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Trotz Coronapandemie: Stabiles Ausbildungsplatzangebot im Einzelhandel

Genth

Der Einzelhandel bietet trotz Coronakrise weiterhin eine stabil hohe Zahl an Ausbildungsplätzen an. Das zeigen heute veröffentlichte Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Juni 2020.

Demnach belegen die beiden Kernberufe des Einzelhandels erneut die Spitzenplätze und stellen damit insgesamt 11,3 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze.

Insgesamt bieten die Händler in Deutschland über 32.900 Stellen für die Kaufleute im Einzelhandel und rund 21.900 Stellen für den Beruf Verkäufer an. Laut den Daten der Bundesagentur sucht die Branche in Deutschland noch viele Auszubildende. So sind derzeit noch rund 18.400 Plätze für künftige Kauffrauen und Kaufmänner im Einzelhandel sowie für 14.000 Verkäuferinnen und Verkäufer frei.

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„Aufgrund der Coronapandemie sind sowohl die Berufsberatungen an den Schulen als auch die Ausbildungsmessen ausgefallen. Das hat viele Einzelhändler in ihrer Hauptrekrutierungsphase eiskalt erwischt“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Viele junge Menschen seien zudem verunsichert gewesen, wann und wie ihre Abschlussprüfungen an den allgemeinbildenden Schulen stattfinden. Im Ergebnis ist es in diesem Jahr für die Unternehmen schwieriger als sonst, die Ausbildungsplätze zu besetzen.

Mittlerweile laufen die Bewerbungsprozesse aber wieder normal. Die Handelsunternehmen rechnen aktuell damit, dass angesichts der Auswirkungen der Coronakrise die Bewerbungs- und Einstellungsprozesse bis in den Herbst hinein reichen werden. Der Beginn einer Ausbildung ist auch noch nach dem 1. September möglich.

„Die Chancen, kurzfristig einen Ausbildungsplatz im Einzelhandel zu bekommen, stehen sehr gut. Es sind noch viele Plätze frei. Bewerber erwartet im Einzelhandel ein vielfältiges Ausbildungsangebot mit guten Entwicklungsperspektiven“, so Genth weiter.

Neben den beiden beliebten großen Einzelhandelsberufen bildet die Branche in mehr als 60 weiteren Berufen aus, bietet kombinierte dreijährige Abiturientenprogramme aus Aus- und Fortbildung sowie duale Studiengänge an.

„Der Handel nimmt seine Verantwortung als drittgrößte Wirtschaftsbranche und als großer Ausbilder auch in dieser Zeit sehr ernst und hat die Fachkräftesicherung fest im Blick.“

Die Karriere mit Lehre ist im Einzelhandel nach wie vor die Regel. Über 80 Prozent der Führungskräfte haben in der Branche als Auszubildende begonnen.

 

Tags : AusbildungCoronaEinzelhandelGenthHDE
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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