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Smart und Mechanik schließen sich nicht aus

UM_Smart_Mechanik

Für das letzte Quartal des Jahres 2019 hat Apple-CEO Tim Cook gerade erst eine Allzeit-Rekord für Services und Wearables verkündet. Auch wenn durch das Corona-Virus die Lieferungen aus China, wo die meisten Smartwatches produziert werden, ins Stocken geraten sind, die smarte Uhr hat sich fest auf der Begehrlichkeitsliste der Endverbraucher verankert.

Und von der Begehrlichkeitsliste hat sie auch längst den Weg an die Handgelenke geschafft. Laut Statista besaßen in Deutschland in 2019 rund 27 Prozent der sogenannten Luxuskäufer eine Smartwatch. Und 36 Prozent der Befragten ab 16 Jahren gaben an, dass sie zumindest gelegentlich privat eine Smartwatch nutzen – im Jahr 2018 waren es nur 28 Prozent der Befragten.

Der Uhren-Monitor von responsio offenbart zudem, dass vor allem grundätzlich an der Smartwatch-Technologie Interesse zunehmend die entsprechenden Produkte auch tatsächlich kaufen.

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Es wird auch deutlich, dass wesentlich mehr Personen mit einer Ausgabebereitschaft ab 1.000 € für eine Uhr auch eine Smartwatch oder ähnliches besitzen als Personen mit geringerer Ausgabebereitschaft.

Der Uhren-Monitor von responsio ist die umfassendste Untersuchung des deutschen Uhrenmarktes aus Sicht des Verbrauchers. Frank-Michael Müller rief 2012 das Unternehmen ins Leben, um seine Leidenschaft für exklusive Armbanduhren mit seiner beruflichen Passion der Marktforschung zu verbinden. Der Uhren-Monitor bietet Herstellern und Handel alle nötigen Informationen, um relevante Zielgruppen zu identifizieren und erfolgreich anzusprechen.

Fazit: Der Umsatz im Segment Wearables wird 2020 etwa 387 Millionen € betragen. Im weltweiten Vergleich zeigt sich, dass am meisten Umsatz in China generiert werden wird (2020: 4.251 Millionen € in 2020).Der durchschnittliche Erlös pro Nutzer beträgt derzeit 59,63 €. Laut Prognose wird im Jahr 2024 ein Marktvolumen von 416 Millionen € erreicht. Dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 1,8 Prozent.

 

Fazit: Egal, wie hoch die Ausgabebereitschaft ist: immer mehr Menschen, die grundsätzlich Interesse an der Smartwatch- beziehungsweise Wearable-Technologie haben, besitzen auch ein entsprechendes Gerät. In 2019 waren dies bei denjenigen, die bereit sind, mehr als 1.000 € für eine Uhr auszugeben, bereits 37 Prozent. Dieses Ergebnis liegt deutlich über den 27 Prozent an Smartwatchbesitzern, die Statista für Luxuskäufer angibt. Luxuskäufer werden dabei allerdings nicht in Produktgruppen unterteilt.

Fazit: Im Vergleich zu allen Befragten ist bei denjenigen, die bereit sind, mehr als 1.000 € für eine Uhr auszugeben, die Bereitschaft, entweder nur den einen oder anderen Uhr-Typ zu tragen, geringer ausgeprägt. 20 Prozent tragen stattdessen lieber beide Uhren-Typen gleichzeitig.

Fazit: Das Interesse an mechanischen Uhren ist auch bei grundsätzlich Smartwatch-Interessierten mit 66 Prozent noch sehr stark. Es nimmt mit der Ausgabebereitschaft zu. Für 78 Prozent der Smartwatch-Interessierten, die bereit sind, mehr als 1.000 € für eine Uhr auszugeben, ist eine mechanische Uhr nach wie vor interessant.

Fazit: Die Ansprüche derjenigen mit einer hohen Ausgabebereitschaft für Uhren sind deutlich höher als beim Durchschnitt. Betrachtet man die Verschiebung von 2017 zu 2019 (nicht abgebildet), fällt auf, dass v.a. Herzfrequenzmesser, Kompatibilität und Schnelladefunktion wichtiger geworden sind.

Tags : appleconnected watchresponsiosmartwatchwearable
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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