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TAG Heuer und Porsche machen ihre langjährige „Freundschaft“ offiziell

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Nachdem die LVMH-Marken Bulgari, Zenith und Hublot bereits auf der LVMH Watch Week Ende Januar in Dubai ihre Neuheiten präsentiert hatten, zieht die vierte im LVMH-Bunde TAG Heuer nun nach und launcht nicht nur eine neue Uhr, sondern gleich eine neue Partnerschaft – mit einem alten Bekannten.

Der Schweizer Uhrenhersteller TAG Heuer und der deutsche Sportwagenbauer Porsche haben gestern ihre neue Partnerschaft bekannt gegeben – und die ist für eine jahrzehntelange Kooperation ausgelegt, wie Frédéric Arnault, CEO von TAG Heuer, beim digitalen Launch betonte.

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Und das überrascht viele, wie Detlev von Platen (im Bild rechts), Mitglied des Vorstandes Vertrieb und Marketing bei der Porsche AG, berichtet. „Wenn ich erzähle, dass wir nun eine strategische Partnerschaft eingehen, wird meist sehr überrascht reagiert. Denn jeder, der unsere Marken kennt, war davon überzeugt, dass wir bereits seit über 50 Jahren als Partner zusammenarbeiten. Darum ist unsere Entscheidung für diese Partnerschaft ganz natürlich, authentisch und fantastisch. Denn Porsche und TAG Heuer teilen verschiedene Meilensteine in ihrer Geschichte.“

„Mit dieser Partnerschaft schließen sich TAG Heuer und Porsche nach Jahrzehnten von Begegnungen endlich zusammen und werden bisher unerreichte Erlebnisse und Produkte für Kunden und Fans beider Marken erschaffen, die unsere Werte und Begeisterung teilen“, ergänzt Arnault (im Bild links)

Verbindende Meilensteine und Jahrzehnte

Zu den wichtigsten Eckpfeilern dieser verbindenden Begegnungen gehört zweifelsohne Carrera.

Ferdinand Porsches Sohn Ferdinand Anton Ernst, auch „Ferry“ genannt, stieg 1931 im Alter von 22 Jahren in die Automobilmanufaktur seines Vaters ein und gründete 1948 die nach der Familie benannte Automarke. Innerhalb weniger Jahre machte Porsche sich durch weltweite Erfolge im Motorsport einen Namen – darunter ein Klassensieg bei der „Carrera Panamericana“ von 1954. Zu Ehren seiner erfolgreichen Teilnahme an diesem Rennen benannte Porsche den seinerzeit leistungsstärksten Motor nach dem legendären Rennen.

Edouard Heuers Urenkel Jack leitete das Familienunternehmen über Jahrzehnte hinweg. Im Jahre 1963 kreierte er den ersten „Heuer Carrera“-Chronographen – entwickelt, damit Rennfahrer die Zeit auf einen Blick auch in der Hitze des Geschehens ablesen konnten.

Dieser Zeitmesser und die Carrera-Modelle von Porsche brachten Porsche und Heuer erstmals im Geiste der Carrera (das Wort stammt aus dem Spanischen und bedeutet „Rennen“) zusammen.

Jack Heuer war auch verantwortlich für die „Heuer Monaco“, den ersten wasserdichten automatischen Chronographen mit quadratischem Gehäuse. Der Name erinnerte an den Großen Preis von Monaco und an die berühmte Rallye Monte Carlo, die Porsche drei Jahre in Folge – 1968 bis 1970 – mit seinem legendären 911er-Modell gewann.

Als Alternative zu einer kostspieligen Werbekampagne setzte Jack Heuer übrigens auf ein kreatives Sponsoring- Arrangement mit dem Rennfahrer und Porsche-Händler Jo Siffert aus Freiburg in der Schweiz. So sollte die Verbindung zwischen Heuer und Porsche weiter gefestigt werden.

Bei der Premiere des Films „Jo Siffert: Live Fast – Die Young“ im Jahre 2005 erinnerte sich Jack Heuer an die Bedingungen ihres Vertrags: „Für ein Entgelt von 25 000 CHF platzierte er unser Logo auf seinem Wagen und seinem Anzug. Darüber hinaus konnte er unsere Uhren zum Großhandelspreis erwerben und dann mit erheblichem Gewinn an andere Rennfahrer weiterverkaufen, was er auch äußerst erfolgreich tat: Zum Ende der Saison 1969 trug fast die Hälfte der Formel-1-Fahrer Uhren von Heuer!“

Diese Verbindung bewog auch Steve McQueen im Jahre 1970 dazu, während der Dreharbeiten zum Film Le Mans, in dem er einen Porsche 917 fuhr, das Heuer Logo auf seinem Rennanzug zu tragen. Der amerikanische Schauspieler sagte damals: „Ich fahre das gleiche Auto wie Jo Siffert, also will ich auch den gleichen Anzug tragen.“

Und es gibt eine weitere – formellere – Verbindung zwischen Porsche und TAG Heuer. Gemeinsam entwickelten und produzierten die beiden Unternehmen den TAG-Porsche-Motor, mit dem das McLaren-Team drei Jahre in Folge den Formel-1-Weltmeistertitel gewann: 1984 mit Niki Lauda und 1985 sowie 1986 mit Alain Prost.

