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Richemont bestätigt Gerüchte über Farfetch-Beteiligung

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Richemont investiert in ein neu gegründetes Joint Venture mit Farfetch und Alibaba, um den internationalen Luxusgüterbereich weiter zu digitalisieren. Damit verstärkt der Konzern seine Bemühungen der Verlagerung seines Geschäft von Offline nach Online.

Die Gerüchte, dass der Luxusgüterkonzern in die Onlineplattform Farfetch investieren will, wurden von Richemont bestätigt. Gemeinsam mit der Alibaba Group und Farfetch werde man eine „globale Partnerschaft zur Beschleunigung der Digitalisierung der Luxusindustrie“ eingehen, teilte das Unternehmen gestern Abend mit.

Im Fokus steht dabei die Etablierung von Farfetch im chinesichen Markt. Dafür wird das Unternehmen Shoppingkanäle auf den Alibaba-Plattformen Tmall Luxury Pavilion und Tmall Luxury Soho und Tmall Global einrichten. Damit erweitert Farfetch seine Reichweite um rund 800 Millionen Nutzer.

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Richemont und Alibaba nehmen dafür jeweils 300 Millionen US-$ in die Hand. Für weitere 500 Millionen US-$ (jeweils 250 Mio. US-$) übernehmen sie außerdem 25 Prozent der Anteile des neuen Joint Ventures, das auch die Farfetch-Aktivitäten am chinesischen Markt umfasst. Darüber hinaus haben Alibaba und Richemont eine Option zum Kauf weiterer 24 Prozent von Farfetch China, drei Jahre nach Gründung des Joint Ventures.

Von April bis September dieses Jahres ging der weltweite Umsatz von Richemont gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 5,48 Milliarden € zurück. Dennoch konnte der Konzern die Sechsmonats-Periode mit einem Gewinn in Höhe von 159 Millionen € abschließen. Das sind 82 Prozent weniger als von April bis September 2019, damals betrug der Gewinn 869 Millionen €.

Tags : AlibabaDigitalisierungFarfetchRichemontTmall
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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