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LVMH-Gewinn schrumpft massiv um 84 Prozent

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Gestern Abend gab LVMH die Halbjahresergbenisse bekannt. Mit einem Umsatz von 18,4 Milliarden € verzeichnete der Luxusgüterkonzern einen Rückgang in Höhe von 27 Prozent (-28 % auf organischer Basis*).

Das Unternehmen bezeichnet das Ergebnis angesichts der globalen Corona-Pandemie als ein Zeichen für die Widerstandsfähigkeit des Konzerns auch in Krisenzeiten.

Dieses spiegelt aber nicht den massiven Rückgang des Umsatzes im zweiten Quartal wieder, der auf organischer Basis 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrug. Vor allem in den USA und Europa liefen die Geschäfte schlecht, in Asien, vor allem in China, sieht LVMH aber Zeichen für eine Erholung. Positiv entwickelt sich die Online-Umsätze.

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Der operative Gewinn ging um fast 70 Prozent zurück und betrug im ersten Halbjahr 2020 1.671 Millionen € (2019: 5.295 €). Dazu trug die Sparte Schmuck & Uhren lediglich mit 17 Millionen € Gewinn (2019: 357 €) bei, der Umsatzrückgang hier betrug 39 Prozent.

Netto verbuchte der Konzern mit insgesamt 522 Millionen € sogar einen um 84 Prozent geringeren Gewinn als im ersten Halbjahr 2019.

Mit diesem Ergebnis reiht sich LVMH bei den anderen Big Playern der internationalen Luxusgüter- beziehungsweise Uhrenbranche ein. Die Swatch Group meldete für das erste Halbjahr einen Umsatzrückgang von 40 Prozent. Und bei Richemont ging der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021, das am 30. Juni endete, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent zurück.

Bernard Arnault, Vorsitzender und CEO von LVMH, sagte: „LVMH zeigte eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber der schweren Gesundheitskrise, die die Welt in der ersten Hälfte des Jahres 2020 erlebte. Unsere Maisons haben bemerkenswerte Agilität bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung ihrer Kosten und zur Beschleunigung des Wachstums der Online-Verkäufe gezeigt. Obwohl wir seit Juni starke Anzeichen für eine Belebung der Aktivität beobachten konnten, bleiben wir für den Rest des Jahres sehr wachsam. Wir lassen uns weiterhin von einer langfristigen Vision, einem tiefen Verantwortungsbewusstsein und einem starken Engagement für Umweltschutz, Integration und Solidarität leiten. Im gegenwärtigen Kontext setzen wir uns noch entschiedener für kontinuierliche Fortschritte in diesen Bereichen ein. Dank der Stärke unserer Marken und der Reaktionsfähigkeit unserer Organisation sind wir zuversichtlich, dass sich LVMH in einer hervorragenden Position befindet, um von der Erholung, die sich hoffentlich in der zweiten Jahreshälfte bestätigen wird, zu profitieren und unsere Führungsposition auf dem globalen Luxusmarkt im Jahr 2020 zu stärken.“

* bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen der Konzernstruktur

Tags : ArnaultCoronaGewinneinbruchlvmhQuartalszahlen
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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