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Jean-Claude Biver schafft das Award-Triple

BiverRedDot – Kopie

Im November 2019 die Auszeichnung mit dem „Lifetime Achievement Award“ von WatchPro UK, im Januar die Erennung zum „Chevalier de l’Ordre National de la Légion d’Honneur“ durch Frankreich, und nun der „Red Dot: Personality Prize“, der 2020 erstmals vergeben wird. Das nennt man wohl ein Award-Triple.

Beim „Red Dot Award: Product Design“ dreht sich in diesem Jahr alles um Innovationen: Mit der Einführung der beiden Metakategorien „Smart Products“ und „Innovative Products“ rückt der Wettbewerb Neuheiten und ihre Bedeutung für die Steigerung der Lebensqualität weiter in den Fokus.

In diesem Zuge wird von nun an zusätzlich ein Creative Leader mit dem Red Dot: Personality Prize“ geehrt, der es geschafft hat, eine gravierende Veränderung einzuleiten, Chancen zu nutzen und etwas Neues zu schaffen. Am 22. Juni wird Jean-Claude Biver der erste sein, dem diese Auszeichnung in Essen überreicht werden wird.

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Er hat die Schweizer Uhrenherstellung revitalisiert und in den vergangenen Jahren zahlreiche Marken saniert, begründet die Organisation ihre Entscheidung. Die Zeitmesser, die unter seiner Führung entwickelt wurden, überzeugten die Jury des „Red Dot Award: Product Design“ etliche Male in ganz besonderem Maße. So erhielt die Luxus-Smartwatch mit Tourbillon-Modul „TAG Heuer Connected Modular 45 Luxury Kit“ im Jahr 2018 beispielsweise die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs, den „Red Dot: Best of the Best.“

Red-Dot-CEO Prof. Dr. Peter Zec gratuliert:

„Ich pflege eine ganz persönliche Beziehung zur Uhrenbranche: Zeitmesser faszinieren mich, weswegen ich zu einem echten Sammler geworden bin. Insbesondere deswegen freue ich mich, Jean-Claude die Auszeichnung im Rahmen der Red-Dot-Gala persönlich zu übergeben. Nach der Quarzkrise war er einer der wenigen, der immer noch an die mechanische Armbanduhr geglaubt und damit die Initialzündung für ihr Comeback gegeben hat. Mit viel Herzblut, persönlichem Engagement und unvergleichlichem Gespür für erfolgsversprechende Chancen hat er es geschafft, den Markt für Uhren zu revolutionieren und Marken zu entwickeln, deren Qualitätsversprechen ohne Gleichen sind. Meinen herzlichen Glückwunsch zu dieser einzigartigen Leistung.“

Jean-Claude Bivers Erfolg begann 1982 mit dem Erwerb der Rechte an der Marke Blancpain, die zu diesem Zeitpunkt seit rund 20 Jahren inaktiv vor sich hin schlummerte. Unter seiner Leitung blühte das Unternehmen wieder auf und machte nach wenigen Jahren den großen Namen der Branche Konkurrenz. 1992 verkaufte Biver Blancpain an die heutige Swatch Group und trat dem Management-Team des Unternehmens bei. In dieser neuen Rolle übernahm er das Marketing und die Produktentwicklung der Marke Omega.

Mit dem Launch des Chronographen „Big Bang“ gelang Biver der nächste große Clou. Hublot, dessen Management der Uhrenexperte 2003 übernahm, verzeichnete rasantes Wachstum nach der Vorstellung des neuen Modells auf der Baselworld 2005. Durch seine unermüdliche Leidenschaft und seine einzigartigen Ideen verzehnfachte sich der Umsatz des Unternehmens innerhalb von vier Jahren von 25 Millionen auf 200 Millionen CHF. 2008 wurde die Marke schließlich an LVMH verkauft.

Damit begann ein gänzlich neues Kapitel in Bivers Karriere, das 2014 in der Leitung des Uhrengeschäfts des französischen Luxusgüterkonzerns mündete. Seither verantwortet er die Marken Hublot, TAG Heuer und Zenith. 2018 gab Biver aus gesundheitlichen Gründen bekannt, sich aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Als nicht-exekutiver Präsident bleibt er demUnternehmen jedoch erhalten.

Am 22. Juni 2020 wird Jean-Claude Biver während der Red-Dot-Gala im Essener Aalto-Theater mit dem „Red Dot: Personality Prize“ prämiert. Sein Auftritt auf der Bühne stellt dabei einen der Höhepunkte des Abends dar. Darüber hinaus erwartet Gäste die Ehrung des „Red Dot: Design Team of the Year 2020“ sowie die Übergabe der Trophäen an die „Red Dot: Best of the Best“-Sieger.

Tags : awardBiverHublotlvmhRed DotTag HeuerZeczenith
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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