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„Runder Tisch Innenstadt“ soll den Handel bei der Digitalisierung unterstützen

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Beim Runden Tisch zur Lage der Innenstädte am 20. Oktober im Bundeswirtschaftsministerium machte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth deutlich, dass die Lage in vielen Stadtzentren sehr kritisch ist und die die dort ansässigen Händler deshalb bei Zukunftsinvestitionen in die Digitalisierung auf Unterstützung angewiesen sind.

„Der Einzelhandel als Kernbranche vitaler Innenstädte steht in Folge der Corona-Krise insbesondere im Bekleidungsbereich in vielen Fällen vor der Insolvenz. Am Ende der Krise könnten bis zu 50.000 Geschäfte vom Markt verschwunden sein. Das hat Auswirkungen auf ganze Innenstädte.“

Der HDE setzt sich deshalb für eine Verlängerung der Überbrückungshilfen des Bundes ein. Denn diese Gelder könnten auch vielen mittelständischen Innenstadthändlern helfen.

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Gleichzeitig regt der HDE aber Unterstützung bei der Digitalisierung der mittelständischen Händler an:

„Die aktuelle Krise führt dazu, dass das Eigenkapital der Handelsunternehmen aufgebraucht ist. Und doch müssen gerade die mittelständischen Händler sich für die Zukunft rüsten. Damit der Mittelstand in unseren Innenstädten in dieser Krise nicht unverschuldet den Anschluss verliert, braucht es ein staatliches Förderprogramm. Ansonsten drohen verödete Stadtzentren“, so Genth.

Der HDE schlägt dazu einen Digitalisierungsfonds vor.

In einem ersten Schritt sollte dabei das schon bestehende Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel genutzt werden, um die Händler über die Möglichkeiten der Digitalisierung aufzuklären.

Schon heute leistet dieses Kompetenzzentrum unter dem Dach des Bundeswirtschaftsministeriums und der Konsortialführerschaft des Handelsverbandes mit Veranstaltungen, Webinaren und einem Digital-Mobil einen großen Beitrag.

In einem zweiten Schritt sollten dann bei interessierten Unternehmen geeignete Maßnahmen identifiziert werden. Dabei können: Digitalisierungscoaches – wie sie in NRW bereits in die Praxis umgesetzt wurden – helfen. Die Unternehmen, die eine oder mehrere der von den Coaches empfohlenen Maßnahmen umsetzen möchten, sollten dafür entsprechende finanzielle Förderungen bekommen. Auch hier gibt es in NRW bereits ein Projekt mit Vorbildwirkung.

Insgesamt wäre für diese Fördermaßnahmen zunächst ein Budget von rund 100 Millionen € notwendig. Genth:

„Es geht hier nicht um Subventionen. Es geht darum, Unternehmen zu helfen, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind und nun keine finanziellen Mittel mehr haben, um in ihre Zukunft zu investieren.“

Tags : CoronaDigitalisierungEinzelhandelGenthHDEKompetenzzentrumMittelstand 4.0
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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