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Omega und der berühmteste Beagle der Welt

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Die neue „Speedmaster Silver Snoopy Award 50th Anniversary” erinnert an die Auszeichnung, die Omega 1970 von der NASA bekam.

Die besondere Verbindung zwischen Snoopy und der NASA begann in den 1960er-Jahren, als Charles M. Schulz begann Comics zu zeichnen, die den liebenswerten Hund auf dem Mond zeigten. Das errgete viel Aufmerksamkeit und als die NASA 1968 nach einem „Gesicht“ für ihr Sicherheitsprogramm suchte, war Snoopy die erste Wahl.

 

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Er sollte aber nicht nur als Wachhund im Weltall fungieren, sondern auch ernsten Situationen einen gewisse Leichtigkeit verleihen und so zum Symbol für den Erfolg der NASA-Missionen werden. Die Astronauten waren so angetan von ihrem tierischen Beschützer, dass sie einem Preis mit seinem Namen ins Leben riefen. Entworfen von Charles M. Schulz, trug der Beagle auf dem „Silver Snoopy Award“ einen Raumanzug und seinen berühmten Flieger-Ass-Schal.

Der Preis wird von den Astronauten selbst vergeben, und zwar an Personen und Unternehmen, die ihrer Ansicht nach wesentlich zum „Erfolg des Menschen bei Raumfahrtmissionen“ beigetragen haben.

Omega wurde 1970 diese Ehre zuteil. Denn die Schweizer Uhrenmarke gilt als Unterstützer der NASA, seit die „Speedmaster“ im Jahr 1965 als „qualifiziert für alle bemannten Raumfahrtmissionen“ erklärt wurde. 1969 war sie Teil der ersten Mondlandung, aber es war die Apollo-13-Mission, in der die „Speedmaster“ ihre Bedeutung für die Sicherheit der Astronauten unter Beweis stellen konnte.

Als zwei Tage nach dem Start ein Sauerstofftank an Bord explodierte, war die Besatzung schnell in die Mondlandefähre umgezogen, die jedoch nicht für den längeren Aufenhalt mehrerer Personen gedacht war. Um Energie zu sparen, schaltete die Astronauten fast die gesamte Stromversorgung und damit auch den digitalen Tmer aus. Um die Mondlandefähre auf den richtigen Kurs zu bringen, musste aber der Motor exakt alle 14 Sekunden gestartet werden. Ohne digitalen Timer konnte sich Commander James Lovell nur auf seinen „Speedmaster“-Chronographen verlassen. Dass die Geschichte gut ausging und die Crew am 17. April wohlbehalten zur Erde zurückkehrte, ist also auch der Präzision des Omega-Zeitmesser zu verdanken.

Als Anerkennung wurde Omega am 5. Oktober 1970 der „Silver Snoopy Award“ verliehen. Die Anstecknadel aus 925er Sterlingsilber wurde von Thomas P. Stafford überreicht, dem Commander der Apollo 10. Das dazugehörige Zertifikat unterzeichnete die Crew der Apollo 13, James Lovell, Jack Swigert und Fred Haise.

50. Jahrestag des „Silver Snoopy Award“ für die „Speedmaster“

Ein halbes Jahrhundert später erinnert Omega an diese Geschichte mit einer besonderen Uhr, in der der philosophisch begabte Beagle aus den Peanuts eine tragende Rolle spielt. Unübersehbar „schwebt“ er als gesprägtes Silbermedaillon in seinem Raumanzug auf dem Hilfszifferblatt bei neun Uhr. Es handelt sich dabei um eine exakte Nachbildung der silbernen Anstecknadel von 1970.

Und wie so oft bei Omega lohnt sich auch hier der Blick auf die Rückseite der Uhr. Auf dem Gehäuseboden, der mit einer mikristrukrurellen Metallisierung gestaltet ist sieht man die geheimnisvolle Rückseite des Mondes. Unter dem Gehäuseboden sichtbar ist die Erdscheibe, die eine Umdrehung pro Minute absolviert und sich synchron mit dem kleinen Sekundenzeiger bewegt.

Aber es kommt noch besser, wird der Chronographendrücker betätigt, kommt auch Snoopy in Fahrt. In seinem schwarz-weißen Kommandomodul zieht er seine Bahn durch den Orbit.

Wie die Flugbahn der Apollo 13 aussah, das zeigt die Prägung auf dem Unterfutter des blauen Nylon-Armbandes.

Angetrieben wird die Jubiläumsuhr Co-Axial Master Chronometer Calibre 3861.

 

Die UVP lautet 9.160 €.

Tags : awardco-axialMondlandungomegaSnoopySpeedmaster
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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