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Teile der neuen „Loving Butterfly Chinchilla Red“ von Jaquet Droz sind 150 Millionen Jahre alt

JD

In Corona-Zeiten vergiss man fast, dass unsere Welt mit vielen anderen Problemen zu kämpfen hat. Dazu gehört der Klimawandel und die zunehmende Entwaldung unseres Planeten – sei es durch Waldbrände, Brandrodung oder Abholzung.

Jaquet Droz spendet deshalb einen Teil des Verkaufserlöses des neuen Automaten „Loving Butterfly Chinchilla Red“ für verschiedene Verbände, die sich für die Wiederaufforstung und den Schutz endemischer Arten einsetzen. Dazu gehören zum Beispiel „Plant a Tree for Me “ und „ One Tree Planted“.

Dafür hat die Swatch-Group-Marke ein ganz besonderes Modell kreiert. Das beginnt bei der Wahl des Materials für das Zifferblatt – vor 150 Millionen Jahren in Australien versteinertes Holz – und endet bei den technischen Rafinessen, die die Bezeichnung Automat für diesen auf 28 Exemplare limitierten Zeitmesser mehr als rechtfertigen.

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Jaquet Droz hat das sogenannte „Chinchilla Red“ verwendet. Dabei handelt es sich zu einem Mineral versteinertes Holz aus dem kleinen Ort Chinchilla in Queensland.

Vor 150 Millionen Jahren erblühte die erste Blume auf der Erde, die seinerzeit von den Dinosauriern beherrscht wurde. Gleichzeitig entwickelten sich die ersten Vögel. In eben jener Zeit soll das „Chinchilla Red“ entstanden sein, hervorgegangen aus den Ablagerungen von Vulkanasche auf Nadelbäumen, die dann von Lavaströmen mitgerissen wurden. Das Ergebnis ist ein extrem seltenes Mineral von außergewöhnlicher Dichte.

Es dauert mehrere Stunden, um die Oberfläche in Handarbeit zu glätten, damit es als Zifferblatt verwendet werden kann. Kombiniert werden die Herbsttöne des Steins mit den warmen Farbnuancen des 18karätigen Rotgolds.

Die Inspiration zu diesem Kunstobjekt lieferte eine Zeichnung mit dem Titel „Der Schmetterling, der der Liebe folgt“. Angefertigt wurde sie von dem Automaten „Der Zeichner“, den Henri-Louis Jaquet Droz bereits im Jahr 1774 erschaffen hatte.

Die „Loving Butterfly Chinchilla Red“ interpretiert es als eine dreidimensionale Reise in die Vergangenheit der Gesteine. Die neue Version setzt den kleinen Engel und den Schmetterling als klassische Metaphern der Liebe in Szene. Der kleine Wagen versinnbildlicht den Sieg, während der Schmetterling Amor verkörpert.

Der Schmetterling und der kleine Wagen bestehen aus Dutzenden festen und beweglichen applizierten Elementen, die von den Handwerkskünstlern von Jaquet Droz von Hand ziseliert wurden. Das Ensemble ist eingebettet in eine Naturkulisse aus Gold, deren Verzierungen beiderseits des Zifferblatts entspringen.

Doch damit nicht genug.

Eine anspruchsvolle uhrmacherische Komplikation haucht der naturalistischen Szene Leben ein. Die Flügel des Schmetterlings flattern im Takt. Mit ihrer Anordnung dicht am Saphirglas vermitteln sie den Eindruck, als wolle der Schmetterling tatsächlich aus der Uhr herausfliegen. Auch die Räder des kleinen Wagens bewegen sich, wobei einige der Speichen sich drehen, während andere feststehen: Eine optische Täuschung, die sich Pierre Jaquet Droz bereits vor knapp drei Jahrhunderten zunutze machte.

Die UVP lautet 127.600 €.

 

 

Tags : Automatbutterflyjaquet drozswatch group
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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