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Spur des Überfalls auf Düsseldorfer Breguet-Boutique führt zur „Pink Panther“-Bande

breguet

Eine Woche nach dem Überfall auf die Breguet-Boutique auf der Königsallee in Düsseldorf sind die 41 geraubten Uhren und ein Armband in Serbien aufgetaucht und wurden von der dortigen Polizei sichergestellt. Zudem nahm die serbische Polizei vier Personen fest.

Anders als zunächst angenommen, beträgt der Wert der Uhren nicht eine Millionen, sondern etwa drei Millionen €.

An den Ermittlungen waren die Einsatzkommission der Polizei, das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf in Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in Serbien beteiligt.

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Laut einer Mitteilung des serbischen Innenministeriums wird den Verdächtigen vorgeworfen, „als organisierte kriminelle Vereinigung“ agiert zu haben. Serbische Medien melden, dass die Spezialeinheit SBPOK bei der Übergabe von sieben Uhren an einen Juwelier in Belgrad, der die gestohlenen Uhren an prominente Kunden weiterverkaufen wollte, zugeschlagen haben soll. Der Anführer der Bande habe eine der gestohlenen Uhren dabei selbst am Arm getragen.

Das serbische Online-Portal mondo berichtet darüber hinaus, dass die Verdächtigen zum kriminellen Netzwerk „Pink Panther“ gehören. Die Bande sei bereits seit Monaten überwacht worden, so das Portal. Man wolle nun die Telefone der Diebe und des Juweliers auswerten. Zu dessen Kunden sollen Politiker, Sportler und Musiker gehören, berichtete mondo unter Berufung auf eine anonyme Quelle bei den Behörden.


Die Mitglieder der „Pink Panther“-Bande stammen zumeist aus Ex-Jugoslawien. Benannt wurde sie von Interpol nach den gleichnamigen Inspektor-Clouseau-Kriminalkomödien aus den 1960er-Jahren mit Peter Sellers in der Hauptrolle.

Bei der Bande handelt es sich um eine Art Netzwerk, die sich immer wieder nach einem nicht erkennbaren System neu zu Kleingruppen zusammenfindet, um Überfälle zu begehen. Eine Hierarchie wie bei der Mafia ist nicht erkennbar.

 

 

Tags : breguetKriminalitätPink Panther
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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