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Loek Oprinsen: „Ligure Watches ist kein One Shot”

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Ligure Watches ist für Loek Oprinsen, Geschäftsführer von ILP Luxury, jedoch absolutes Neuland. Die Marke wird als Start-up ins Leben gerufen, die Finanzierung läuft mittels Crowdfunding und statt klassisch-elegant wie bei Ebel sind die Ligure-Uhren sportlich-modern.

Loek Oprinsen und seine drei Mitgründer hegen dennoch keine Zweifel, dass Ligure Watches eine Eintagsfliege werden könnte oder gar den Start in den Markt ganz verpassen könnte. Das niederländisch-italienische Projekt ist eigentlich einem Zufall zu verdanken, denn Oprinsen traf bei einem Tauchausflug an der italienischen Riviera in Liguren nach vielen Jahren drei Freunde wieder, die er lange nicht gesehen hatte:

Jannieke van Geet de Jong (Designerin und Gründerin von The Dutch Card House Company), Pieter van Geet (Unternehmer und Marketingexperte ) und Rob van Herpt (professioneller und passioniertet Uhrentechniker). Tauchen, Design, Krativität, Uhren, Unternehmertum, Italien, Luxus – im Rückblick ist es eigentlich kein Wundern, dass dieses Zusammentreffen Folgen in Form einer neuen niederländisch-italienischen Taucheruhrenmarke haben sollte.

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Noch steht Ligure Watches ganz am Anfang, das Crowdfunding startete Ende November auf der Plattform Indiegogo und soll schnellstmöglich abgschlossen werden. Denn bereits im Januar möchte Loek Oprinsen mit der Produktion starten, um im April 2021 auf den Markt zu kommen.

„Zuerst möchten wir die Markenbekanntheit von Ligure Watches vorantreiben. Wir sind eine ganz neue Brand in einem sich schnell verändernden Markt, aber das bringt den Vorteil mit, dass wir Entscheidungen schnell und kurzfristig treffen können. Wir können uns voll auf unsere Zielgruppe konzentrieren und das sind leidenschaftliche Uhren-Enthusiasten und abenteuerlustige Menschen, die Outdoor-Aktivitäten wie Tauchen und Wassersport lieben. Sie werden die hohe Qualität und die Authentizität von Ligure Watches sowie den fairen Preis der Uhren schätzen.“

Die erste Kollektion soll drei Modelle umfassen und trägt den Namen „The Tartaruga Series“. Tartaruga ist das italienische Wort für Schildkröte, die als Inspirationsquelle für das 43-Millimeter Edelstahlgehäuse in Kissenform diente. Die Krone ist für einen höheren Tragekomfort bei vier Uhr platziert.

Die Ligure-Uhren sind bis 20 Bar wasserdicht, mit einer einseitige drehbaren Lünette, Superluminova und Saphirglas ausgestattet, sie sind antimagnetisch, stoßfest, korrosionsbeständig gegen Meerwasser und erfüllen die ISO 6425-Kriterien und zeichnen sich so als echte Taucheruhren aus.

Für zuverlässige Präzision sorgen in den GMT-Modellen mit blauem beziehungsweise weißem Zifferblatt das Automatikwerk SW330 von Sellita und in der Version mit schwarzem Zifferblatt das SW200. Getragen werden die Uhren entweder an einem zweifarbigem Kautschukband (schwarz/rot und schwarz/blau) oder an einem Edelstahlband.

Die UVP liegen zwischen 795 und 995 €, während der Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo liegen sie allerdings zwischen 495 und 695 €.

In den aktuellen Zeiten, in denen es auch ohne Corona nicht einfach ist, nachhaltig eine neue Marke zu platzieren, stellt sich unweigerlich die Frage, woher Loek Oprinsen seinen Optimismus nimmt und weshalb er fest an den Erfolg von Ligure Watches glaubt.

„Eine neue Marke muss authentisch sein und echte Qualität bieten. Das Design von Ligure Watches einen hohen Erkennungswert, und wir konzentrieren uns zuden auf eine wirklich faire Preisgestaltung.

In unserer Branche gibt es ohne Zweifel ‚Hindernisse‘, und sehr oft werden einfach nur die Margen maximiert.

Das bedeutet: Die Uhren werden immer teurer – die Qualität wird allerdings meistens nicht besser. Das entspricht in keiner Weise unserem unternehmerischen Denken.

Stattdessen waren wir vier Gründer uns sehr schnell einig, was unser Hauptziel ist: Es muss eine hochwertige Uhr zu einem erschwinglichen Preis sein. Und wir finden, dass unser Preis-Leistungs-Verhältnis einzigartig ist. Das werden auch die Uhrenliebhaber schnell bemerken.

Wir beobachten außerdem, dass zunehmend mehr Menschen ihre Individualität unterstreichen möchten. Und dabei wollen sie nicht blindlings irgendwelchen Modeerscheinungen und Trends hinterherlaufen. Genau für diese Zielgruppe haben wir Ligure Watches gemacht.“

Im ersten Step sollen die Uhren online verkauft werden, „aber selbstverständlich werden wir zum richtigen Zeitpunkt auch in den klassischen Einzelhandelsvertrieb einsteigen. Ligure Watches ist kein ‚One Shot‘. Es wird noch einiges kommen.“

 

Tags : crowdfundingILPLigure WatchesLoek OprinsenTaucheruhr
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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