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Lockdown in Österreich: Stationärer Handel erwartet Umsatzverluste von 2,7 Milliarden €

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Die österreichische Bundesregierung hat einen bundesweiten harten Lockdown für alle verkündet, der ab heute in Kraft tritt und 20 Tage dauern und spätestens am 13. Dezember automatisch in einen „Lockdown für Ungeimpfte” übergehen soll.

Ab 1. Februar 2022 soll überdies eine allgemeine Impfpflicht in Kraft treten, um weitere Lockdowns und eine fünfte Corona-Welle zu verhindern.

„Das Handlungserfordernis ist aufgrund des Gesundheitsnotstandes in Österreich unbestritten. Es liegt aber auch in der Verantwortung des Handelsverbandes, auf die bevorstehende wirtschaftliche Notlage hinzuweisen. Ein harter Lockdown im Weihnachtsgeschäft bedeutet, dass wesentliche Teile des stationären österreichischen Handels existenziell gefährdet sind und selbstredend dessen Arbeitsplätze. Die Branche muss Umsatzverluste von rund 2,7 Milliarden Euro verkraften”, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.

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Daher braucht es zusätzlich zu den Hilfen, die bereits angedacht sind, eine wesentlich feinmaschigere Form der Unterstützung, da ALLE Betroffenen erreicht werden müssen. Neben dem obersten Ziel, die Gesundheitssituation der Bevölkerung zu verbessern und die Lage auf den heimischen Intensivstationen zu stabilisieren, dürfen auch ökonomische und soziale Ziele nicht vergessen werden, so der Verband.

„Der Handelsverband fordert daher einmal mehr eine Ausweitung des Ausfallsbonus und ergänzend ein neues Set an Hilfen zur Stabilisierung des Handels- und Wirtschaftsstandortes Österreich. Die Gelder für den ‘Patient Wirtschaft’ müssen ab Tag 1 des Lockdowns fließen”, fordert Rainer Will.

Denn viele heimische Händlerinnen und Händler, die ihre Lager vor dem Weihnachtsgeschäft aufgefüllt und dementsprechend Kapital in Ware gebunden haben, fürchten nun massive Liquiditätsengpässe. Einige haben auf die Lockdown-Gerüchte der letzten Tage mit Rabattaktionen reagiert, um nicht wieder auf der gesamten Saisonware sitzenzubleiben.

Heute und morgen dürfte es in vielen Geschäften und Einkaufsstraßen zu einem großen Ansturm und mancherorts auch zu Schlangenbildung kommen, das lässt sich kaum vermeiden.

Auslöser dafür sei allerdings nicht der Handel, der sich logischerweise um jeden Kunden bemüht, um die Warenlager zu leeren, sondern die politischen Entscheidungsträger aufgrund der späten Ankündigung und der kurzen Vorlaufzeit bis zum In-Kraft treten des Lockdowns, sagt der österreichische Handelsverband, der appeliert, Weihnachtsgeschenke während des Lockdowns möglichst in heimischen Webshops und auf regionalen Online-Marktplätzen einzukaufen. Auf www.kaufsregional.at sind mehr als 5.000 heimische Webshops aufgelistet.

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