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Sternglas launcht Kickstarter-Kampagne – und hat nach wenigen Stunden ist das Finanzierungsziel erreicht

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Gestern war ein großer Tag für Sternglas. Denn die Hamburger Uhrenmarke launchte auf Kickstarter die Kampgane „Asthet“ und bringt damit die flachste Sternglas-Automatikuhr auf den Weg und kehrt zugleich zurück zu ihren Wurzeln.

Vor gerade einmal gut vier Jahren ging das Projekt Sternglas an den Start, und zwar mit einer vergleichsweise winzigen Summe von 17.000 €, finanziert über Crowdfunding. Mittlerweile beliefert das Team um Gründer und CEO Dustin Fontaine rund 250 PoS.

„Ich bin großer Fan von flachen Uhren – die Entwicklung ist aber ziemlich komplex und oft sehr teuer“, erklärt Fontaine. „Mit der ‚Asthet’ wollen wir zurück zu unseren Ursprüngen – wortwörtlich im Sinne einer Kickstarter-Kampagne, denn das ist die Plattform, wo 2016 alles begann. Und in Anlehnung an unsere Unternehmensphilosophie, um hochwertige Produkte zu einem angemessenen Preis anzubieten und somit bezahlbares Design für Jedermann zu schaffen.“

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Wohl auch aufgrund des seit 2016 anhaltenden steten und zugleich schnellen Erfolgs und der großen Akzeptanz beim Uhrenfachandel und bei Uhrenfans gleichermaßen rechnete der Sternglas-Chef nicht mit einem Worst Case, sprich einem Verfehlen des Finanzierungsziels.

Dass er mit dieser Annahme absolut richtig lag, zeigte sich bereits nach wenigen Stunden. Gestern Abend auf Kickstarter online gegangen, war heute Morgen das Finanzierungsziel von 30.000 € mit 95.442 € und 315 Unterstützern weit übertroffen. Und die Kampagne läuft noch bis zum 11. Februar.

WatchPro: Bedeutet die Tatsache, dass Sie über Crowdfunding das Projekt „Asthet“ finanziert, dass Sie sich immer noch als Start-up verstehen?

Dustin Fontaine: Wir werden uns immer als Start-up verstehen, denn jeden Marke/Unternehmen ist ständig im Fluss und muss sich immer neu erfinden. Es gibt für uns kein: „Es ist fertig“, man muss immer weiterbauen.

Wir sind an einem Standpunkt, wo wir schon viel Wissen erlangt haben. Daher zeigen wir mit der ‚Asthet’, welche Fähigkeiten wir in den letzten Jahren entwickelt haben.

Außerdem haben sich viele Sternglas-Kunden Kunden gewünscht, noch einmal Teil eines solchen Crowdfunding-Projekts zu sein. Und da haben wir uns gefragt: „Warum kann ein vier Jahre altes Unternehmen nicht auch noch einmal ein Kickstarter Projekt ins Leben rufen?”. So war die Idee zur neuen Crowdfunding-Kampagne geboren. Wir möchten damit ein Zeichen setzen, dass wir uns stetig weiterentwickeln, um unseren Kunden einen echten Mehrwert zu liefern.

WatchPro: Geht Sie damit in gewisser Weise in den aktuellen Krisenzeiten, in denen niemand weiß, was in ein paar Wochen sein wird, auch auf Nummer Sicher?

Dustin Fontaine: Seien wir mal ehrlich, es lohnt sich für uns liquiditätsmäßig ja schon, dass wir frühzeitig das Kapital haben, um das Projekt zu finanzieren. Dadurch reduzieren wir auch den Stress.

Die Uhrwerke haben wir aber beispielsweise aus eigenen Mitteln vorfinanziert, da es hier immer sehr schwierig ist, die Uhrwerke zum Produktionsbeginn auf Lager zu haben. Wir haben beobachtet, dass der Markt sehr viel komplexer geworden ist.

Hinter all dem steht natürlich das Ziel, unseren Kunden das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten.

WatchPro: Wie zuversichtlich waren Sie, dass das Finanzierungsziel von 30.000 Euro erreicht wird?

Dustin Fontaine: Wir waren da relativ zuversichtlich, auch wenn man niemals den Tag vor dem Abend loben sollte. Wir waren und sind alle auf jeden Fall aufgeregt und es war auch ein ambitioniertes Ziel.

Es gibt übrigens einen limitierten Early Deal in Höhe von 299 Euro, der reguläre Verkaufspreis wird dann bei 399 Euro liegen.

Und für den kleinen Einstieg wird es zusätzlich eine „Asthet“-Wanduhr zum Kickstarter-Preis von 60 Euro geben.

Da sind wir sehr gespannt, wie diese Uhr funktionieren wird, da es ein neues Segment für uns ist.

Automatikuhr „Asthet“ von Sternglas

Typisch für alle Uhren der Hamburger Marke zeichnet sich die „Asthet“ durch das auf das Wesentliche reduzierte Design und die ausgewogene Zifferblattgestaltung aus. Letzteres ist in zwei Zifferblatt-Varianten erhältlich – weiß und anthrazit-satiniert – und wölbt sich konkav unter dem doppelt gewölbten und entspiegelten Saphirglas. Kontraststark sind die tiefschwarzen beziehungsweise silbrigen Zeiger und die vier Haupt-Indizes.

 

Mit einer Gehäusehöhe von 8,5 Millimetern ist die „Asthet“ die flachste Automatik-Uhr der Marke – 30 Prozent flacher als das optische Vorgänger-Modell „Zirkel“. Die Rückseite des bis fünf Bar wasserdichten Gehäuses aus sandgestrahltem Edelstahl 316L ist mit einer abstrakten Gravur im Bauhaus-Stil versehen.

Im Inneren tickt das Dreizeiger-Automatikuhrwerk 9015 von Miyota mit Datumsfunktion und 42 Stunden Gangreserve.


Crowdfunding-Plattform Kickstarter

Kickstarter ist eine sogenannte Crowdfunding-Plattform. Über diese bieten Unternehmen kommende Produkte zum Vorverkauf an. Interessenten können auf diesem Wege spannende Projekte unterstützen, die es ohne einen solchen Vorverkauf vielleicht nicht auf den Markt schaffen würden. Kickstarter fördert so das Sammeln von Geldern aus der allgemeinen Öffentlichkeit und privater Hand durch ein Modell, das die lange Zeit üblichen Investment-Möglichkeiten umgeht.

Der Kapitalsucher muss sich bei Kickstarter registrieren, um seinen Projektvorschlag auf der Seite vorstellen zu können. Er gibt zudem eine Mindestsumme und einen Zeitraum an, in dem die Finanzierungssummer erreicht werden muss. Kommt die Mindestsumme nicht zusammen, gilt die Finanzierung als gescheitert und es werden keine Gelder abgebucht oder übertragen.

Tags : AstehtDustin FontainekickstarterStart-upSternglas
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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