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Schweizer Uhrenexporte setzen Entwicklung der vergangenen Monate fort

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Seit Januar dieses Jahres vergleich der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH in seinen monatlichen Berichten die Ergebnisse der Exporte wieder mit den Vorjahresergebnisses und nicht wie in 2021 mit dem Vorkrisenjahr 2019. Für den Januar 2022 ergab sich dabei ein wertmäßiges Wachstum in Höhe von 6,6 Prozent auf 1,625 Mrd. CHF.

Und auch das exportierte Volumen nahm gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6 Prozent auf 1,1 Millionen Einheiten zu (erstmals seit Juli 2018). Bei den Vergleichen des Jahres 2021 mit dem Vorkrisenjahr 2019 lagen diese immer unter dem Vergleichswert.

Vergleicht man den Januar 2022 mit dem Jahr 2019, dann liegt die exportierte Menge aber nach wie vor unter Vorkrisenniveau (ca. 1,6 Mio.). Wertmäßig trifft man aber ziemlich genau das Ergebnis des Januar 2019. Das heißt, der durchschnittliche Wert der exportieren Uhren hat sich deutlich erhöht.

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Uhren mit einem Exportwert über 3.000 CHF trugen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat 6,5 Prozent mehr zum Gesamtergebnis bei (Menge +4,6 %), bei solche zwischen 500 und 3.000 CHF stiegen die wertmäßigen Exporte um 13,9 Prozent (Menge +16 %), bei Uhren zwischen 200 und 500 CHF gingen die wertmäßigen Exporte um 18,2 Prozent zurück (Menge -21,7 %). Bei Uhren mit einem Exportwert bis 200 CHF stiegen die Exporte wertmäßig leicht um zwei Prozent (Menge +10,3 %).

Drei Viertel des wertmäßigen Wachstums gegenüber Januar 2021 stammen aus den Exporten von Stahluhren (656.500 Stück/+4%), das sind im Wert 12 Prozent mehr als im Januar 2021. Wertmäßig legten außerdem Uhren aus „anderen Metallen“ deutliche zu (+27,9%), Zeitmesser aus Edelmetallen veränderten sich kaum, Gold/Stahl-Kombinationen nahmen brachten vier Prozent mehr ein und Uhren aus anderen Materialien nahmen leicht ab.

Der Basiseffekt, der durch das in den beiden Hauptmärkten im Januar 2021 erzielte Ergebnis geschaffen wurde, zeigte sich zwölf Monate später deutlich.

Die USA erzielten ein wertmäßiges Wachstum von 37,5 Prozent und setzten damit den Trend der letzten Monate fort. Unterdessen verzeichnete China (-12,2 %) zum ersten Mal seit Beginn der Covid-19-Krise einen Rückgang, bleibt aber weiterhin auf hohem Niveau. Hongkong (-10,3 %) zeigte keine Anzeichen einer Erholung, und die Aussichten deuten auch nicht auf eine Verbesserung der Situation hin. Die meisten anderen asiatischen und europäischen Märkte verzeichneten ein starkes Wachstum, Ausnahmen sind Singapur (-12,1 %) und Südkorea (-4,2 %).

Im Durchschnitt wuchs Europa um 20,1 Prozent im Vergleich zum Januar 2021, hauptsächlich angetrieben von Großbritannien (+26,1 %), Deutschland (+14,0 %), Frankreich (+14,4 %) und Spanien (+54,0 %).

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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