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Rückgang der Schweizer Uhrenexporte hält im Oktober an

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Die Schweizer Uhrenexporte gingen im Oktober weiter zurück, jedoch mit der niedrigsten Rate (-7,1 %) der letzten neun Monate. Das deutet auf eine allmähliche Stabilisierung der Exportzahlen hin.

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 verzeichnete die Schweizer Uhrenindustrie mit einem Minus von 25, 8 Prozent den stärksten Exportrückgang in den letzten 80 Jahren.

Im Oktober 2020 lag das exportierte Gesamtvolumen 16 Prozent beziehungsweise 310.000 Artikel unter dem des Vorjahresmonats. Sowohl Wert als auch Volumen gingen bei Uhren mit Preisen unter 200 CHF um mehr als 20 Prozent zurück, während der Rückgang bei Artikeln im Wert zwischen 200 und 500 CHF bei 15 Prozent lag. Bei Uhren mit einem Ausfuhrpreis von über 500 CHF sank der Wert gegenüber Oktober 2019 um 5,8 Prozent.

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Die Unterschiede zwischen den Hauptmärkten wurden deutlicher.

China wuchs weiter (+ 15,1 %), wenn auch langsamer als in den vier Vormonaten. Die Vereinigten Staaten (-5,3 %) blieben wie im September nahe am globalen Durchschnitt. Hongkong (+ 3,5%) verzeichnete erstmals seit März 2019 einen positiven Wert, hauptsächlich aufgrund eines Basiseffekts, da der Markt dort seit Oktober 2019 aufgrund der Unruhen stark gefallen war (-29,6%).

Der größte Teil Asiens ist jedoch weiterhin rückläufig, mit Ausnahme der Vereinigten Arabischen Emirate (+ 22,2 %).

Die stärksten Rückgänge waren in Europa zu verzeichnen, insbesondere in Deutschland (-17,3 %), Österreich (-17,3 %), Frankreich (-38,6 %), Italien (-25,5 %), Spanien (-27,6 %), Niederlande (-40,1 %) und in geringerem Maße in Großbritannien (-8,1%).

Aufgrund der anhaltenden Pandemie und der entsprechenden Maßnahmen der Regierungen in vielen Ländern blickt der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie pessimistisch auf die kommenden Monate.

 

Tags : CoronaExporteVerband der Schweizerischen Uhrenindustrie
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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