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Parmigiani Fleurier: Echte Nischenkompetenz

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Parmigiani Fleurier hat sich schon immer als Nischenmarke verstanden – und zwar im besten Sinne. Dabei geht es aber werde um grenzwertige Optiken noch um abgedrehte Funktionen, die nur einen sehr speziellen Konsumentenkreis ansprechen.

Stattdessen geht es um ein eigenständiges, stilvolles Design und echte technische Raffinessen. In beiden Punkten muss sich die Schweizer Manufaktur in keiner Weise hinter den großen Playern der Branche verstecken – im Gegenteil.

Parmigiani kreiert und baut nämlich nicht nur mit einer sehr hohen Fertigungstiefe die eigenen Zeitmesser, sondern beliefert viele hochwertige Luxusmarken aus der Schweiz und Deutschland mit Komponenten.

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Dieses große Know-how und die umfangreiche Kompetenz treffen bei Parmigiani Fleurier auf die Philosophie, dass man stets seine Unabhängigkeit als Manufaktur, Unternehmen und Marke wahren und den gesamten Kreativ- und Produktionsprozess, aber auch die Distribution, kontrollieren möchte.

Auch, um stets schnell und flexibel auf die Anforderungen der Partner im Handel reagieren zu können. Zudem kann sich der Juwelier mit einer Marke wie Parmigiani vom Angebot – in welchem Vertriebskanal auch immer – mit exklusiver Qualität abheben.

„Der intensive Dialog des Vertriebes mit unseren Fachhändlern und den entsprechend von uns angebotenen Schulungen sowie Manufakturreisen geben unseren Partnern und Partnerinnen vor Ort die notwendige Sicherheit, unsere Marke entsprechend ihrer Hochwertigkeit darzustellen und attraktive Verkäufe – jenseits der ‚üblichen Verdächtigen‘ – zu generieren“, erläutert Christian Sieg, Geschäftsführer der Münchner Europazentrale.

Soll auch heißen, Parmigiani hat das Zeug dazu, die Bandbreite der Zeitmesser an den Handgelenken beim Dinner beim Edelitaliener oder beim Businessmeeting stilvoll zu erweitern.

„Stellen Sie sich vor: Sie gehen zu Ihrem Lieblings-Restaurant und fast an jedem Tisch blitzen die gleichen Uhren am Handgelenk. Ich finde, unsere Branche kann mehr.“

Renommierte Juweliere wie Lorenz in Berlin, Heestermann in Düsseldorf, Cabochon in Hamburg sowie Leicht und Wempe mit mehreren Standorten haben dies bereits verstanden und führen die Marke erfolgreich als das gewisse Extra neben den „üblichen Verdächtigen“.

Zu den Juwelieren der ersten Stunde in Deutschland gehört seit zehn Jahren Von Hofen Chronometrie in Stuttgart.

„Als Rolex-Konzessionär und mit weiteren hochwertigen Uhrenmarken im Sortiment weiß ich genau, worauf es Uhrenliebhabern und -Kennern ankommt: Handwerkskunst, gekonntes Design und eine starke Markenidentität. Alles drei bietet Parmigiani par excellence. Als Juwelier mit einer fast 50-jährigen Tradition wissen wir aus Erfahrung außerdem, wie wichtig es ist, auch kleine, feine – sogenannte Nischenmarken – zu führen. Und zwar für solche Kunden, die nicht nur das Hochwertige suchen, sondern auch das wirklich Exklusive , etwas, dass nicht jeder hat und womit man sich identifizieren kann. Parmigiani bietet dabei nicht nur in punkto Qualität eine hervorragende Expertise, sondern ist zudem noch überaus authentisch. So wie es die Familie von Hofen wirklich gibt, gibt es auch den Menschen Michel Parmigiani als Markengründer in der Realität – etwas, dass in der heutigen Markenwelt selten geworden ist und viel Vertrauen schafft. Das trifft auch für den sehr durchdachten Vertrieb unter der Geschäftsführung und gleichzeitigen Vertriebsleitung von Christian Sieg zu, der ebenfalls sehr glaubwürdig und vertrauensvoll mit uns zusammenarbeitet“, berichtet Inhaber Alexander von Hofen.

