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Schweizer Uhrenindustrie leidet unter Exportrückgang nach Europa

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Im Januar ging der weltweite Export von Schweizer Uhren wertmäßig um elf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Verantwortlich dafür war vor allem ein starker Rückgang im europäischen Markt.

Die Schweizer Uhrenexporte litten unter einem negativen Basiseffekt und einem Geschäftstag weniger im Januar und verzeichneten einen Rückgang der Exporte auf knapp 1,6 Milliarden CHF.

Das Ergebnis des Monats wird sich jedoch nur begrenzt auf den Aufwärtstrend seit dem letzten Sommer auswirken, und für die nächsten Monate wird eine Rückkehr zu einem deutlichen Wachstum erwartet, gibt sich der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH zuversichtlich.

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Stahluhren verzeichneten einen starken Rückgang und wirkten sich negativ auf die Gesamtleistung aus. Im Vergleich dazu ging der Exportumsatz mit Uhren aus Edelmetall nur halb so stark zurück. Die volumenmäßig wichtigsten Materialien (Stahl, andere Materialien und andere Metalle) gingen um mehr als 500.000 Artikel zurück, was den Gesamttrend von 2020 bestätigt.

Die Exporte von Armbanduhren mit einem Preis von weniger als 3.000 CHF (Exportpreis) gingen im Januar deutlich zurück (Wert -26,9 %; Volumen -32 %), während Zeitmesser mit einem Preis von über 3.000 CHF nur einen Wertverlust von 4,1 Prozent verzeichneten (Volumen -6,8 %).

Wie in der zweiten Jahreshälfte 2020 hat sich China (+ 58,2 %) im Januar 2021 gegenüber dem Janaur 2020 mit besonders starkem Wachstum von den anderen Hauptmärkten abgehoben.

Die Vereinigten Staaten (-11 %) lagen im globalen Durchschnitt und litten unter einem sehr ungünstigen Basiseffekt. Die Situation in Hongkong (-8,5%) hat sich trotz einer bereits im Januar 2020 sehr schwachen Vergleichsbasis weiter verschlechtert.

Strenge Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wirkten sich stark negativ auf die Uhrenexporte nach Japan (-20,9 %) und Großbritannien (-20,2 %) aus. Singapur hingegen (-1,6 %) zeigte fast keine Veränderung.

Europa war weiterhin stärker betroffen als andere Regionen, die Exporte gingen im Januar wertmäßig um 26,9 Prozent zurück.

Tags : CoronaLockdownSchweizer UhrenindustrieUhrenexporte
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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