Verbraucher ihr Gehalt, und der Tag liegt nur etwa drei Wochen vor Weihnachten. Ein gut gewähltes Datum also. GfK geht davon aus, dass die Umsatzerlöse des diesjährigen Black Fridays die bisherigen Rekorde übertreffen werden.

In China ist der Singles’ Day, der 2019 am 11. November stattgefunden hat, das wichtigste Shopping Event des Jahres. Er generiert im Vergleich zu einer gewöhnlichen Woche das Dreifache an Umsätzen.

Advertisement

„Sowohl Black Friday als auch Singles’ Day sind für den Handel weltweit etablierte Promotion-Wochen. Unsere Studien belegen, dass Verbraucher unabhängig davon, wo sie leben, immer für gute Angebote zu haben sind, solange diese auch wirklich einen Mehrwert liefern – also eine ehrliche Preisreduktion darstellen“, so Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail.

Zu viel Auswahl kommt nicht an

„Beide Ereignisse zahlen auf den Wunsch der Verbraucher ein, sich gute Angebote nicht entgehen zu lassen und hochwertigere Markenartikel zum bestmöglichen Preis zu ergattern. Außerdem sind die Verbraucher weltweit stets auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Leben einfacher zu gestalten. Laut unserer GfK Studie FutureBuy stimmen 42 Prozent der Verbraucher in Europa und 65 Prozent in der Region Asien-Pazifik der Aussage zu, dass es in vielen Kategorien einfach zu viel Auswahl gibt. Einen echten Mehrwert können Händler bieten, indem sie die Anzahl der Angebote reduzieren und so Verbrauchern helfen, diesen November ihre gewünschten Produkte einfacher zu finden und zu kaufen.“

Verbraucher informieren sich stärker vor dem Kauf

Die Verbraucher verwenden mehr Zeit als je zuvor darauf, sich vor einem Kauf gründlich zu informieren. Laut der GfK Studie FutureBuy geben fast die Hälfte der Verbraucher in Europa (45 Prozent) an, dass sie heute häufiger Preise vergleichen als noch vor einem Jahr. In Indonesien liegt der Anteil bei 56 Prozent, in Lateinamerika und der Türkei sogar bei 58 Prozent. Die Tatsache, dass das Shopping Event Black Friday in der Vergangenheit in einigen Märkten negativ in den Medien dargestellt wurde, hat dazu geführt, dass viele Verbraucher Angebote, Preisnachlässe und Werbeaktionen mit Vorsicht genießen und noch mehr Zeit darauf verwenden, vor dem Kauf zunächst Preise zu vergleichen.

Händler motivieren Verbraucher, höherwertige Produkte zu kaufen

Außerdem müssen die Händler darauf achten, die Gewinnspannen nicht zu verlieren und den für sie wichtigsten Verkaufszeitraum des Jahres, das sogenannte „goldene Quartal“, nicht negativ zu belasten. In Märkten wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen, Russland und Brasilien, in denen Black Friday mit dem Weihnachtsumsatz konkurriert und diesen oft bereits übertroffen hat, setzen viele Hersteller und Händler nun auf Premium-Produkte. Verbraucher werden ermutigt, eher gehobenere Modelle zu kaufen, als sich für die günstigsten Produkte im Angebot zu entscheiden.

Dieses Verlangen nach hochwertigen Produkten zeigt sich auch in der GfK-Studie GfK Consumer Life. Im Jahr 2019 gaben 47 Prozent der Verbraucher an, dass es wichtig sei, sich regelmäßig etwas zu gönnen und sich zu verwöhnen. Zudem möchte ungefähr die Hälfte (49 Prozent) lieber weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Artikel besitzen, und 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie nur Artikel von vertrauten Marken kaufen.

Alle diese Faktoren zusammen ergeben ein stimmiges Bild für die kommenden Promotion-Wochen. Herzog fasst zusammen:

„Das Erfolgskonzept wird sein, die richtigen Premiumprodukte der Verbrauchernachfrage entgegenzustellen. Passiert dies in einem überschaubaren Rahmen von ehrlichen Angeboten, werden die Verbraucher dieses Jahr leicht zu einer Kaufentscheidung kommen.“

 

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here