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Initiative „Händler helfen Händlern“ bereitet Sammelklage vor

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Marcus Diekmann, Geschäftsführer von Rose Bikes und Initiator der Pro-Bono-Initiative „Händler helfen Händlern“, kritisiert gegenüber WatchPro das geplante Bundesinfektionsschutzgesetz und mahnt vor allem eine massive Ungleichbehandlung an.

„Staatliche und staatsnahe Einrichtungen zwingen teilweise ihre Mitarbeiter, in Großraumbüros mit bis zu 2.000 Mitarbeitern zu arbeiten, und es gibt keine Homeofficepflicht. Aber Privatpersonen sollen sich abends nicht treffen dürfen und der Handel soll geschlossen werden. Auch die produzierenden Betriebe werden nicht umfassend eingeschränkt, wohl aber der Handel, obwohl das RKI bereits bestätigt hat, dass der Handel kein Infektionsherd ist.“

Dabei verkennt er nicht die Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausgeht. „Wir müssen Menschenleben schützen, aber es muss sozial, gerecht, fair und gut sein. Wir haben heute viele tolle Möglichkeiten wie Schnelltests, FFP2-Masken, bereits geimpfte Menschen und die Luca App für eine lückenlose Registrierungen.“

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Aber auch zwischen den verschiedenen Handelsformen besteht eine Ungleichbehandlung, sagt Marcus Diekmann: „So dürfen Lebensmittelkonzerne bis zu 40 Prozent ihres Umsatzes aus Dingen des nichttäglichen Bedarfs erzielen.“ Zudem gäbe es keine ausreichenden Unterstützungsmaßnahmen. „Der Staat kann ja entscheiden, den Handel und die Gastronomie für die nächsten Monate oder gar Jahre immer wieder zu schließen. Dann muss der Staat dieses aber auch als Handelskrise anerkennen und dementsprechend Schadensersatz im vollen Umfang leisten.“

Sein Appell lautet: 

„Lieber Staat: Vertraut uns – wir Bürger und Händler können mehr als Lockdown! Gemeinsam schaffen wir das.“

Bei einem Appell soll es aber nicht bleiben, sollte das Bundesinfektionsschutzgesetz in Kraft treten.

Auf Initaitive von „Händler helfen Händlern“ (mit fast 4.000 angeschlossenen Händlern) und Rose Bikes haben sich gestern Mirco Silz (CEO L`Osteria), Alexander von Preen (CEO Intersport), Mark Rauschen (CEO L&T), Ulrich Fischer (CEO Fischer Modehäuser) und Fabian Engelhorn (CEO Modehandel Engelhorn) digital darauf geeinigt, dass „wir uns einer Verfassungsklage in Form einer Sammelklage auf Schadensersatz anschließen werden“

Nach dem Gespärch haben Tom Tailor und Bonita ebenfalls die Bereitschaft bekundet, sich an der Sammelklage zu beteiligen.

„Händler helfen Händlern“ bietet an, dass sich jeder in der Linkedin-Gruppe der Initiative melden kann, um das Interesse an der Beteiligung an der Sammelklage an die entsprechenenden Rechtsanwaltskanzleien zur Koordination der Klage weiterzuleiten.

„Damit fordern wir die Politik auch zum Dialog auf, um gemeinsam gerechte und vor allem sinnvolle Kompromisse zu erarbeiten“, erläutert Diekmann.

Und dabei soll die Gastronomie eingeschlossen werden.

„Wir werden die Interessen des Handels und der Gastronomie bündeln und damit eine noch gewichtigere Stimme bekommen.“

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