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Heepmanns Kolumne: Die neue Apple Watch ist größer und kann mehr – eine gute Nachricht für die Uhrenindustrie!

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Was im ersten Moment überraschend erscheint, ergibt nach kurzer Überlegung durchaus Sinn. Über den Launch der Apple Watch 7 können sich die Uhrenhersteller durchaus freuen.

Zunächst aber einmal zur neusten Smartwatch-Generation aus Cupertino, die vorgestern vorgestellt wurde: Ein entscheidender Unterschied zu den Vorgängern ist die Größe. So ist die Apple Watch 7 mit einem 45-Millimeter-Gehäuse zu haben. Dank eines schmaleren Randes wächst dadurch das Display um satte 20 Prozent.

Genutzt wird der Raumgewinn für neue Zifferblätter, um mehr Text anzuzeigen. Außerdem gibt es nun eine QWERTZ Tastatur, die sich per Tippen oder durch Streichen mit einem Finger über QuickPath bedienen lässt. Und natürlich lassen sich auf dem größeren Display die zahlreichen neuen oder verbesserten Anwendungen komfortabel anzeigen. Dabei stehen Fitness- und Gesundheitsthemen im Vordergrund. Die Preise sollen bei 399 US-$ (ca. 340 €) beginnen.

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Die Apple Watch 7 soll irgendwann im Herbst dieses Jahres erhältlich sein. Ob es wirklich so kommt, ist aber aufgrund von Produktionsverzögerungen noch längst nicht ausgemacht. Das muss die Uhrenhersteller aber gar nicht jucken. Denn ein ganz anderer Aspekt ist viel erfreulicher.

Die Smartwatch von Apple wird tatsächlich mehr und mehr zum – wenig ansehnlichen – Tablet am Handgelenk und zu einer Art Personal Coach in Sachen Gesundheit. Und damit konkurriert sie immer weniger mit der klassischen Uhr – denn diese will und kann all dies gar nicht leisten oder bieten. Und niemand erwartet es von ihr.

Gab es mit der Einführung der ersten Apple Watch die Befürchtung, diese würde die herkömmliche Uhr früher oder später verdrängen – und die Befürchtungen gibt es noch immer – muss man doch mittlerweile konstatieren, dass es sich um zwei sehr verschiedene Produkte handelt. Die Apple Watch konkurriert vielmehr mit ihresgleichen und den zahllosen Fitness-Wearables auf dem Markt.

Ein wenig anders verhält es sich mit der Premium-Kollektion MARQ von Garmin, die der Navigations-Experte aber selbst auch gar nicht so gern als Smartwatch bezeichnet, sondern als Tool Watch – und sich selbst als Uhrenhersteller. Und nicht nur in punkto Optik und Qualität kann sie mit herkömmlichen Uhren mithalten – und bei der Funktionalität zudem mit einer Apple. Garmin hat zudem den klugen Schachzug gewählt, und den Uhrenfachhandel als bevorzugten Vertriebskanal für die MARQ auserkoren. Und entzieht sich damit ebenfalls dem Konkurrenzbereich der Apple Watch.

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