Zu den exklusiven Zeitmessern, von denen er spricht, gehört zweifelsohne der „Tondagraph GT Rose Gold Blue“, das sportliche Pendant zur eleganten „Tonda GT“. Anlässlich der Watches & Wonders Shanghai wurde dieses kleine Meisterwerk erstmals vorgestellt, das dritte seiner Art von Parmigiani.

Das Innenleben bezeugt die große Versiertheit der Uhrmacher der Manufaktur, die zu der kleinen Elite gehört, die einen integrierten Chronographen wie den „Tondagraph GT“ fertigen kann. Dafür werden alle für die Chronographenfunktionen erforderlichen Komponenten direkt in das Werk integriert und nicht als Modul einfach auf das Werk aufgesetzt.

2016 präsentierte die Marke zum 20-jährigen Jubiläum den „Tonda Chronor Anniversaire“ mit dem Kaliber PF361, den ersten integrierten Chronographen des Hauses.

Im „Tondagraph GT Rose Gold Blue” tickt nun das neue Automatik-Kaliber PF071, bei dem auch das Großdatum ins Werk integriert ist. Es basisert auf dem PF361 und ist COSC-zertifiziert. Zu den Extras gehören unter anderem ein satinierter Sonnenschliff sowie ein 22-karätiger Goldrotor.

Zudem ist beim PF071 einiges anders als bei anderen Werken: Säulenrad statt Nockenschaltung für eine gute Auslöse-Ergonomie, vertikale statt horizontaler Kupplung für einen augenblicklichen und ruckellosen Start der Chronographenfunktion sowie durchgehende Unruhbrücke statt eines einfachen Unruhklobens mit einem Befestigungspunkt, wodurch Auswirkungen von Stößen auf die Unruh minimiert werden.

Zudem ist der „Tondagraph GT Rose Gold Blue“ mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise einer Frequenz von fünf Hertz ein sogenannter Schnellschwinger. Das bedeutet, dass der Sekundenzeiger des Chronographen pro Sekunde zehn winzig kleine Schritte vollführt, also auf die Zehntelsekunde genau misst. Bei gängigen Chronographen wird der Sekundenzähler pro Sekunde lediglich achtmal fortbewegt – das verringert die Genauigkeit um 25 Prozent. Bei all der technischen Raffinesse verliert Parmigiani nie den eigenen ästhetischen Anspruch und den der Uhrenliebhaber aus dem Blick. Das gilt für das fein finissierte und durch den Saphirglasboden sichtbare PF071 genauso wie für das 42-Millimeter-18-K-Roségold-Gehäuse, das Zifferblatt und das satinierte Roségold-Armband.

Wie bereits bei der Linie „Tonda GT“ arbeitete Parmigiani Fleurier bei der Gestaltung des „Tondagraph GT Rose Gold Blue“ mit dem Uhrendesigner Dino Modolo zusammen. Dabei galt es, die Optik neu zu definieren und zugleich den Prinzipien von Michel Parmigiani treu zu bleiben, der die Idee des Goldenen Schnitts bewundert.

Und so präsentieren sich die tropfenförmigen Gehäusehörner in neuen Proportionen. Sie folgen den Linien des integrierten Armbands und sorgen für einen perfekten Übergang zum Gehäuse. Das Zifferblatt ist mit dem traditionellen Muster „Clou triangulaire“ guillochiert, betont von leuchtendem Blau. Das Muster setzt sich auf dem alternativen, sportlichen blauen Kautschukarmand fort.

Damit Uhrenfans diesen und andere Zeitmesser in Natura bewundern können, führt Parmigiani regelmäßig Präsentationen bei Partner-Juwelieren durch, so zum Beispiel bei Juwelier Wempe am Hamburger Jungfernstieg. Gleich an zwei Terminen stellen die Uhrmacher und Experten der Manufaktur hier im November ihre feinen Uhren-Leckerbissen vor.

 

Tags : Christian SiegparmigianiTondagraphvon Hofen
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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