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Norqain: Newcomer-Uhrenmarke mit bekannten Köpfen

Norqain

Die vor zwei Jahren gegründet Uhrenmarke Norqain – ein Fantasiename – mit Sitz in Nidau (Biel) ist unter Uhrenfans durchaus schon ein Begriff, und zwar für „viel Uhr fürs Geld“. Und genau dieses Image wollen die Macher hinter dem Start-up weiter forcieren. Und das sind keine Unbekannten.

Dazu gehören NHL-All-Star Mark Streit, Ted Schneider, Sohn des ehemaligen Breitling-Besitzers sowie Ex-Breitling-Marketeer Ben Küffer, der als CEO fungiert, und dessen Vater Marc Küffer, vormals Roventa-Henex, der als Präsident angetreten ist.

Ben Küffer

Norqain hat als Begriff zwar keine Bedeutung, setzt sich aber aus den Leitlinien der Marke zusammen:

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  • N = Neues
  • O = Offenheit
  • R = Rebellisches
  • Q = Quality Time
  • A = Abenteuer
  • I = Independence
  • N = Nische

In einem Satz: Norqain versteht sich als „gänzlich unabhängiges Schweizer Uhrenunternehmen“, das angetreten ist, „stets neue Wege zu gehen“.

Bislang sind drei Kollektionen erschienen, „Adventure“, „Freedom“ und „Independence“, welche ausschließlich mit mechanischen Uhrwerken ausgestattet sind.

Im diesem Jahr stellte Norqain zwei Manufakturwerke vor, die in Zusammenarbeit mit dem von Tudor gegründeten Uhrwerkhersteller Kenissi entwickelt wurden. Chanel erwarb 2018 einen Anteil von 20 Prozent.

Aktuell hat Kenissi seinen Sitz in Genf, soll aber in ein neues Werk in Le Locle umziehen, wo sich derzeit eine rund 150 Meter lange Fabrik – genannt ‚Project Gemini‘ – im Bau befindet. Die Hälfte des Gebäudes soll für Kenissi und die andere Hälfte für Tudor vorgesehen sein.

Obwohl noch so jung, verfügt Norqain bereits über ein illustres Händlernetz in Europa, Japan, Kanada und den USA, darunter Bucherer und Kirchhofer in der Schweiz, Wempe in Deutschland, Westime, Tourneau und Govberg in den USA, L’Oro in Kanada, Seddiqi in Dubai und über 30 weitere Verkaufsstellen in Japan.

Mit den eigenen Kalibern will die Marke langfristig ihre Unabhängigkeit sichern und „gleichzeitig den Kunden eine Qualität der Zeitmessung bietet, die Branchenstandards übertrifft“, so Norqain.

Dabei setzt die Marke auch auf eine ungewöhnliche Form der Kundenbindung. So wird die Garantie einer bereits gekauften Uhr auf fünf Jahre verlängert, wenn der Kunde innerhalb eines Monats nach Kauf dem Norqainer Club beitritt.

„Freedom“ fürs Handgelenk

Zu den aktuellen Highlights der „Freedom“-Kollektion gehört das Modell „Freedom 60 GMT“ – die erste GMT in dieser Kollektion – in einer Edelstahl- sowie einer auf 300 Exemplare limiterte Bronze-Version.

In beiden schlägt das COSC-zertifizierte Automatikwerk NN20/2, welches in Zusammenarbeit mit Kenissi hergestellt wurde. Dank der Sprungstundenfunktion kann die Uhr zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher und einfach gestellt werden. Beim Blick durch den Gehäuseboden aus Saphirglas sind diverse Norqain-Erkennungserkmale zu sehen: auf den Brücken sind die Begriffe „Adventure, Freedom, Independence“ eingraviert und das goldene Logo der Marke, das Doppel-N, welches die Schweizer Alpen symbolisiert, ziert die Schwungmasse.

Die UVP für das Edelstahlmodell lautet 3.490 € (Lederarmband) beziehungsweise 3.760 (Edelstahlarmband) und für die Bronze-Version mit Lederband 3.790 €.

Wer es etwas schlichter bevorzugt, der greift zum Dreizeiger-Modell „Freedom 60“, ebenfalls in Stahl und Bronze erhältlich. Angetrieben werden sie vom automatischen Manufakturwerk NN20/1, welches natürlich auch die typischen Markenzeichen von Norqain zeigt.

Die UVP für das Stahlmodell lautet 2.720 €, für das Modell aus Bronze 2.990 €.

 

Tags : KenissiKüfferMarc StreitNorqainTed Schneider
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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