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Mondaine hat in den Wald eingeladen – und am Ende gab es 55 Bäume mehr

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Bei der Einladung ging es nicht um einen entspannten Spaziergang. Spaten, buddeln und dreckig machen standen auf dem Programm. Und zwar für die Zunkunft unseres Planeten.

Denn es wurden Bäume gepflanzt. Und dass bei wenig frühlingshaften Wetterbedingunen. Das tat der guten Stimmung unter den gut 50 Teilnehmern aber keinen Abbruch.

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Über Social-Media-Kanäle hatte der CO2-neutrale Schweizer Uhrenhersteller zum Sustainability-Event am 27. April auf den Pfannenstiel, ein Bergrücken im Kanton Zürich, eingeladen, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, und um die eigenen Emissionen teilweise auszugleichen.

Am Ende waren 55 Bäume in der Erde. Das klingt im ersten Moment nicht viel, aber es macht den entscheidenden Unterschied aus.

Niels Møller, Group CEO kommentiert: „Nachhaltigkeit ist ein Teil der Geschichte des Unternehmens. Und es gilt, auch von unserer Seite ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, was wir tun und was wir über Jahre getan haben. Das ist das Herz dieses Events. Uns ist es wichtig zu zeigen, dass wir wirklich Bäume gepflanzt haben. Und wir werden versuchen, das weltweit auszurollen. Das ist der erste Meilenstein in einer Geschichte, bei dem wir aktiv dabei sind, die Bäume pflanzen, und nicht nur einfach jemanden beauftragen, dies zu tun.“

André Bernheim (Verwaltungsratspräsident, Mitinhaber und Nachhaltigkeitsverantwortlicher der Mondaine Group) ergänzt: „Wir haben nicht die große Stimme, mit der wir die Welt verändern können. Aber wir zeigen, dass auch ein familienbetriebens KMU etwas erreichen kann, wenn es will. (…) Und wenn wir es können, zeigen wir den anderen Firmen, dass etwas erreichbar ist. Man muss es wollen, aber man muss auch etwas dafür tun.“

Er hat maßgeblich das nachhaltige Streben der Mondaine Group vorangetrieben. „Mondaine kümmert sich seit Jahrzehnten um Ökologie, wir haben dort immer wieder Schritte gemacht, immer unter dem Motto der drei ‚R‘: Recyceln, Reduce und Reuse. Das sind für uns ganz wesentliche Elemente, mit denen wir unsere CO2-Emission reduzieren.“

Und das zeigt sich auch ganz konkret bei den Uhren: „So haben wir im Jahr 2017 unsere ‚Mondaine essence‘ auf den Markt gebracht, sie besteht zu 40 Prozent aus Rhizinusöl, zu 30 Prozent aus Glas – das heißt, wir verwenden zu 70 Prozent natürliche Materialien.“

Das nachhaltige Engagement geht aber viel weiter: „In 2019 konnten wir unsere Photovoltaik-Anlage in Biberist in Betrieb nehmen; eine große Investition, aber dadurch können wir 70 bis 80 Prozent unseres gesamten Stromverbrauchs selbst herstellen. Das bedeutet natürlich eine starke Reduktion unserer Emissionen. Und das sind die Punkte, die wir vorantreiben und mit denen wir einen Vorbildcharakter haben können.“

Aber ganz ohne Emissionen kommt natürlich auch die Mondaine Group nicht aus. Daher gibt es solche Aktionen wie den Sustainability-Event, um einen Ausgleich zu schaffen, indem Bäume gepflanzt werden, die das CO2 aus der Luft herausfiltern können. „Das Herausfiltern ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit“, so Bernheim. „So können wir der Umwelt viel Gutes tun.“

Dafür arbeitet das Unternehmen außerdem mit drei Non-Profit-Organisation zusammen, die in der Wiederaufforstung arbeiten: mit fairvetures worldwide, Gulagula und der Oberallmeindkorporation OAK Schwyz.

„Wir kompensieren mit OAK die Emissionen, die wir in der Schweiz verursachen“, erläutert André Bernheim. „Das heißt, sämtliche Emissionen, die in der Schweiz von uns produziert werden, werden auch in der Schweiz mit OAK kompensiert.“

Aber die Mondaine Group ist natürlich noch längst nicht am Ende ihres Nachhaltigkeits-Weges angelangt.

„Für mich und unsere Firma ist es wichtig, dass wir ganz konsequent weiter daran arbeiten, die 3 R-Ziele Schritt für Schritt zu erreichen. Ein weiteres Ziel ist natürlich auch, dass wir die CO2-Neutralität, die wir erreicht haben, auch weiterhin umfassend behalten. Und dass wir immer wieder versuchen, mit neuen Materialien zu arbeiten, neue Sachen herauszufinden, zu testen und dann auch rasch einzuführen. So wie wir jetzt gerade ein neues Leder einführen, kein Kuh-, sondern ein veganes Leder, hergestellt aus Traubenresten aus der Weinproduktion in Italien. Auch das ist möglich, wir haben das lange getestet. Es hat sich herausgestellt, dass es qualitativ mindestens ebenbürtig ist zu Kuhleder.“

Und so viel echtes Engagement wird geschätzt. „Mit Stolz kann ich euch hier auch erzählen“, berichtet Bernheim auf dem Sustainability-Event Ende April, „dass wir für den Green Business Award Schweiz 2022 nominiert wurden. Wir sind eine von 39 Firmen, die zeigen, was sie im Nachhaltigkeitsbereich bereits gemacht haben und welche Ziele sie haben.“

Die renommierte Auszeichnung wird jährlich an dasjenige Schweizer Unternehmen mit der herausragendsten ökologischen Innovation verliehen. In einem ersten Schritt werden in einer Vorjurierung am 18. Mai die fünf besten Lösungen ausgewählt, welche dann am 6. Juli der Fachjury unter der Leitung der ehemaligen Bundesrätin Doris Leuthard präsentiert werden. Die Preisverleihung findet am 23. September 2022 im Rahmen des Swiss Sustainability Forums der Neuen Zürcher Zeitung in Bern statt.

Die textilen Armbänder der neuen „SBB Classic“-Kollektion sind aus recyceltem PET gefertigt und verfügen über komfortable Korkeinlagen und Nähte.
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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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