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Oris präsentiert ein komplett neues, intern entwickeltes Uhrwerk mit zehnjähriger Garantie

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Das automatische Calibre 400 wurde vor fünf Jahren geplant, und zwar für den Weltbürger. Und der ist, gemeinsam mit seiner Uhr, heutzutage täglich von den verschiedensten Magnetfeldern umgeben. Computern, Telefonetuis, Airbags … deren Magnete schaden einem mechanischen Werk. Hinzu kommen die hohen Erwartungen an eine Uhr im hochpreisigen Bereich. Zu Präzision, Funktionalität und einem zeitgemäßen Design gesellt sich der Wunsch nach Langlebigkeit.

„Die Herausforderung bei der Konzeption eines komplett neuen Werks besteht nicht nur darin, eine Liste von Funktionen zu erstellen, um dann nach Lösungen dafür zu suchen“, sagt Beat Fischli, COO von Oris, der das Calibre 400 mit seinem Team schuf. „Die eigentliche Herausforderung besteht darin, ein Werk zu bauen, das im gesamten Zeitraum, den Sie als Service-Intervall angeben, konstant und zuverlässig funktioniert.“

Fischli und sein Team konzipierten das Werk von Grund auf neu. „Die Lösung bestand darin, ein hocheffizientes und doch widerstandsfähiges Uhrwerk zu konstruieren. Wir konzentrierten uns darauf, das Drehmoment in der Aufzugsfeder, dem Energiereservoir, zu reduzieren, um Energie zu sparen und den Druck auf bewegliche Teile zu reduzieren. Mit einem neuen Design der Räder steigerten wir die Effizienz des Räderwerks. Calibre 400 nutzt 85 Prozent der Energie vom Federhaus. Die Norm beträgt 70 Prozent“, erläutert Fischli.

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„Aus Erfahrung wissen wir, dass die meisten Probleme automatischer Uhrwerke von ihrem Aufzugsystem herrühren. In der Regel ist die Schwungmasse oder Rotor in einem Kugellager gelagert und zieht beidseitig auf. Wir haben ein viel zuverlässigeres System, beruhend auf einem Gleitlager, entwickelt, das nur einseitig aufzieht. Es ist viel einfacher aufgebaut und weniger anfällig für Verschleiß. Dieser Rotor versorgt zwei Federhäuser, welche die enorme Gangreserve von fünf Tagen des Calibre 400 speichern. ‚Die Gangautonomie moderner mechanischer Uhrwerke hat Fortschritte gemacht. Drei Tage sind zur Norm geworden, aber wir wollten’s noch besser machen.“

Beat und sein Team entwickelten auch eine komplett neue Hemmung. Für Anker und Hemmungsrad wählten sie Silizium, während sie für die Achsen von Unruh, Anker und Hemmungsrad andere nicht eisenhaltige Materialien wählten. Etwa 30 weitere Komponenten sind aus nicht eisenhaltigen Materialien oder amagnetischen Legierungen, sodass sich der Einfluss von Magnetismus auf die Ganggenauigkeit von Calibre 400 im Vergleich zu herkömmlichen mechanischen Swiss-Made-Werken um 90 Prozent reduziert.

„Calibre 400 ist ein neuer Standard, der Oris Standard“, sagt Rolf Studer, Co-CEO von Oris. „Es ist ein intelligentes Konzept mit einer smarten Materialwahl, die ihm die antimagnetischen Eigenschaften verleiht. Die konstruktiven Lösungen ermöglichen die Zuverlässigkeit, dank der wir zehn Jahre Garantie und Serviceintervalle von zehn Jahren gewähren können. Es gibt nichts Vergleichbares. (…) Wir überlegen gründlicher und liefern schlaue Lösungen, die es uns ermöglichen, eine Uhr für Uhrenliebhaber und nicht für wenige Privilegierte zu schaffen. Calibre 400 ist nicht einfach ein weiteres mechanisches Uhrwerk – es ist ein Werk, das Antworten auf die Fragen unserer Zeit gibt. Außerdem bietet es echten Mehrwert für unsere Kunden.“

Tags : AutomatikwerkBeat FischliCalibre 400orisrolf studer
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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