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Rolex-Händler im Visier der Steuerfahnder

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Polizei und Steuerermittler in den Niederlanden warnen Einzelhändler und raten Ihnen, auf der Hut vor Kriminellen zu sein, die stark nachgefragte Luxusuhren von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet gegen Barzahlung kaufen möchten, um Geld zu waschen oder liquide Mittel auf der ganzen Welt zu verschieben.

Die niederländische FIOD-Abteilung (Behörde der niederländischen Regierung für die Untersuchung von Finanzverbrechen) fordert autorisierte Händler von Luxusuhren (neu und gebraucht) dazu auf, entsprechende Bargeldtransaktionen zu melden. Dabei sind sie bereits gesetzlich dazu verpflichtet, Barzahlungen über 10.000 € als ungewöhnliche Transaktion anzugeben.

„Die Uhren sind in kriminellen Kreisen sehr beliebt“, sagte FIOD-Direktor Thomas Bosch in einem Interview mit NOS Radio 1 Journaal. „Sie gelten als Statussymbol, behalten ihren Wert, sind klein und daher leicht zu transportieren und dienen auch als Zahlungsmittel für kriminelle Dienste. Durch den Kauf mit kriminell erworbenem Geld wird dieses gewaschen.“

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Wenn entsprechend hohe Barzahlungen nicht gemeldet werden, kann dies dazu führen, dass der Einzelhändler strafrechtlich verfolgt wird. Das niederländische Justizministerium hat bereits einen Fall untersucht, in dem einem Juwelier Geldwäsche vorgeworfen wurde.

FIOD äußert sich nicht zu den Einzelheiten dieses Falles, weist jedoch darauf hin, dass in Ermittlungsfällen zunehmend teure Uhren auftauchen, was den Verdacht in der Justiz verstärkt, dass Juweliere regelmäßig „wegschauen“.

„Wenn eine Transaktion zu viele Fragen aufwirft und der Kunde nicht die richtigen Antworten liefert, sollte ein Juwelier diesen Kunden einfach ablehnen“, fordert Bosch.

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