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Messe München führt die ISPO Munich digital durch – zwei Wochen vor der Inhorgenta 2021

ispo

„In enger Abstimmung mit der Branche und unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Entwicklung, hat sich die Messe München dazu entschieden, die Veranstaltung ausschließlich digital umzusetzen“, heißt es in der offiziellen Mitteilung vom Montag.

Das Veranstaltungsformat baut auf die positiven Erfahrungen der digitalen ISPO Re.Start Days im Juni 2020 auf und soll „weiterentwickelte Möglichkeiten zur Marken- und Produktpräsentation, zum Austauschen und Netzwerken sowie zur Pflege von internationalen Geschäftsbeziehungen“ bieten.

Die ISPO Re.Start Days fanden am 30.Juni/31.Juli dieses Jahres statt. Dabei hielten CEOs renommierter Marken und bekannte Athelten Vorträge und Branchenverbände präsentierten exklusive Studien. In Workshops diskutierten Teilnehmer außerdem über Lösungswege, die Händler, Marken und Zulieferer aus der Krise herausführen könnten.

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Diese Veranstaltung fand rein digital statt. Und auch für die Ispo vom 1. bis 5. Februar 2021 gut zwei Wochen vor der Inhorgenta sieht die Messe keine Möglichkeit für einen sicheren Hybrid-Event als Kombination aus digitaler und Vor-Ort-Veranstaltung.

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe München: „Sowohl die Kunden als auch wir als Veranstalter haben einen hohen Anspruch an die Internationalität und Qualität der ISPO Munich. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen könnten wir diese Erwartungen auf beiden Seiten nicht erfüllen. Mit der ISPO Munich Online ermöglichen wir allen Kunden weltweit die Teilnahme an der Veranstaltung. Gleichzeitig können wir Formate verwirklichen, um neue Zielgruppen zu integrieren. Ich bin mir sicher, dass wir im Februar ein Event erleben werden, das digitalen Branchenaustausch auf höchstem Niveau bieten wird.“

Und auch wenn die ISPO Munich mit der Belegung von 18 Hallen und rund 80.000 Fachbesuchern deutlich größer als die Inhorgenta ist, kommt dennoch die Frage auf, ob denn gut zwei Wochen später an derselben Stelle ein internationaler Branchenevent mit etwa 26.000 Gästen (2020) physisch stattfinden kann.

Kommentar

Antje Heepmann, Redaktion WatchPro Deutschland

Mit der Trendfactory #Reinspire hat die Messe zwar bewiesen, dass sie digitale Events mit spannenden Themen und Rednern umsetzen kann. Aber egal wie gekonnt eine virtuelle Messe aufgezogen wird, eine Vor-Ort-Veranstaltung mit haptischen Erlebnissen bei der Präsentation von Neuheiten, mit persönlichen, nicht über einen öffentlichen Chat einsehbaren Dialogen, zufälligen Begegnungen mit nachhaltiger Wirkung, mit dem ziellosen aber umso inspirierenderen Schlendern durch die Hallen und so weiter ist – all das ist beim Sitzen vor dem Bildschirm, am Tablet oder Smartphone nicht erlebbar.

Umso wichtiger also, dass jeder einzelne jetzt seine Verantwortung ernst nimmt und notwendige Einschränkungen in Kauf nimmt, um das große Ganze am Laufen zu halten. Dann kann die Branche vielleicht im Februar wieder zum Münchner Branchentreff zusammenkommen, um gemeinsam den Weg in die Zukunft einzuschlagen.

Tags : CoronainhorgentaISPOKlaus DittrichMesse MünchenTrendfactory
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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