Im Jahre 1999 wurde die Beziehung beider Unternehmen durch ihre Kollaboration bei Motorsport- Events wie dem Porsche Carrera Cup, dem Supercup und schliesslich der Endurance Weltmeisterschaft noch enger – doch dies war nur der Anfang.

Als einer der Gründer der Formel-E-Meisterschaft half TAG Heuer, die Sichtbarkeit dieser spannenden Rennen, an denen ausschließlich einsitzige, elektrisch angetriebene Fahrzeuge teilnehmen, zu erhöhen. Porsche stellte 2019 sein eigenes Formel-E-Team auf, mit TAG Heuer als Namensgeber und offizieller Zeitmessungspartner und legte damit den Grundstein für eine noch engere und umfassendere Zusammenarbeit.

Und heute, im Jahr 2021, ist aus dieser „wunderbaren Freundschaft“ eine vollwertige, offizielle Markenpartnerschaft geworden.

Meilensteine der Zukunft

Neben ihrer umfassenden Zusammenarbeit im Bereich des Motorsports und E-Sports haben TAG Heuer und Porsche eine weitere gemeinsame Leidenschaft – oder genauer gesagt, zwei: Golf und Tennis. Der Golfsport steht seit einigen Jahren im Mittelpunkt der Entwicklung der „Connected“ von TAG Heuer, und die TAG-Heuer-Golf-App wird von vielen Golfspielern weltweit genutzt.

Auch Porsche ist im Golfsport aktiv – als Organisator des „Porsche Golf Cup World Final“ und als Sponsor der „Porsche European Open“ seit 2015. An beiden Veranstaltungen wird TAG Heuer sich künftig ebenfalls beteiligen.

Auch im Tennis richtet Porsche ein eigenes Turnier aus. Beim „Porsche Tennis Grand Prix“ in Stuttgart wird TAG Heuer künftig der offizielle Zeitmessungs-, Uhren- und Chronographen-Partner sein. Für TAG Heuer ist dies angesichts seiner prominenten Präsenz bei Next-Gen-ATP-Veranstaltungen und seiner Partnerschaften mit einer Reihe von jungen Talenten eine konsequente Weiterentwicklung. Die Zusammenarbeit im Rahmen dieser beiden Sportarten ist somit für beide Unternehmen der logische nächste Schritt.

Der Beginn der Partnerschaft der beiden Marken wird mit der Lancierung des neuen „Carrera Porsche“-Chronographen gefeiert.

„Carrera Porsche“ Chronograph

Das neue Modell basiert auf dem Design des „Carrera Sport“-Chronographen, ergänzt mit typischen Porsche-Design-Merkmalen.

Die Lünette trägt den eingravierten Porsche-Schriftzug, und auch die Indizes sind in der unverwechselbaren Schriftart des Autobauers ausgeführt.

Die typischen Porsche-Farben Rot, Schwarz und Grau – die auch an frühere Heuer-Modelle erinnern – finden sich überall in der Uhr wieder.

Die transparente Gehäuserückseite gibt den Blick frei auf die neu gestaltete Schwungmasse, eine Hommage an das berühmte Porsche-Lenkrad, und die aufgedruckten Schriftzüge „Porsche“ und „TAG Heuer“.

Der Asphalteffekt des Zifferblatts wurde eigens für diese Uhr kreiert und symbolisiert die Leidenschaft für den Rennsport, während die arabischen Ziffern an die Zahlen auf der Instrumententafel eines hochkarätigen Porsche-Sportwagens erinnern.

„Carrera Porsche“ Chronograph ist mit zwei Armbändern erhältlich: einem Armband aus Kalbsleder mit Ziernähten, die an das Interieur eines Porsche-Sportwagens erinnern, oder einem Metallarmband in Racing-Optik.

Angetrieben wird die Uhr vom hauseigenen Heuer-02-Manufakturwerk mit 80-Stunden-Gangreserve.

Als Sonderedition wird „Carrera Porsche“-Chronograph in einer Spezialverpackung geliefert: Die schwarze Uhrenbox trägt die Logos von TAG Heuer und Porsche in Weiß. In der Box befindet sich ein schwarzes Reiseetui mit einer roten Innenseite im unverwechselbaren Porsche-Design.

 

 

 

 

 

 

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