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MCH Group verspricht den Ausstellern eine volle Kostenerstattung für den Fall der Absage der HourUniverse

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Die HourUniverse ist bislang die einzige Uhrenmesse der Schweiz, die noch an der Durchführung als Präsenzveranstaltung im kommenden Jahr festhält. Geplant ist der Nachfolge-Event der Baselworld vom 8. bis 12. April 2021 … sofern die Pandemie diese Pläne nicht durchkreuzt.

Im Interview mit dem Magazin europa star erläutert MCH Direktor und HourUniverse-Chef Michel Loris-Melikoff, dass man für alle Eventualitäten gewappnet sei, und dass er trotz aller beschleunigten Digitalisierung im Corona-Jahr ein physisches Treffen für die Branche unabdingbar ist, „wie die Geneva Watch Days im vergangenen August erneut gezeigt haben. Wenn die 600 Aussteller, die wir in Basel hatten, ihre eigenen Roadshows starten würden, wäre dies für die Einkäufer nicht sinnvoll. Die Situation erfordert mehr denn je eine globale Plattform.“

Nun ist allenthalben bekannt, dass die Baselworld in den letzten Jahren ihres Daseins massiv und rasant an Ausstellern einbüßte und zugleich die Kritik an den immensen Kosten für Messestände sowie Kost und Logis in Basel immer lauter wurde.

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Zu diesem schweren Erbe aus der Vergangenheit kommen nun noch die durch Corona erschwerten Voraussetzungen für die Durchführung einer physischen Messe.

„Die erste Bedingung ist, dass die Schweizer Behörden uns erlauben, die Show abzuhalten. Ohne Berücksichtigung des neuen Impfstoffs dauerte es zwei Monate, bis die erste Welle der Pandemie im Land abgeklungen war. Wir hoffen, dass zwei bis drei Monate ausreichen, um die zweite Welle zu überwinden.“

Das könnte zeitlich gerade ausreichen, um die Messehallen tatsächlich öffnen zu können. Für den Fall, das es nichts wird, gibt es aber bereits Pläne, wie er dem europa star sagte:

„Wir richten uns an 300 bis 350 Aussteller, die eine volle Rückerstattung im Falle einer Stornierung erhalten, sei es aufgrund einer Absage durch die MCH Group oder aufgrund von Reisebeschränkungen durch das Herkunftsland des Ausstellers. Mit dieser Rückerstattungsrichtlinie möchten wir den Ausstellern ein starkes Signal senden.“

Als Vorteil nennt er dabei, dass die MCH Group die HourUniverse in den eigenen Hallen durchführt, was viel Flexibilität mit sich bringt. Zudem versucht man den in der Regel sechsmonatigen Vorlauf für eine solche Messe zu verkürzen.

„Wir bieten neue schlüsselfertige Standformate an, die viel einfacher zu implementieren sind. Angesichts der vielen Unsicherheiten können wir natürlich nicht ausschließen, dass sich der April irgendwann als unrealistisch herausstellen wird. Da wir aber eine eigene Ausstellungsfläche haben, sind wir sehr flexibel.“

Und auch in Sachen Preisgestaltung betont Michel Loris-Melikoff, „dass wir uns in Bezug auf die Preise sowohl für Messestände als auch für Übernachtungen wirklich verändert haben.“

Im Interview mit dem europa star verrät der Messechef auch die Preise: In den Haupthallen reichen diese von 25.000 Schweizer Franken (20 qm) über 100.000 Schweizer Franken (80 qm) bis hin zu einem Anfangsbetrag von 240.000 Schweizer Franken für Pakete mit vier Ständen von je 40 Quadratmetern.

„Wir werden auch Preise haben die bei 4.300 Schweizer Franken beginnen, für die kleinsten Flächen im Bereich Incubators, die den Startups vorbehalten sind.“

Und auch wenn er von schlüsselfertige Standformate spricht, bestehen Individualisierungsmöglichkeiten. „Die Einrichtung ist vorhanden, aber wenn ein Aussteller einen gelben Teppich anstelle eines dunkelgrauen bevorzugt, kann er diesen ändern.“ Im Vordergrund stand laut Loris-Melikoff jedoch, die Preise günstigeren Messeformaten in Europa anzugleichen.

Und was ist, wenn Corona wieder einen Strich durch die Messerechnung macht? Dann wird zumindest die ohnehin geplante digitale Plattform an den Start gehen.

„Darüber hinaus verkaufen wir keine rein physische, einmalige Show mehr, sondern eine kontinuierliche Präsenz auf der digitalen Plattform, die wir im Februar starten werden. Heute muss eine Messe das ganze Jahr über aktiv sein; Ansonsten spricht zwei Wochen nach der Veranstaltung niemand mehr darüber. Wir wollen die Community das ganze Jahr über am Leben erhalten.“

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