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LVMH-Umsatz ging im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent zurück

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Im Segment Uhren und Schmuck betrug der Rückgang des organischen Umsatzes sogar 26 Prozent. Bulgari verzeichnete aufgrund der Schließung seiner Filialen, insbesondere in Asien, einen Rückgang seiner Aktivitäten. Und TAG Heuer sowie Hublot waren nach einem guten Start in das Jahr von der Reduzierung der Bestellungen durch Einzelhändler betroffen, heißt es in der offiziellen Mitteilung von LVMH.

Die Schließung der Produktionsstätten und Geschäfte der Gruppe in den meisten Ländern der Welt im ersten Halbjahr wird sich auf den Jahresumsatz und das Jahresergebnis auswirken, so die Prognose des Konzerns.

„Diese Auswirkungen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genau bewertet werden, ohne den Zeitplan für die Rückkehr zum normalen Geschäft in den verschiedenen Bereichen zu kennen, in denen der Konzern tätig ist. Wir können nur hoffen, dass die Erholung ab Mai oder Juni nach einem zweiten Quartal, das insbesondere in Europa und den USA noch stark von der Krise betroffen sein wird, schrittweise erfolgt.“

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In einer Sitzung am 15. April 2020 bewertete der LVMH-Verwaltungsrat die wirtschaftliche Situation infolge der Covid-19-Pandemie und beschloss die Reduzierung der Dividende um 30 Prozent vorzuschlagen. (Der Verwaltungsrat der Swatch Group hatte der Hauptversammlung ebenfalls eine Kürzung der Dividende vorschlagen, und zwar in Höhe von gut 30 Prozent.)

Die LVMH-Dividende für 2019 beträgt daher 4,80 € je Aktie. Angesichts der am 10. Dezember 2019 gezahlten Zwischendividende wird am 9. Juli der Restbetrag von 2,60 € je Aktie ausgezahlt.

Bernard Arnault, Vorsitzender und Chief Executive Officer von LVMH, verzichtet zudem wegen der Krise auf sein Gehalt für die Monate April und Mai. Außerdem werde er für das Gesamtjahr keine variable Vergütung erhalten. Auch andere Topmanager würden ihre Einkünfte vermindern.

Arnault sagte: „In diesem beispiellosen Kontext möchte ich zunächst unseren Teams auf der ganzen Welt danken, die sich an den gemeinsamen Bemühungen beteiligt haben, um Pflegekräften zu helfen, indem sie hydroalkoholisches Gel für Händedesinfektionsmittel und medizinische Masken hergestellt haben oder sogar bei der Beschaffung wichtiger Geräte für Krankenhäuser geholfen haben. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Kunden muss unsere oberste Priorität bleiben. Auf globaler Ebene arbeitet die Gruppe eng mit den Teams der einzelnen Maisons zusammen, um ihnen alle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie benötigen. Dank des Engagements aller und der Stärke ihrer Marken ist die LVMH-Gruppe angesichts dieser weltweiten Herausforderung weiterhin gut aufgestellt. Seit einigen Wochen haben unsere Teams erneut gezeigt, dass Exzellenz, Kreativität und Reaktionsfähigkeit es uns ermöglichen, diese Krise nicht nur zu überwinden, sondern vor allem noch stärker zu werden, wenn sie nachlässt.“

Tags : ArnaultbulgariCoronaCovid-19HublotlvmhTag Heuerzenith
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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