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Tissot lässt mit der neuen „Memphis“ den Geist der 1980er-Jahre stilvoll aufleben

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Tissot-CEO Sylvain Dolla eröffnete die gestrige, digitale Neuheitenpräsentation mit einem Loblied auf den deutschen Mark:

„Nach 2020 war ich bezüglich des deutschen Marktes für Januar und Februar 2021 sehr optimistisch, da der November und Dezember fantastisch waren. Der deutsche Markt ist für uns in Europa sehr wichtig, denn die Nachfrage nach Tissot ist hier sehr groß. Daher kann ich es kaum erwarten, dass die Geschäfte in Deutschland wieder öffnen, wir COVID 19 vergessen und an das große Wachstum, das wir vor der Schließung der Geschäfte hatten, anknüpfen können.“

Neben der „PRX“ und der „Seastar 2000 Professional“ gehört die „Heritage Memphis Limited Edition“ zu den auffälligsten Neuheiten, der man auf den ersten Blick ihre Referenz auf die 1980er-Jahre ansieht – nicht ohne Grund.

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Der Ursprung

1988 tat Tissot sich mit Ettore Sottsass zusammen, dem Gründer der Memphis-Gruppe, einer italienischen Design- und Architekturbewegung. Der italienische Designer hatte eine Uhr nach seinen Vorgaben entworfen: unkonventionell, mutig, bahnbrechend und farbenfroh.

Wie seine Möbel, richtete auch dieses Modell sich nicht nach den geltenden Gewohnheiten und Regeln. Die „Tissot Sottsass“ ist rund, doch ihr Profil ist linsenförmig. Gehäuseboden und Lünette sind abgeschrägt. Sie liegen in einer geometrischen Formation übereinander, die an die Kreationen von Sottsass und das Objekt erinnern, das die Bewegung ausgelöst hat: das Totem.

Es gibt keine Bandanstöße, sondern eine Erweiterung des Gehäuses, an der das Armband befestigt wird. Die Indexe sind dick, kontrastierend und verspielt und fordern das Auge heraus. Dabei hat die „Tissot Sottsass“ natürlich auch eine funktionale Seite, die sich in der Kerbe in der Seite zeigt, die dafür sorgt, dass die Krone nicht den perfekten, vom Gehäuse geformten Kreis durchbricht.

„Die Uhr, die ich für Tissot entworfen habe, nimmt in der Struktur sowie insbesondere in ihrem grafischen Charakter bestimmte Zeichen und Mittel wieder auf, die es bereits in der Antike ermöglichten, mit dem Universum in Kontakt zu treten – zumindest im übertragenen Sinne. Zu diesen Mitteln gehört das berühmte Mandala“, sagte Ettore Sottsass über seine Uhr.

Die Neuinterpretation

2020 präsentierte Tissot eine neue „Memphis“-Kollektion, die mit dem Medien- und Handelscomeback der gleichnamigen Designgruppe einhergeht, die stark von sich reden gemacht hat.

Sie umfasst vier limitierte Referenzen auf Grundlage des Designs von Ettore Sottsass von 1988. Damit widmet Tissot sich nicht einer vollkommen neuen Gestaltung, sondern passt eines seiner historischen Designs an.

Die Zifferblätter sind ihren ästhetischen Grundprinzipien treu geblieben, haben aber einen größeren Maßstab erhalten. Das Gehäuse wurde mit gestreckteren, moderneren Linien überarbeitet. Das Glas wurde neu durchdacht und ist nun gewölbt, sodass es zum gestuften Profil von Gehäuse und Lünette passt.

Die „Tissot Heritage Memphis“ mit dem Swiss Made PreciDrive-Quarzuhrwerk fällt allein schon durch ihre mittige Sekunde ab, die nicht durch einen Zeiger, sondern durch eine kleine Scheibe mit einem Punkt angezeigt wird.

Die Gehäuseböden zeigen ein geometrisches, zufällig wirkendes Motiv, das an die Grundlage aller Memphis-Verzierungen erinnert.

Dieses Motiv wird auch auf den Innenseiten der Kautschukarmbänder wieder aufgenommen.

Zur „Memphis“-Kollektion gehören zwei, auf je 1.700 Exemplare limitierte Modelle mit einem Durchmesser von 34 Millimetern: eine Edelstahlversion mit weißem Zifferblatt und eine weitere Stahlvariante mit einer PVD-beschichteten Lünette in Gelbgold. Der UVP lautet 395 €

Die beiden anderen Modelle haben ein 41-Millimeter-Edelstahlgehäuse, wahlweise mit PVD-beschichteter Lünette in Gelbgold (limitiert auf 2.500 Exemplare) oder komplett in Schwarz inklusive eines schwarzen Zifferblatts (limitiert auf 3.000 Exemplare). Bei letztere sind lediglich die Indexe weiß, um den Kontrast herzustellen, der typisch für die Codes des Memphis-Designs ist. Der UVP beträgt 405 €.

Alle Modelle sind mit einem schwarzen Kunstlederarmband aus veganem Material ausgestattet und sie werden mit einem zweiten, austauschbaren Armband geliefert. Dabei orientiert sich Tissot wiederum an den Designcodes der Memphis-Gruppe mit der maßlosen Verwendung von Farbe mit einem Fokus auf dynamischen, grellen Popfarben.

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