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Schweizer Uhrenexporte über Vorkrisenniveau

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Nach nahezu identischen Exportergebnissen für die Schweizer Uhrenindustrie in der ersten Jahreshälfte mit der Zeit vor der Coronakrise bestätigte auch der Juli 2021 die deutliche Erholung und lag mit einem Plus von 7,6 Prozent über den Ergebnissen des Monats Juli in 2019.

Insgesamt exportierte die Schweiz im zurückliegenden Monat Uhren im Wert von zwei Milliarden €. Das entspricht einem Anstieg von 29,1 Prozent gegenüber dem Juli 2020.

Dabei verzeichneten Uhren aus Edelmetallen zwar einen mengenmäßigen Rückgang (-12,2 %), aber einen wertmäßigen Zuwachs (11 %) gegenüber 2019. Uhren aus Edelstahl beziehungsweise anderen Metallen verloren mengenmäßig jeweils um rund 15 und gewannen wertmäßig um etwa sieben Prozent. Die exportierte Anzahl an Zeitmessern aus Edelmetall und Stahl ging um 5,8 Prozent zurück, ihr Wert stieg aber um 8,1 Prozent. Bei Uhren aus anderen Materialien ging das Volumen um 27,9 und der Wert um 7,1 Prozent zurück. Insgesamt exportierte die Schweiz mit knapp 1,5 Millionen Uhren im Juni 2021 320.000 Stück weniger als im Juni 2019.

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Blickt man auf die Exportpreise, dann zeigt sich, dass sich bei Zeitmessern unter 500 CHF der Negativ-Trend fortsetzte. Hier gab es gegenüber Juli 2019 einen wertmäßigen Rückgang von 18,7 Prozent, mengenmäßig waren dies 24,2 Prozent weniger Uhren. Das Segment von 500 bis 3.000 CHF verzeichnete ein leichtes Wachstum, während Uhren über 3.000 CHF ihren Exportwert um 13,6 Przent erhöhten.

Die USA wuchsen sehr stark (+48,5 % gegenüber 2019), auch China entwickelte sich mit einem Plus von 75 Prozent weiterhin stark.

Die anderen großen asiatischen Märkte wie Hongkong (-24,8 %), Japan (-4,1 %) und Singapur (-3,4 %) gingen alle zurück.

In Europa (+1,8 % im Durchschnitt), Großbritannien (+12,4 %), Frankreich (+10,2 %) und Deutschland (+5,0 %) kehrten in die Wachstumszone zurück, während Italien nach einem starken Juni (+33,6 %) im Juli gegenüber dem Juli 2019 um 24,2 Prozent zurückging.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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