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Heepmanns Kolumne: Die Inhorgenta 2021 findet im April statt – eine weise Entscheidung!

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Eine der ersten Reaktionen, die ich auf die gestrige Meldung über die Verschiebung der Inhorgenta 2021 in den April bekam, lautete: „Was für eine wunderbare Neuigkeit, dass die Inhorgenta stattfinden soll.“

Ich denke, dass dies genau die richtige Einstellung ist. Statt zu Lamentieren, dass der April doch viel zu spät im Jahr sei, sollte man sich über alle Branchentreffs freuen, die physisch möglich gemacht werden.

Die Messe München hat sich die Entscheidung sicher nicht leicht gemacht und versucht, dass Für und Wider abzuwägen.

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Hätte man es darauf ankommen lassen und den Termin im Februar belassen sollen? Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens bestünde dann ein enormes Risiko, dass man kurz vor knapp die Messe absagen müssen. Vor allem für die Aussteller wäre dieses Szenario eine Katastrophe gewesen, wären doch dann alle Vorbereitungen für die Katz gewesen.

Hätte man den Termin im Februar belassen und gleich auf eine digitalisierte Ausgabe setzen sollen? Schließlich hat die Inhorgenta gerade erst mit der Trendfactory #reinspire bewiesen, dass sie digitale Events durchaus kann. Und dass die Messe München sich ein rein digitales Messe-Format zutraut, zeigt sie bei der ISPO, die Anfang Februar 2021 als rein digitaler Event über die Bühne gehen soll.

Auf beide Fragen antworte ich mit Nein! Die Entscheidung der Inhorgenta ist nachvollziehbar und absolut richtig. Und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da.

Antje Heepmann, Redaktion WatchPro Deutschland

„Für die Branche ist die Inhorgenta Munich als physischer Treffpunkt von Industrie und Handel unverzichtbar. Sie ist der ‚Fels in der Brandung‘ einer sich neu ordnenden Messelandschaft. Die Verbände unterstützen die Entscheidung, die gemeinsam im Fachbeirat mit der Messe München getroffen wurde“, betonen einmütig die Verbandsgeschäftsführer der Branche.

Auch eine Blitz-Umfrage unter Juwelieren und Lesern von WatchPro Deutschland ergibt ein klares Bild. Auf die Frage, ob man anstelle der Termin-Verschiebung eine rein digitale Februar-Inhorgenta bevorzugt hätte, antworten 100 Prozent der Teilnehmer mit Nein.

„Nach der Änderung der Ispo in eine Online-Veranstaltung hatten wir das gleiche für die Inhorgenta befürchtet. Da ist eine Verschiebung und Präsenzplanung viel besser!“ „Unsere Branche lebt vom genauen Ansehen und auch Berühren und Fühlen der Dinge. Das gilt für Juweliere wie für Kunden. Darüber hinaus ist der Kontakt zu unseren Partnern sehr wichtig. Unsere Branche lebt vom Kennen und Vertrauen!“

Da sind nur zwei der vielen Kommentare in der Umfrage, die die Entscheidung der Messe München gut heißen.

Einen Haken hat die Sache aber doch – oder vielleicht auch nicht …

Zwar stehen die Termine für die Schweizer Uhren-Events im kommenden Jahr noch nicht alle fest, allerdings wird allgemein davon ausgegangen, dass für die Uhrenbranche Anfang April der entscheidende Zeitraum sein wird, um die Schweiz zu bereisen. Die Houruniverse ist als Nachfolge-Event der Baselworld für den 8. bis 12. April bereits terminiert, nach eigener Aussage im Einklang mit den Genfer Veranstaltungen.

Ob es nun zu einem noch intensiveren Werben um Aussteller zwischen der MCH Group mit ihrer Houruniverse und der Inhorgenta kommen, und wenn ja, wer gewinnen wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Möglicherweise kann die Inhorgenta vom 15. bis 19. April sogar in Form einer zunehmenden Internationalisierung von dem neuen Termin für 2021 profitieren. Genf, Basel, München – die Städte liegen schließlich keine Weltreisen voneinander entfernt.

 

Tags : CoronaHeepmanns KolumneHouruniverseinhorgentaKolumne
Antje Heepmann

The author Antje Heepmann

Nach dem Studium der Germanistik begann ich 1999 meine journalistische Laufbahn als Volontärin beim Branchenmagazin „U.J.S. Uhren Juwelen Schmuck ”. Bis 2018 blieb ich zunächst als Redakteurin und später als stellvertretende Chefredakteurin bei der U.J.S. und war für Themen- und Konzeptplanung, Recherche, Artikelerstellung und den digitalen Auftritt zuständig. 2018 wechselte ich zur Fachzeitschrift „GZ Goldschmiede Zeitung“. Seit Oktober 2019 bin ich Teil des internationalen Teams von WatchPro und betreue redaktionell den deutschsprachigen Auftritt des Magazins für die Uhrenbranche.

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