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„LVMH-Chef Bernard Arnault greift Amazon an“

Arnault

Wie das handelsblatt.com unter der Überschrift „LVMH-Chef Bernard Arnault greift Amazon an“ am Dienstag berichtete, äußerte sich Frankreichs reichster Mann während der Präsentation der Geschäftszahlen auch zum Ausbruch des Corona-Virus und zu den Geschäftspraktiken von Amazon.

„Der Gipfel der Epidemie wird wohl in paar Wochen erreicht, sagt uns die Regierung, die Epidemie könnte schon während des Monats März bewältigt werden“, wird Arnault zitiert. „Ich weiß natürlich nicht, ob das stimmt.“

Für das Unternehmen ist dies durchaus von großer Bedeutung, da dieses ein Drittel seines Umsatzes in China erwirtschaftet. Welche Auswirkungen dieser Markt haben kann, zeigen die Unruhen in Hongkong. Dort brach der LVMH-Umsatz im vierten Quartal 2019 um 40 Prozent ein. Trotzdem war das vergangenen Jahr ein Rekordjahr für Arnault, der Jahresumsatz stieg erstmals über 50 Milliarden €.

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„Die Konjunktur trägt“, sagte er, dennoch werde es in absehbarer Zeit eine schwere Wirtschaftskrise geben, die Zeit des leichten Geldes und der Nullzinsen könne nicht ewig anhalten, führte er weiter aus.

Kein gutes Haar ließ er an der Onlineplattform Amazon, dort würden nachgeahmte und verfälschte Produkte verkauft.

„Jeder weiß, dass Produktpiraterie mit dem organisierten Verbrechen und dem Terrorismus verbunden sind, man fragt sich, wieso angesehen Unternehmen in dieser Richtung aktiv sein können, ohne dass es jemanden stört“, so Arnault, der sich zudem darüber beklagte, dass auf Amazon angeblich in großer Menge Produkte verkauft würden, die Markenware von LVMH imitieren würden.

„Schon merkwürdig, man findet keine Waffen und keine Pornos auf Amazon, aber angeblich sind sie nicht dazu in der Lage, Produktpiraterie zu entfernen.“

Die Äußerungen Arnaults sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass Amazon zukünftig eine Plattform für Luxusprodukte werden will.

Mit darf gespannt sein, wie der Internetriese auf die harten Vorwürfe des Milliardärs Arnault reagieren wird.

Tags : amazonArnaultHongkonglvmh
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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