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SIHH hat als Event-Name ausgedient, stattdessen kommt Watches & Wonders Geneva

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Neuer Termin, neuer Name. Zuerst wurde der Salon International de la Haute Horlogerie SIHH vom Januar in den April verlegt, nun bekommt die Uhrenmesse der Extraklasse auch noch einen neuen Namen.

Im Jahr 2019 wurden die Weichen für eine Veranstaltung neu gestellt, die die Richemont Group im Jahr 1991 als exklusive Händlermesse ins Leben gerufen hatte.

Vom 25. bis 29. April findet die Watches & Wonders Geneva auf dem angestammten Palexpo-Gelände statt. Erwartet werden 30 Marken.

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Es ist der 30. Jahrestag der Ausstellung, die eine Konsequenz aus der damaligen Richemont-Entscheidung war, der Baselworld den Rücken zu kehren.

Der Name Watches & Wonders wurde bereits für Spin-off-Shows in Miami, Florida und Hongkong verwendet.

Neues Format und neue Zielgruppen

Fabienne Lupo, Vorsitzende und Geschäftsführerin der Fondation de la Haute Horlogerie, die die Veranstaltungen organisiert, betont, dass nicht nur Name und Datum geändert werden.

Gemeinsam mit Ihrem Team hat sie das Format überarbeitet und den heutigen Anforderungen angepasst, um ein breiteres Publikum anzusprechen – auf der Messe selbst, aber auch in ganz Genf.

„Weil es um mehr als Uhren geht, haben wir einen Namen gewählt, der das Gefühl des Staunens ebenso vermittelt wie Exellenz, Offenheit und Neugier. Wir wollen die Welt der Uhren ganz neu erlebbar machen. Watches & Wonders wird zum Mittelpunkt des großen Könnens, der Kreativität und der Innovationskraft der weltweit führenden Uhren- und Schmuckhersteller“, verspricht Fabienne Lupo.

Richard Mille und Audemars Piguet werden auf der diesjährigen Veranstaltung nicht ausstellen, da sie der Ansicht sind, dass das Format nicht zu ihrem Geschäftsmodell passt, Uhren direkt über ihre eigenen Geschäfte an Verbraucher zu verkaufen.

Der größte Aussteller der Messe, Cartier, begrüßt die vorgeschlagenen Änderungen.

„Mit dem neuen Namen und Format unterstreicht Watches & Wonders Geneva den internationalen und professionelle Anspruch. Dies ist für die Uhrmacherkunst von Cartier in Bezug auf seine Partner und Endkunden von entscheidender Bedeutung“, sagt Cyrille Vigneron, CEO von Cartier International SA.

Die Stadt Genf wird Teil des Besuchererlebnisses. Das Programm mit dem Titel „In the City“ umfasst Ausstellungen, Rundgänge, Aktionen zur Uhrmacherkunst und Besuche von Manufakturen sowie Präsentationen von Boutiquen, Tage der offenen Tür des Museums, Konferenzen und Gespräche mit Branchenakteuren. Die interaktive Einbeziehung der Öffentlichkeit wird von der Stadt und dem Kanton Genf unterstützt.

11 Tage Uhren, Uhren, Uhren?

Die Terminverschiebung auf Ende April im kommenden Jahr bedeutet, dass Watches & Wonders Geneva mit dem Beginn der Baselworld, die vom 30. April bis 5. Mai stattfindet, endet. Wenn die Swatch Group ihre eigene Händler-Veranstaltungen 2020 in der gleichen Woche wie die Baselworld abhält, werden alle großen Schweizer Uhrenhersteller in einem Zeitraum von elf Tagen ausstellen.

 

Tags : baselworldSIHHWatches & wonders
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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