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Nach vorübergehendem Ausfall läuft SwatchPAY wieder

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Nachdem die britische Wirecard-Tochter Wirecard Card Solutions Ltd., Initiator des Angebots „boon.”, für einige Tage außer Gefecht gesetzt worden war, ist die virtuelle Kreditkarte für Zahlungsverfahren per App wieder einsetzbar.

Damit können Besitzer einer entsprechend ausgestatteten Swatch-Uhr auch die kontaktlose Bezahlmöglichkeit SwatchPAY nach vorübergehendem Ausfalle wieder nutzen.

Hintergrund ist der Bilanzskandal des Mutterkonzerns Wirecard, in dessen Folge der Dax-Konzern in Deutschland Insolvenz angemeldet hatte. Daraufhin hatte die britischen Aufsichtsbehörde FCA eine Verfügung erlassen, die dem Payment-Anbieter untersagte, regulierte Geschäfte auszuüben.

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Die Behörde wollte so den Abfluss von Liquidität zum insolventen Mutterkonzern Wirecard unterbinden, der angekündigt hatte, Insolvenzanträge auch für die Tochtergesellschaften zu prüfen. Bislang gab es aber noch keine Insolvenzen wesentlicher Tochtergesellschaften von Wirecard.

boon. ist wieder einsatzbereit

Bei der App boon. können Nutzer Geld auf eine virtuelle Prepaid-Mastercard einzahlen und dann die App zum kontaktlosen Bezahlen im Ladengeschäft nutzen. Bei der App handelt es sich allerdings um keine Bank mit entsprechender Lizenz: „boon. wird von Wirecard Card Solutions Ltd. gemäß der Lizenz von Mastercard International Inc. herausgegeben.“

 

 

Und diese kann nun auch wieder genutzt werden.

Am 26. Juni erhielten bonn.-Nutzer und damit auch die Nutzer von SwatchPay zunächst folgende Mitteilung:

„Liebe/r boon.NutzerIn, wir müssen dir leider mitteilen, dass Deine boon.Card und alle damit verbundenen Transaktionen, einschließlich Geld senden und empfangen, aktuell nicht funktionieren.Wir gehen davon aus, dass du deine Karte bald wieder einsetzen kannst. Das kann allerdings einige Zeit dauern. Es ist zu dieser Situation gekommen, weil Wirecard Card Solutions Limited (WDCS) ihr E-Geld, Kartenausgabe- und Acquiring-Geschäft vorübergehend aussetzen musste.Die Aussetzung erfolgt auf Anordnung der britischen Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA). (…) Das Guthaben auf deinem boon.Account wird auf gesicherten Konten bei regulierten Kreditinstituten im Europäischen Wirtschaftsraum gehalten und dort als Kundengelder ausgewiesen. Dein Guthaben ist somit auch unter den aktuellen Umständen geschützt.“

Am Abend des 29. Juni gab das Unternehmen dann bekannt, dass Kunden der WDCS „jetzt oder in Kürze“ in der Lage sein werden, ihre Karten wie üblich einzusetzen.

Zuvor hatte die FCA hat die Beschränkungen für die britische Wirecard-Tochter aufgehoben, da das Unternehmen gewisse Bedingungen erfüllen könne.


Der Zahlungsdienstleister Wirecard hatte vor kurzem eingeräumt, dass ein in den Büchern geführter Betrag in Höhe von 1,9 Milliarden € rund ein Viertel der Bilanzsumme – „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit“ nicht existiere. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt unter anderem wegen des Verdachts auf Bilanzfälschungen und Marktmanipulation.

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