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Je teurer die Uhr, desto größer das Interesse an der Blockchain

Blockchain

Die Blockchain ist in aller Munde, auch wenn sich vielen die genaue Funktionsweise noch nicht erschließt. Kurz gesagt handelt es sich um eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die mittels kryptografischer Verfahren so miteinander verkettet sind, dass die wachsende Datenbank nicht manipulierbar ist.

In Zeiten, in den Uhren nicht mehr nur Statussymbol, sondern auch Wertanlage sind, und die Pre-owned-Uhren-Plattformen immer weiter steigende Transaktionszahlen melden, ist das Thema auch für den globalen Uhrenmarkt in den Fokus gerückt.

Der Uhren-Monitor hat sich dieses Themas angenommen und ist unter anderem zu dem Ergebnis gekommen: Je höher die Ausgabebereitschaft für eine Uhr ist, desto größer ist auch das Interesse, seine Uhr in der Blockchain registrieren zu lassen

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Grundsätzlich gilt, dass bei den an einer Blockchain-Registrierung Interessierten vor allem Automatikuhren und Smartwatches ganz oben auf der Einkaufsliste stehen und sie beim Kauf besonders stark auf Wertbeständigkeit und Marken-Exklusivität achten. Befragt wurden mehr als 5.000 Personen.

Der Uhren-Monitor von responsio bietet die umfassendste Untersuchung des deutschen Uhrenmarktes aus Sicht des Verbrauchers. Frank-Michael Müller rief 2012 das Unternehmen ins Leben, um seine Leidenschaft für exklusive Armbanduhren mit seiner beruflichen Passion der Marktforschung zu verbinden. Der Uhren-Monitor bietet Herstellern und Handel alle nötigen Informationen, um relevante Zielgruppen zu identifizieren und erfolgreich anzusprechen.

Fazit: Wie zu erwarten war, sorgt das technisch komplexe und neue Thema Blockchain noch für Unsicherheit, was zu dem hohen Wert derjeingen führt, die keine klare Aussage treffen können, ob eine Registrierung in der Blockchain ihre Kaufentscheidung beeinflussen würde (69 %). Der Wert von 20 Prozent, bei denen sich eine derartige Registrierung positiv auf die Kaufentscheidung auswirken würde, ist dennoch ein deutliches Signal, dass diese Technologie zunehmend an Akzeptanz gewinnt.

 

Fazit: Bei denjenigen, die an der Registrierung ihres Uhrenkaufs in der Blockchain interessiert sind, scheint es wenig Vorbehalte bezüglich der Datensicherheit zu geben. 78 Prozent wären bereit, auch weitere, eigene Dokumente dort speichern zu lassen. Unterteilt man die Ausgabebereitschaft weiter, wird deutlich: je höher diese ist, desto größer ist auch das Interesse an der Blockchain.

 

Fazit: Diejenigen, die ihren Uhrenkauf in der Blockchain registrieren lassen würden, würden als weitere Dokumente vor allem solche über das Produktionsdatum, Ausstattung und Materialien der Uhr, Zertifikate sowie Informationen über Eigentümer/Vorbesitzer dort hinterlegen. Alle anderen abgefragten Dokumente zu Services/Revision, verwendete Ersatzteile, Herkunft der Materialien, Listenpreis usw. erhielten Werte zwischen 0 und 6 Prozent.

 

Fazit: Anders als erwartet, ist die jüngere Zielgruppe, die bereits mit digitalen Medien aufgewachsen ist, nicht stärker an der Blockchain interessiert als andere Generationen. Darüber hinaus ist die Alterstruktur bei den Befragten, die die Blockchain ablehnen beziehungsweise bei der ersten Frage mit „Ich weiß nicht“ geantwortet haben, ähnlich verteilt. Aus dem Alter lässt sich also die Affinität zur Blockchain nicht ablesen.

 

*Die Sinus-Milieus sind eine vom Markt- und Sozialforschungsunternehmen Sinus-Institut entwickelte Gesellschafts- und Zielgruppen-Typologie für mehr als 40 Länder, die auf sozialen Milieus basiert.

Fazit: Die Performer bilden ist die Leistunsgelite mit global-ökonomischem Denken, einem Selbstbild als Konsum- und Stil-Avangarde, hoher Technik- und IT-Affinität und Etablierungstendenz. Acht Prozent der Deutschen und jeweils zehn Prozent der Österreicher und Schweizer gehören dazu. Als Teil des Sozial gehobenen Milieus sind sie die klassische Uhren-Zielgruppe. Ihr Anteil nimmt zu, berücksichtig man nur die an der Blockchain Interessierten.

 

Tags : BlockchainresponsioUhrenmarkt
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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