close

Schweizer Uhrenindustrie hat im September weniger Uhren exportiert, aber wertmäßig zugelegt

Oris

Die Schweizer Uhrenexporte profitierten im September unter anderem von einem zusätzlichen Arbeitstag. Das Monatsergebnis stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich auf 1,8 Milliarden Schweizer Franken (+10,2 %).

Das meldet der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH.

Blickt man auf die ersten neun Monate des Jahres 2019 mit Exporten im Wert von 15,9 Milliarden Schweizer Franken, beträgt das Wachstum gegenüber 2018 ledigich 2,8 Prozent.

Story continues below
Advertisement

Ein Großteil des wertmäßigen Wachstums geht auf Edelmetall- und Bicolor-Uhren zurück.

Mengenmäßig schloss die Schweizer Uhrenindustrie den September 2019 jedoch mit einem Minus von 7,2 Prozent im Vergleich zum September 2018 ab. Übers Jahr gesehen ist der Rückgang mit 13,5 Prozent sogar noch größer.

Negativ haben sich sich die Kategorien „Sonstige Werkstoffe“ und „Sonstige Metalle“ sowie „Stahl“ entwickelt.

Uhren unter 200 Franken (Exportpreis) verloren ebenfalls, während es bei Uhren über 500 Franken leichte Zuwächse gab.

Am besten verkauften sich Zeitmesser über 3.000 Franken, hier verzeichnete die Schweizer Uhrenindustrie Export-Zuwächse in Höhe von 17,1 Prozent.

Große Unterschiede gibt es bei den verschiedenen Märkten.

Die Vereinigten Staaten führten im September die Rangliste mit einem Plus von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Die Exporte nach Hongkong hingegen gingen um 4,6 Prozent und nach Thailand um 28,4 Prozent zurück.

Starke Zuwächse gab es in China (+26 %), Japan (+31,6 %) und Singapur (+20,5 %).

Europa (+ 6,5%) wurde von der Stabilität im Vereinigten Königreich (+ 0,6%) und der starken Leistung in Deutschland (+ 14,4%), Frankreich (+ 15,6%) und Italien (+ 7,2%) beeinflusst.

Europäischer Nenativausreißer im September waren die Niederlande mit einem Exportrückgang von 18,6 Prozent. Den größten Zuwachs gab es in Schweden (+48,1 %).

Betrachtet man den Zeitraum Januar bis September stiegen im Vergleich zu 2018 die Exporte nach Japan am stärksten an (+24,5 %), die größten Verluste gab es in Thailand (-21,1 %).

Tags : Schweizer UhrenindustrieUhrenexporte
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

Leave a Response