close

MB&F und das verrückteste Tourbillon aller Zeiten

TD4

Die „Legacy Machine Thunderdome“ ist das Ergebnis des Zusammentreffens zweier Meisteruhrmacher.

Der eine ist ein legendärer Vordenker aus dem Vallée de Joux, der für seine unkonventionellen und atemberaubenden Komplikationen bekannt ist. Der andere ist ein berühmter Perfektionist und Vertreter des traditionellen Handwerks aus Môtiers: Eric Coudray und Kari Voutilainen.

 

Story continues below
Advertisement

Weltneuheit Nummer 1

MB&F-Gründer Maximilian Büsser meint: „Neben vielen anderen Dingen macht mich bei diesem Exemplar besonders glücklich, dass ich zwei Menschen unserer Branche zusammenbringen konnte, die ich selbst verehre und die beide unglaublich talentiert sind, aber sehr verschiedene Stile und Persönlichkeiten darstellen und noch nie zuvor miteinander gearbeitet hatten.“

 

Die einzige Aufgabe, die MB&F Eric Coudray mit auf den Weg gab, war es, „den verrücktesten und kunstvollsten dreiachsigen Tourbillon zu schaffen, den es je gegeben hat“.

Nachdem er also freie Hand für die Entwicklungsarbeit erhalten hatte, konstruierte Coudray etwas seiner Erfahrung nach völlig Neuartiges: einen über das Tourbillon hinausgehenden Mechanismus, nämlich den neuen, von MB&F patentierten „TriAx“-Mechanismus.

Weltneuheit Nummer 2

Anstelle des Systems, bei dem jede sich drehende Achse einem Käfig zugeordnet wird, widersetzt sich der TriAx-Mechanismus der Logik mit einer dreiachsigen Konfiguration mit zwei Käfigen. Diese erlaubt nicht zuletzt eine völlig neuartige Sichtbarkeit des schlagenden und umherwirbelnden Herzens der „Thunderdome“.

Weltneuheit Nummer 3

Mit dem TriAx-Mechanismus der „LM Thunderdome“ stellt Coudray die gängigsten, für Hemmungen geltenden Annahmen auf den Kopf. Die aus dem Federhaus entweichende Energie wird von der ungewöhnlichen Potter-Hemmung gesteuert. Sie verwendet ein festes Hemmungsrad anstelle der beweglichen Hemmungsräder, die in nahezu allen üblichen modernen rotierenden Hemmungen verwendet werden.

Das feste Hemmungsrad der Potter-Hemmung – benannt nach dem im 19. Jahrhundert lebenden Uhrmacher und Erfinder Albert H. Potter – ermöglicht in einem derartigen Mechanismus eine höhere Drehgeschwindigkeit. Ein festes Hemmungsrad in einem dreiachsigen rotierenden Mechanismus ist etwas völlig Neuartiges, dessen Umsetzung bei der “LM Thunderdome” erstmals gelingt.

Ein zusätzlicher Vorteil der Potter-Hemmung besteht darin, dass mehr Raum für Unruh und Spiralfeder vorhanden ist, damit eine weitere Neuentwicklung besser zur Geltung kommt: Die halbkugelförmige Unruh mit gewundener Spiralfeder.

Zum ersten Mal in einer MB&F-Kreation hat Kari Voutilainen die Sperrräder mit seinem ganz eigenen Finissierungsstil veredelt. Durch diese Technik erhält die kreisförmige Oberfläche einen schimmernden Glanz und das Licht wird in s-förmigen Wellen zurückgeworfen. Diese Technik ist ein streng gehütetes Geheimnis in den Werkstätten von Voutilainen und bedarf einer jahrelangen Erfahrung und spezifischer Werkzeuge für die Ausführung.

Die „LM Thunderdome“ erscheint in zwei limitierten Editionen: 33 Exemplare aus Platin 950, mit einer hellblauen Zifferblattplatte mit Guillochierung; 10 Exemplare aus Tantal.

Tags : legacy machinemb&Ftourbillon
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

Leave a Response