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Heepmanns Kolumne: Die Inhorgenta 2021 wird wohl verschoben – und das ist auch gut so

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Nachdem die Messe München im November vergangenen Jahres entschieden hatte, in 2021 die Inhorgenta vor dem Hintergund der unklaren Pandemie-Entwicklung nicht wie üblich im Februar, sondern im April stattfinden zu lassen, wird auch dieser Frühlingstermin zunehmend unwahrscheinlicher.

Aktuell führt die Messe Umfragen unter Ausstellern und Besuchern durch. Diese wird mit folgenden Worten eingeleitet:

„Da für die Messe München der Schutz und die Sicherheit der Aussteller und Besucher an oberster Stelle stehen, beobachten wir die aktuellen Entwicklungen genau und sind in stetigem Austausch mit der Bayrischen Staatsregierung und den zuständigen Gesundheitsbehörden. Um frühzeitig gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Entscheidung zu treffen, haben wir verschiedene Szenarien in Betracht gezogen, um entsprechend zu handeln, je nachdem wie sich das Pandemie- und Impfgeschehen in den kommenden Wochen weiter entwickeln werden.“

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Bei diesen verschiedenen Szenarien handelt es sich konkret um drei Ausweichtermine für eine Inhorgenta als Präsenzmesse sowie eine weitere Option ohne Präsenzmesse, aber mit Award und Trendfactory.

Als Ausweichtermine werden vorgeschlagen: 10.-13. Juni, 23-26. Juli und 24.-27. September 2021. Der April scheint damit bereits aus dem Rennen zu sein – und das ist nicht nur nicht verwunderlich, sondern auch gut so.

Denn ich sehe es ähnlich wie Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.), der am Sonntag in der Polit-Talksow Anne Will sagte: „Etwa 80 Prozent des Rückgangs an Konsumausgaben liegt nach Studien an der Präsenz des Virus, nicht an den Lockdown-Maßnahmen.“

Antje Heepmann, Redaktion WatchPro Deutschland

Soll heißen: ein schnelles wieder Hochfahren des Handels bedeutet nicht automatisch, dass die Leute auch in Scharen in die stationären Geschäfte strömen. Solange das Infektionsgeschehen nicht wirklich kontrollierbar ist, kommt bei den meisten auch keine echte Lust auf einen ausgedehnten Einkaufsbummel auf.

Und bei einer Messe wird es nicht anders sein. Selbst wenn im April Großveranstaltungen wie die Inhorgenta wieder erlaubt sein sollten, mit einem Run auf die Eintrittskarten und auf die Messestände wird wohl kaum zu rechnen sein.

Die Erinnerung an die Monate, in denen um jeden Euro Unterstützung oder jeden Umsatz aus Window-Shopping & Co. gerungen werden musste und in denen die Angst um die eigene Gesundheit und die der Angehörigen ab Herbst immer größer wurde, lässt die Skepsis daran, ob nun wirlich alles vorbei ist, nicht so schnell abklingen. Und das wird auf ganzer Linie zu Zurückhaltung führen.

Und eine Präsenz-Messe, die ob der äußeren Umstände nur mit Ach und Krach über die Bühne gebracht wird, ist nicht gerade dazu angetan, einer gebeutelten Branche wie dem Einzelhandel mit Uhren und Schmuck Mut zu machen und Optimismus zu verleihen. Das aber ist unabdingbar.

Ich denke, frühestens im Sommer kehrt eine gewisse Gelassenheit zurück und damit die Kraft, die Energie und der unbändige Wille, alles wieder auf Anfang zu stellen und loszulegen.

Und genau das ist der richtige Zeitpunkt für eine Messe wie die Inhorgenta – und auch für die HourUniverse, die die Verlegung in den Sommer bereits beschlossen hat.

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Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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