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Presseschau: Uhrenchefs geben Einblicke in ihr Zeitmanagement

ZM

Dem manager-magazin.de verrieten kürzlich vier CEOs aus der Uhrenbranche ihre Tipps für ein effizientes Zeitmanagament. Denn auch deren Tag hat nur 24 Stunden.

Mit welchen Mitteln sie das Beste aus täglich 24 Stunden Managerleben herausholen, berichteten Georges Kern (Breitling), Judith Borowski (Nomos), Julien Tornare (Zenith) und Wilhelm Schmid (A. Lange & Söhne).


Für Georges Kern von Breitling gehören unter anderem Schnelligkeit dazu, und dass man immer das große Ganze im Blick hat: „Für mich sind drei Aspekte maßgeblich für den Erfolg meines Zeitmanagements: Disziplin, Schnelligkeit und ein motiviertes Team. Meine Disziplin, auch in Sachen Sport und Ernährung, hält mich fit. Ich bin konzentriert, behalte das “Big Picture” im Auge und treffe schnelle Entscheidungen. Leadership ist wichtig. Mein Team – auch wenn es das Beste ist, dass ich je hatte – braucht klare Anweisungen, damit es Entscheide effizient und gezielt umsetzen kann. Glauben Sie mir, das Zeitmanagement bei Breitling funktioniert, sonst hätten wir den umfassenden Transformationsprozess der Marke in den letzten 18 Monaten nicht so schnell und erfolgreich bewältigt.“

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Markenchefin Judith Borowski von Nomos rät zum Kopfschütteln und Konzentration: „Den Kopf zu schütteln, finde ich eine prima Gymnastik-Übung: Ja, wir dürfen manchmal auch ‘nein’ sagen, wir müssen nicht alles tun, allem zusagen, überall sein. Im Büro wie im Privaten. Ganz altmodisch hilft mir Konzentration dabei, Zeit zu sparen: Private Telefonate etwa während der Arbeitszeit mache ich nur in Notfällen. Allerdings höre ich gern ein Fortbildungs-Podcast, wenn ich unterwegs bin. Kleinigkeiten sind etwa, die Geschwindigkeit des Mauscursors zu erhöhen oder auf dem Weg ins Büro einen Arzttermin zu vereinbaren. Ansonsten jedoch glaube ich: übertriebene Effizienz schadet auch – der Qualität unserer Arbeit, der Gesundheit, dem Miteinander. Und da wir als Uhrenhersteller ja über ausreichend Stunden und Minuten verfügen, frage ich mich schon: Wieso immer noch mehr in die Zeit packen, wieso nicht einfach noch ein paar mehr Stunden machen?


Zenith-Chef Julien Tornare setzt auf das Auto als zweites Office und Teambulding: „Als ich 2017 bei Zenith anfing, waren der Teamgeist aber auch die Synergien zwischen den einzelnen Mitarbeitern eher gering. Als erstes etablierte ich Frühstücks-Meetings. Dabei hat jeder die Möglichkeit mit mir, aber auch untereinander ungezwungen zu reden. So entstand ein Ort für den wichtigen Austausch, was letztendlich die Produktivität fördert. Für effiziente Meetings ist es mir wichtig, dass alle gut vorbereitet sind. Wer Fragen hat, soll mindestens eine bis zwei Lösungsideen mitbringen. Das motiviert die Mitarbeiter, kreativ zu sein, über den Tellerrand zu schauen und neue Perspektiven zu wagen. Moderne Zeitmanagement-Tools wie Google-Kalender, geteilte Dokumente und Ordner sind ein Segen und erleichtern das Zusammenarbeiten enorm. Da ich viel reise, bin ich auf mein Smartphone angewiesen und erledige viele Aufgaben von unterwegs. Heutzutage muss man agil sein und mit einem Startup-Spirit arbeiten. Zudem ist mein Auto mein zweites Office. Ich führe 90 Prozent meiner Telefonate während ich Auto fahre.“


Die richtige Mischung und sich kurz zu fassen sind für A.Lange & Söhne-Chef Wilhelm Schmid die besten Mittel für ein effizentes Zeitmanagement: “Das Wichtigste ist es, meine Prioritäten nach Wichtigkeit und Dringlichkeit richtig zu setzen. Das gelingt mir meistens sehr gut. Ein kompetentes Managementteam und ein gut strukturiertes, internationales Netzwerk erlauben es mir außerdem, viele Aufgaben zu delegieren. Ich habe für mich die richtige Mischung aus gründlich und schnell gefunden. Zum Beispiel habe ich mir angewöhnt, meine E-Mails wie Textnachrichten zu behandeln und entsprechend kurz zu fassen.

 

Tags : BorowskibreitlingKernlangenomosPresseschauSchmidTornarezenith
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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